Ertragslage des Konzerns

Umsatz

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 55,8 Mrd. €, der mit einem Wachstum von 2,2 Mrd. € bzw. 4,2 % deutlich über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums lag. Zu dieser positiven Entwicklung trug maßgeblich die Geschäftsentwicklung in unserem operativen Segment USA bei: Die erfolgreichen „Un-carrier“-Initiativen von T-Mobile US und der Erfolg der Marke MetroPCS ließen die Zahl der Neukunden und damit auch die Service-Umsätze stark steigen. Weiterhin stiegen u. a. aufgrund des fokussierten Angebots von auf Ratenzahlung finanzierten Endgeräten auch die Endgeräteumsätze an. In unserem Heimatmarkt Deutschland entwickelten sich die Umsätze leicht positiv. Dazu trugen die gestiegenen Umsätze im Mobilfunk-Geschäft und v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung bei. Rückläufig entwickelte sich der Umsatz im Festnetz-Geschäft. Auch in unserem operativen Segment Europa lagen die Umsätze leicht über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Positiv wirkten die Umsatzentwicklung unserer strategischen Wachstumsfelder sowie gestiegene Endgeräteumsätze. Geringere Roaming-Regulierungsentgelte in den meisten Ländern sowie die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in unseren Landesgesellschaften setzten die Umsätze dagegen weiter unter Druck. In unserem operativen Segment Systemgeschäft lag der Umsatz um 2,9 % unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Diese Umsatzentwicklung resultiert in erster Linie aus dem im ersten Quartal des Vorjahres erfolgten Abschluss der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien. Ohne Berücksichtigung des Mauteffekts verzeichnete unser Telekommunikationsgeschäft ein Umsatzwachstum. Dem entgegen stand der anhaltende Umsatzrückgang in unserem klassischen IT-Geschäft, geprägt von einer generell rückläufigen Preisentwicklung im Markt sowie dem rückläufigen Auftragseingang, insbesondere auch im internationalen Bereich. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development reduzierte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 gegenüber der Vorjahresperiode um 2,0 %, was im Wesentlichen auf den entfallenen Umsatz im Zusammenhang mit der Veräußerung der Strato zum 31. März 2017 zurückzuführen ist. Positiv wirkte sich die Umsatzentwicklung der T-Mobile Netherlands aus.

Ohne Berücksichtigung von positiven Wechselkurseffekten – v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro – sowie leicht negativen Konsolidierungskreiseffekten – im Wesentlichen aus der Veräußerung der Strato – im Saldo in Höhe von 0,1 Mrd. € stieg der Umsatz um 2,1 Mrd. € bzw. 3,9 %. Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft, Group Development sowie in dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz        
in Mio. €
  Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q3 2016 Veränderung in % Q1–Q3 2017 Q1–Q3 2016 Veränderung in % Gesamtjahr 2016
Konzernumsatz 18 646 18 890 18 251 18 105 0,8 % 55 787 53 552 4,2 % 73 095
Deutschland a 5 397 5 371 5 488 5 485 0,1 % 16 256 16 208 0,3 % 21 774
USA 8 982 9 236 8 466 8 281 2,2 % 26 684 24 293 9,8 % 33 738
Europa a 2 781 2 860 2 945 2 900 1,6 % 8 587 8 458 1,5 % 11 454
Systemgeschäft a 1 704 1 688 1 707 1 674 2,0 % 5 099 5 252 (2,9) % 6 993
Group Development a 595 562 545 588 (7,3) % 1 702 1 736 (2,0) % 2 347
Group Headquarters & Group Services a 737 787 743 846 (12,2) % 2 268 2 538 (10,6) % 3 467
Intersegmentumsatz (1 549) (1 614) (1 643) (1 670) 1,6 % (4 809) (4 933) 2,5 % (6 678)
 
a Seit dem 1. Januar 2017 berichten wir über das Segment Group Development sowie innerhalb des Segments Group Headquarters & Group Services über den Vorstandsbereich Technologie und Innovation. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung", sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.
Grafik: Regionale Umsatzverteilung
Grafik: Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

a Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf die
Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 47,8 % unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund des weiterhin starken Anstiegs an Neukunden, um 2,4 Prozentpunkte. Die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode von 65,8 % auf 67,3 %.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,1 Mrd. € bzw. 6,6 % gestiegenes bereinigtes EBITDA in Höhe von 17,2 Mrd. €. Zu dieser Entwicklung trug in erster Linie unser operatives Segment USA mit einem Plus des bereinigten EBITDA-Beitrags von 1,1 Mrd. € bei; Haupttreiber dabei war der anhaltende Erfolg der „Un-carrier“-Initiativen. Aber auch das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Deutschland konnten wir in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 um 2,2 % steigern. Rückläufig entwickelten sich die bereinigten EBITDA Beiträge unserer operativen Segmente Europa und Systemgeschäft. Leicht positive Wechselkurseffekte wurden durch leicht negative Konsolidierungskreiseffekte nahezu vollständig kompensiert.

Unser EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum sogar um 1,6 Mrd. € auf 19,3 Mrd. €. Dabei erhöhten sich die im Saldo positiven Sondereinflüsse im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,5 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Hierin war eine zum 30. September 2017 erfasste teilweise Wertaufholung des Buchwerts von Spektrum-Lizenzen bei T-Mobile US in Höhe von 1,7 Mrd. € enthalten. Ebenfalls positiv wirkten ein Entkonsolidierungsertrag in Höhe von 0,5 Mrd. € im Zusammenhang mit dem mit Ablauf des 31. März 2017 abgeschlossenen Verkaufs der Strato, ein Ertrag aus der Veräußerung der verbliebenen Anteile an der Scout24 AG in Höhe von 0,2 Mrd. € sowie ein Ertrag von 0,2 Mrd. € aus einer mit BT im Juli 2017 abgeschlossenen Vergleichsvereinbarung. Sondereinflüsse im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogenen Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich insgesamt auf 0,4 Mrd. € und lagen damit um 0,8 Mrd. € unter den Aufwendungen des Vergleichszeitraums. In der Vergleichs-periode waren in den Sondereinflüssen neben dem Ertrag unserer Anfang 2016 veräußerten Anteile am Joint Venture EE in Höhe von 2,5 Mrd. € Erträge aus vollzogenen Tauschtransaktionen über Mobilfunk-Lizenzen zwischen T-Mobile US und zwei Telekommunikationsunternehmen in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € enthalten. Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt                  
in Mio. €      
  Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q3 2016 Veränderung in % Q1–Q3 2017 Q1–Q3 2016 Veränderung in % Gesamtjahr 2016
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) im Konzern 5 550 5 944 5 720 5 535 3,3 % 17 215 16 155 6,6 % 21 420
Deutschland a 2 070 2 100 2 190 2 095 4,5 % 6 360 6 224 2,2 % 8 237
USA 2 386 2 640 2 288 2 156 6,1 % 7 313 6 236 17,3 % 8 561
Europa a 889 947 1 007 1 037 (2,9) % 2 843 2 936 (3,2) % 3 866
Systemgeschäft a 96 136 131 139 (5,8) % 362 446 (18,8) % 530
Group Development a 238 236 220 251 (12,4) % 695 730 (4,8) % 943
Group Headquarters & Group Services a (128) (90) (115) (141) 18,4 % (333) (377) 11,7 % (670)
Überleitung (1) (25) (1) (2) 50,0 % (25) (40) 37,5 % (47)
 
a Seit dem 1. Januar 2017 berichten wir über das Segment Group Development sowie innerhalb des Segments Group Headquarters & Group Services über den Vorstandsbereich Technologie und Innovation. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung", sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

