Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Grafik: Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme beträgt 139,7 Mrd. € und reduzierte sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 1,6 Mrd. €.

 

Auf der Aktivseite lagen die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen insgesamt um 1,7 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Erhöhend wirkten Investitionen mit insgesamt 6,6 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung im operativen Segment USA sowie für den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, die IP-Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur im operativen Segment Deutschland. Daneben wirkten positive Währungskurseffekte in Höhe von 1,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, sowie Konsolidierungskreiseffekte in Höhe von 0,6 Mrd. €, im Wesentlichen aus dem Erwerb des Online-TV-Anbieters Layer3 TV im operativen Segment USA, buchwerterhöhend. Abschreibungen in Höhe von 6,3 Mrd. € verminderten den Buchwert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 0,8 Mrd. €. Ursächlich hierfür waren v. a. Reklassifizierungs- und Neubewertungseffekte aus der verpflichtenden Erstanwendung der neuen Rechnungsstandards IFRS 9 und IFRS 15. Darüber hinaus reduzierte sich das Forderungsvolumen im operativen Segment USA für auf Ratenzahlungen verkaufte Endgeräte. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten leicht gegenläufig. In den sonstigen Aktiva reduzierten sich insbesondere die kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte. Zur Besicherung der Pensionsansprüche haben wir am 23. März 2018 unseren 12-prozentigen Anteil an BT im Wert von 3,1 Mrd. € als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e. V., die Treuhandeinrichtung des Konzerns, dotiert. Die seit dem 1. Januar 2018 bis zum Zeitpunkt der Dotierung erfolgsneutral erfasste Wertminderung der börsengehandelten Anteile an BT reduzierte den Buchwert um 0,7 Mrd. €. Die sonstigen Aktiva wurden durch aktivierte Vertragsvermögenswerte in Höhe von 1,7 Mrd. € sowie durch aktivierte Vertragskosten in Höhe von 1,4 Mrd. € erhöht. Deren Ansatz steht im Zusammenhang mit den erfolgsneutral erfassten Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekten im Rahmen der ab 1. Januar 2018 verpflichtenden Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15.

Auf der Passivseite haben sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2017 insgesamt um 3,7 Mrd. € erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die im ersten Halbjahr 2018 von der Deutsche Telekom International Finance B. V. begebenen Euro-Anleihen im Gesamtvolumen von 3,1 Mrd. € und US-Dollar-Anleihen im Gesamtvolumen von 1,4 Mrd. € (1,75 Mrd. US-$) sowie auf die von T-Mobile US begebenen Anleihen von 2,0 Mrd. € (2,5 Mrd. US-$) zurückzuführen. Der im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarte Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren erhöhte die finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mrd. €. Gegenläufig wirkten die vorzeitige Rückzahlung von Schuldtiteln der T-Mobile US in Höhe von umgerechnet 2,7 Mrd. € (3,4 Mrd. US-$) sowie reguläre Tilgungen von Anleiheverbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mrd. €. Ebenfalls reduzierend auf den Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten wirkte die Veränderung von Commercial Paper in Höhe von 0,4 Mrd. € (netto). Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 2,7 Mrd. € reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die Übertragung unserer Anteile an BT und die damit verbundene Saldierung dieser ausgegliederten Vermögenswerte mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich um 2,0 Mrd. €. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die saisonal bedingte Verminderung des Einkaufsvolumens, v. a. in den operativen Segmenten USA, Europa und Deutschland. Leicht gegenläufig wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Die sonstigen Passiva wurden durch die kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Mrd. € erhöht. Die Vertragsverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit erfolgsneutral erfassten Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekten im Rahmen der ab 1. Januar 2018 verpflichtenden Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15. Gegenläufig reduzierten sich mit dem Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 15 die kurz- und langfristigen übrigen Schulden in vergleichbarer Höhe.

