Deutschland

Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“ sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Kundenentwicklung

in Tsd.
  30.09.2017 30.06.2017 Veränderung 30.09.2017/ 30.06.2017 in % 31.12.2016 Veränderung 30.09.2017/ 31.12.2016 in % 30.09.2016 Veränderung 30.09.2017/ 30.09.2016 in %
Gesamt              
Mobilfunk-Kunden a 42 534 42 011 1,2 % 41 849 1,6 % 41 461 2,6 %
Vertragskunden 25 452 25 084 1,5 % 25 219 0,9 % 24 705 3,0 %
Prepaid-Kunden 17 082 16 927 0,9 % 16 630 2,7 % 16 756 1,9 %
Festnetz-Anschlüsse 19 352 19 477 (0,6) % 19 786 (2,2) % 19 873 (2,6) %
davon: IP-basiert Retail 11 177 10 351 8,0 % 9 042 23,6 % 8 435 32,5 %
Breitband-Anschlüsse 13 105 13 035 0,5 % 12 922 1,4 % 12 835 2,1 %
davon: Glasfaser 5 417 5 033 7,6 % 4 250 27,5 % 3 857 40,4 %
TV (IPTV, Sat) 3 089 3 024 2,1 % 2 879 7,3 % 2 818 9,6 %
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 6 417 6 723 (4,6) % 7 195 (10,8) % 7 431 (13,6) %
Wholesale entbündelte Anschlüsse 5 206 4 855 7,2 % 4 212 23,6 % 3 905 33,3 %
davon: Glasfaser 3 485 3 169 10,0 % 2 555 36,4 % 2 274 53,3 %
Wholesale gebündelte Anschlüsse 109 125 (12,8) % 165 (33,9) % 179 (39,1) %
     
a Zum 1. Januar 2017 erfolgt der Ausweis bei den Vertragskunden im Geschäftskundenbereich ohne Testkarten (minus 41 Tsd.). Zudem gab es im Geschäftskundenbereich einen Einmaleffekt aus einem geänderten Systemausweis bei den Prepaid-Kunden (plus 180 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität – im Festnetz und im Mobilfunk – sowie einem breiten Produkt-Portfolio. Für unser integriertes Produkt „MagentaEINS“, bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, konnten wir bisher 3,5 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir in den ersten drei Quartalen 2017 insgesamt 546 Tsd. Kunden hinzu. Die Anzahl der Vertragskunden unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen gesteigert werden. Auch im Bereich der Prepaid-Kunden konnten wir einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Bis Ende September 2017 konnten wir bereits 16,1 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 65 %.

Nach wie vor verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten. Die Anzahl der Anschlüsse stieg bis Ende September 2017 auf insgesamt 8,9 Mio. an. In den letzten neun Monaten haben wir somit in Deutschland 2,1 Mio. Anschlüsse an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben. Mit unserem Kontingent-Modell setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten – wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) – hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Seit dem Jahresende 2016 gewannen wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“, „congstar“ und unserer „Telekom Deutschland Multibrand GmbH“ insgesamt 493 Tsd. Kunden hinzu. Bei dem Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) verloren wir 221 Tsd. Kunden. Die Zahl der Prepaid-Kunden ist um 272 Tsd. Kunden angestiegen.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So legte die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse in den ersten drei Quartalen 2017 gegenüber dem Jahresende 2016 um 183 Tsd. und die Zahl der TV-Kunden um 210 Tsd. zu. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 434 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produktportfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir bislang 354 Tsd. Kunden gewinnen – vorwiegend im ländlichen Raum.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir insgesamt 191 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Wholesale

Zum Ende des dritten Quartals 2017 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am gesamten Anschlussbestand bei Wholesale mit 29,7 % um 7,6 Prozentpunkte über dem Wert zum Jahresende 2016. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 994 Tsd. bzw. 23,6 % gegenüber dem Jahresende 2016 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Dagegen sank die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse geringfügig um 56 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 778 Tsd. bzw. 10,8 %. Dies resultiert zum einen aus der Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen und zum anderen aus dem Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt ist der Anschlussbestand im Bereich Wholesale bis Ende September 2017 auf 11,7 Mio. angestiegen.