EBIT

Das EBIT des Konzerns lag bei 8,7 Mrd. € und war damit 0,5 Mrd. € höher als im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursachen für diese Veränderung sind im Wesentlichen die beim EBITDA beschriebenen positiven Effekte. Gegenläufig belastete die in unserem operativen Segment Systemgeschäft erfasste Wertminderung des Goodwills in Höhe von 1,2 Mrd. € das EBIT. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen leicht unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 1,7 Mrd. € auf 5,0 Mrd. €. Begründet ist dieser deutliche Rückgang durch das um 2,2 Mrd. € rückläufige Finanzergebnis. Dazu beigetragen hat v. a. die erfolgswirksam erfasste Wertminderung unseres Anteils an BT in Höhe von 1,3 Mrd. €. Ebenfalls belasteten negative Bewertungseffekte aus der Ausübung und Folgebewertung eingebetteter Derivate bei T-Mobile US – im Wesentlichen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Ablösung externer Finanzverbindlichkeiten – das Finanzergebnis. Aus unserer Finanzbeteiligung BT resultierte wie auch im Vorjahr ein Dividendenertrag von 0,1 Mrd. €. Im Vergleichszeitraum enthielt das sonstige Finanzergebnis eine im Zusammenhang mit dem Verkauf des Anteils am ehemaligen Joint Venture EE erhaltene abschließende Dividende in Höhe von 0,2 Mrd. €.

KONZERNÜBERSCHUSS

Der Konzernüberschuss verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 2,7 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Der Steueraufwand in den ersten neun Monate belief sich auf 1,9 Mrd. € und erhöhte sich somit um 0,5 Mrd. € gegenüber der Vergleichsperiode. Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Konzern-Zwischenabschluss. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,5 Mrd. €. In unserem operativen Segment USA trug insbesondere die positive Geschäftsentwicklung sowie die teilweise Wertaufholung bei in der Vergangenheit erworbenen Spektrum-Lizenzen zum Anstieg des den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechneten Ergebnisses bei. Gegenläufig wirkte sich der zuvor genannte negative Bewertungseffekt im Finanzergebnis aus.

Anzahl der Mitarbeiter (am Stichtag)
  30.09.2017 31.12.2016
Deutschland a 64 388 65 452
USA 44 394 44 820
Europa a 47 579 46 808
Systemgeschäft a 37 596 37 472
Group Development a 1 949 2 572
Group Headquarters & Group Services a 20 436 21 216
Anzahl Mitarbeiter Konzern 216 343 218 341
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 15 726 15 999
 
a Seit dem 1. Januar 2017 berichten wir über das Segment Group Development sowie innerhalb des Segments Group Headquarters & Group Services über den Vorstandsbereich Technologie und Innovation. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung", sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2016 um 0,9 %. Durch Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, einen reduzierten Einstellungsverlauf in operativen Bereichen sowie durch die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente verringerte sich der Personalbestand des operativen Segments Deutschland bis Ende September 2017 um 1,6 %. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank zum 30. September 2017 um 1,0 % gegenüber dem 31. Dezember 2016. Die Reduzierung von Personal zur Kundenakquisition wurde jedoch teilweise durch die Gewinnung zusätzlicher Kräfte für den Kunden-Service und den Netzausbau kompensiert. In unserem operativen Segment Europa stieg die Mitarbeiterzahl um 1,6 % gegenüber dem Jahresende 2016. Zu diesem Anstieg trug u. a. unsere Landesgesellschaft in Polen bei, die aufgrund von neuen Filialen ihr Personal aufstockte. In unserem operativen Segment Systemgeschäft stieg die Mitarbeiterzahl um 0,3 % v. a. aufgrund der eingegliederten Mitarbeiter der Telekom Security. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im operativen Segment Group Development um 24,2 % reduziert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung der Strato zum 31. März 2017 zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2016 um 3,7 %, im Wesentlichen bedingt durch die konzernweite Bündelung des Bereichs Telekom Security in unserem operativen Segment Systemgeschäft und den fortgesetzten Personalumbau bei Vivento. Gegenläufig stieg die Mitarbeiterzahl in unserem Vorstandsbereich Technologie und Innovation durch die Neuaufstellung.