Das Eigenkapital reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 42,5 Mrd. € auf 41,4 Mrd. €. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mrd. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Weiterhin verringerten die Transaktionen mit Eigentümern das Eigenkapital in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. €. Hierin enthalten sind die Effekte des im Dezember 2017 begonnenen Aktienrückkauf-Programms der T-Mobile US in Höhe von 0,9 Mrd. €, des Erwerbs einer weiteren 5-prozentigen Beteiligung an der griechischen Tochtergesellschaft OTE in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie der von der Deutschen Telekom im ersten Quartal 2018 erworbenen Aktien an der T-Mobile US in Höhe von 0,2 Mrd. €. Zudem wirkte die erfolgsneutrale Folgebewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten mit 0,6 Mrd. € buchwertmindernd; hierin enthalten ist die für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 23. März 2018 erfolgsneutral erfasste Wertminderung der börsengehandelten Anteile an BT in Höhe von 0,7 Mrd. €. Erhöhend wirkte dagegen der Überschuss von 2,1 Mrd. €. Aus der Umstellung auf die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15 ergab sich zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen, unter Einbeziehung der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Komponenten, zu erfassender erhöhender kumulierter Effekt von insgesamt 1,5 Mrd. €. Erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,5 Mrd. € wirkten erhöhend auf das Eigenkapital.

Weitere Erläuterungen zur Bilanz sind dem Konzern-Zwischenabschluss zu entnehmen.

Grafik: Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Effekte von 0,6 Mrd. € enthalten u. a. Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden, den Aufbau von Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten sowie Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen. Für nähere Informationen zu den Netto-Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben zur Herleitung alternativer Leistungskennzahlen im Kapitel „Weitere Informationen“.

Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum)
in Mio. €
  Q1 2018 Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in % H1 2018 H1 2017 Veränderung in % Gesamtjahr 2017
OPERATIVER CASHFLOW 4.805 4.947 4.955 (0,2) 9.753 10.235 (4,7) 19.706
Erhaltene/(gezahlte) Zinsen (509) (555) (752) 26,2 (1.064) (1.676) 36,5 (2.509)
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 4.297 4.392 4.204 4,5 8.689 8.559 1,5 17.196
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) (3.076) (3.021) (2.994) (0,9) (6.097) (6.238) 2,3 (12.099)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 161 144 91 58,2 304 209 45,5 400
FREE CASHFLOW
(VOR AUSSCHÜTTUNG UND INVESTITIONEN IN SPEKTRUM)
1.382 1.514 1.301 16,4 2.896 2.530 14,5 5.497

Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 0,4 Mrd. € auf 2,9 Mrd. €. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 0,1 Mrd. €. Dagegen reduzierten sich die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen um 0,1 Mrd. €.

Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,1 Mrd. € auf 8,7 Mrd. €. Die weiterhin positive Geschäftsentwicklung des operativen Segments USA wird durch Effekte aus der Währungsumrechnung belastet. Zudem wirkten im Vergleich zur Vorjahresperiode Factoring-Vereinbarungen, v. a. in den operativen Segmenten Systemgeschäft und Deutschland insgesamt um 0,2 Mrd. € weniger entlastend auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Neben einer wie in der Vergleichsperiode erhaltenen Dividendenzahlung der BT in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkte sich die Gewinnausschüttung der Toll Collect GmbH mit 0,1 Mrd. € positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit aus. Um 0,6 Mrd. € niedrigere Nettozinszahlungen entlasteten den Cashflow aus Geschäftstätigkeit zusätzlich.

Der gegenüber der Vergleichsperiode um 0,1 Mrd. € niedrigere Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) resultierte v. a. mit einer Verminderung um 0,3 Mrd. € aus dem operativen Segment USA während Deutschland einen um 0,1 Mrd. € höheren Cash Capex zeigt. Bereinigt um Effekte aus der Währungsumrechnung liegt der Cash Capex über dem Niveau der Vergleichsperiode. Die Auszahlungen standen jeweils im Zusammenhang mit den im Rahmen des Netzausbaus und der Netzmodernisierung getätigten Investitionen.

Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sind dem Konzern-Zwischenabschluss zu entnehmen.