Operative Entwicklung

in Mio. €                    
    Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q3 2016 Veränderung in % Q1–Q3 2017 Q1–Q3 2016 Veränderung in % Gesamtjahr 2016
Gesamtumsatz   5 397 5 371 5 488 5 485 0,1 % 16 256 16 208 0,3 % 21 774
Privatkunden   2 918 2 878 2 964 2 967 (0,1) % 8 759 8 752 0,1 % 11 739
Geschäftskunden a   1 465 1 473 1 486 1 489 (0,2) % 4 430 4 386 1,0 % 5 923
Wholesale   926 928 947 933 1,5 % 2 802 2 804 (0,1) % 3 742
Sonstiges a   88 92 91 96 (5,2) % 265 266 (0,4) % 370
Betriebsergebnis                    
(EBIT)   1 086 1 042 1 153 1 060 8,8 % 3 281 2 798 17,3 % 3 624
EBIT-Marge % 20,1 19,4 21,0 19,3   20,2 17,3   16,6
Abschreibungen   (935) (953) (963) (912) (5,6) % (2 851) (2 766) (3,1) % (3 703)
EBITDA   2 021 1 995 2 116 1 972 7,3 % 6 132 5 564 10,2 % 7 327
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (49) (105) (74) (123) 39,8 % (228) (660) 65,5 % (910)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   2 070 2 100 2 190 2 095 4,5 % 6 360 6 224 2,2 % 8 237
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,4 39,1 39,9 38,2   39,1 38,4   37,8
Cash Capex   (1 005) (1 052) (1 052) (1 045) (0,7) % (3 109) (2 803) (10,9) % (4 031)
                     
a Aufgrund einer Reorganisation wird zum 1. Juli 2017 ein bisher unter „Sonstiges“ ausgewiesener Umsatzanteil dem Geschäftskundenbereich zugeordnet. Die Werte aus Vorperioden wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz lag zum Ende des dritten Quartals 2017 mit 16,3 Mrd. € leicht über dem Vorjahresniveau. Dazu trugen die gestiegenen Umsätze im Mobilfunk-Geschäft von 1,6 % und v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung mit einem Zuwachs von 8,4 % bei. Positiv auf den Umsatz im Festnetz wirkten sich auch die gestiegenen IT- und Breitband-Umsätze aus. Diese konnten die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,0 % rückläufigen Umsätze im Festnetz-Geschäft nicht vollständig kompensieren.

Im Privatkundenbereich ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetzgeschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 1,1 %. Im Mobilfunk-Bereich stieg der Umsatz um 1,4 % v. a. durch eine erfolgreiche Endgerätevermarktung.

Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 1,0 %. Der Mobilfunk-Bereich legte um 2,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2016 zu. Die IT-Umsätze konnten um 17,1 % gesteigert werden. Im Gegensatz dazu ging im Festnetz die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2017 eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, bzw. ohne Berücksichtigung von regulatorischen Preiseffekten (ab dem 1. Dezember 2016) eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist v. a. auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen zurückzuführen, insbesondere durch das Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das EBITDA belief sich zum Ende des dritten Quartals 2017 auf 6,1 Mrd. €, dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2016 um 10,2 %. Hauptgrund waren geringere Sondereinflüsse für Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA konnte in den ersten neun Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % gesteigert werden und betrug 6,4 Mrd. €. Haupttreiber waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Funktionen bei einer gleichzeitig leicht positiven Umsatzentwicklung. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist auf 39,1 % gestiegen (Vorjahreswert 38,4 %).

EBIT

Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 % auf 3,3 Mrd. € an. Die leicht höheren Abschreibungen wurden durch das höhere EBITDA-Niveau kompensiert.

Cash Capex

Der Cash Capex ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,9 % angestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.