Ertragslage des Konzerns

UMSATZ

Im ersten Halbjahr 2018 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 36,3 Mrd. €, der mit einem Rückgang von 1,2 Mrd. € um 3,3 % unter dem Niveau des Vergleichszeitraums lag. Zu diesem Rückgang trugen maßgeblich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro bei. Ohne Berücksichtigung der negativen Währungskurseffekte in Höhe von insgesamt 1,9 Mrd. € sowie der leicht negativen Konsolidierungskreiseffekte entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 0,8 Mrd. € bzw. 2,2 % positiv.

In unserem operativen Segment USA entwickelte sich der Umsatz währungskursbereinigt mit einem Anstieg von 6,0 % deutlich positiv, was insbesondere auf höhere Service-Umsätze aufgrund des Anstiegs des durchschnittlichen Bestands eigener Kunden, verursacht v. a. durch das anhaltende Wachstum in bestehenden und neu erschlossenen Märkten, den zunehmenden Erfolg in neuen Geschäftsfeldern sowie eine rückläufige Kundenabwanderung, zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt Deutschland entwickelte sich der Umsatz mit minus 1,1 % leicht negativ. Ohne Berücksichtigung von IFRS 15 lag der Gesamtumsatz auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau – dabei verzeichneten wir im Mobilfunk-Geschäft einen leichten Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum. Beim Umsatz im Festnetz konnten höhere IT- und Breitband-Umsätze geringere Umsätze im Festnetz-Geschäft nahezu vollständig kompensieren. In unserem operativen Segment Europa lag der Umsatz mit 1,2 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums; währungskursbereinigt erhöhte er sich um 0,8 %. Positiv wirkten sich Umsatzanstiege im Geschäftskundenbereich und im Mobilfunk-Geschäft aus. Bei den niedrigeren Festnetz-Umsätzen wurde der positive Effekt aus dem TV- und Breitband-Geschäft durch das rückläufige WholesaleGeschäft aufgezehrt. In unserem operativen Segment Systemgeschäft lag der Umsatz um 1,6 % leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Während der Umsatz im klassischen IT-Geschäft, insbesondere im internationalen Großkundenbereich und aufgrund der generell rückläufigen Marktentwicklung im Kernmarkt Westeuropa, zurückgegangen ist, entwickelten sich die Umsätze in unserem Wachstumsgeschäft v. a. in den Themen Cloud, Internet der Dinge und Digital Solutions positiv gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development reduzierte sich im ersten Halbjahr 2018 gegenüber der Vorjahresperiode um 8,1 %, was im Wesentlichen auf die entfallenen Umsatzbeiträge durch die Entkonsolidierung der Strato zum 31. März 2017 sowie niedrigere Umsätze bei T-Mobile Netherlands zurückzuführen ist.

Detailliertere Angaben zur Umsatzentwicklung unserer Segmente können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz
in Mio. €                
  Q1 2018 Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in % H1 2018 H1 2017 Veränderung in % Gesamtjahr 2017
KONZERNUMSATZ 17.924 18.367 18.890 (2,8) 36.291 37.537 (3,3) 74.947
Deutschland a 5.325 5.322 5.371 (0,9) 10.648 10.768 (1,1) 21.931
USA 8.455 8.821 9.236 (4,5) 17.277 18.218 (5,2) 35.736
Europa 2.811 2.896 2.860 1,3 5.707 5.641 1,2 11.589
Systemgeschäft 1.665 1.674 1.688 (0,8) 3.339 3.392 (1,6) 6.918
Group Development 528 535 562 (4,8) 1.063 1.157 (8,1) 2.263
Group Headquarters &
Group Services a
651 767 785 (2,3) 1.418 1.521 (6,8) 2.935
Intersegmentumsatz (1.511) (1.649) (1.614) (2,2) (3.161) (3.161) 0 (6.425)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.
Grafik: Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

a Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Grafik: Regionale Umsatzverteilung

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 47,6 % unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund der negativen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, um 0,9 Prozentpunkte. Folglich verringerte sich auch die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz von 67,7 % auf 67,1 %.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im ersten Halbjahr 2018 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum stabiles bereinigtes EBITDA von 11,5 Mrd. €; dabei wirkten negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie leicht negative Konsolidierungskreiseffekte belastend. Ohne deren Berücksichtigung entwickelte sich das bereinigte EBITDA mit 0,5 Mrd. € bzw. 5,2 % positiv. Das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments USA entwickelte sich ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten deutlich positiv, was insbesondere auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist. Auch unsere operativen Segmente Deutschland und Europa entwickelten sich positiv. Das bereinigte EBITDA un-seres operativen Segments Systemgeschäft war rückläufig, was v. a. aus höheren Kosten für den Aufbau unseres Wachstumsgeschäfts sowie höheren Belastungen aufgrund der laufenden All-IP-Umstellung resultierte. In unserem operativen Segment Group Development reduzierte sich das bereinigte EBITDA insbesondere aufgrund der entfallenen Ergebnisbeiträge durch die Entkonsolidierung der Strato im ersten Quartal 2017.

Unser EBITDA verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 1,1 Mrd. € auf 10,8 Mrd. €. Dabei verringerten sich die im Saldo negativen Sondereinflüsse um 1,1 Mrd. € auf minus 0,7 Mrd. €. Der Rückgang resultierte aus um 0,5 Mrd. € höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 0,7 Mrd. €. Zudem war in der Vergleichsperiode ein Ertrag aus der Entkonsolidierung der mit Ablauf des 31. März 2017 veräußerten Strato in Höhe von 0,5 Mrd. € sowie ein Ertrag aus der Veräußerung weiterer Anteile an der Scout24 AG in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten.

Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt
in Mio. €      
  Q1 2018 Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in % H1 2018 H1 2017 Veränderung in % Gesamtjahr 2017
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 5.549 5.928 5.944 (0,3) 11.477 11.495 (0,2) 22.230
Deutschland a 2.082 2.126 2.086 1,9 4.209 4.141 1,6 8.412
USA 2.332 2.553 2.640 (3,3) 4.885 5.025 (2,8) 9.316
Europa 911 953 947 0,6 1.864 1.836 1,5 3.749
Systemgeschäft 57 121 136 (11,0) 179 232 (22,8) 509
Group Development 231 233 236 (1,3) 464 475 (2,3) 915
Group Headquarters &
Group Services a
(70) 41 (76) n. a. (29) (189) 84,7 (661)
Überleitung 5 (101) (24) n. a. (96) (25) n. a. (11)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

EBIT

Das EBIT des Konzerns lag bei 4,5 Mrd. € und war damit 1,1 Mrd. € niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ursächlich für diese Veränderung sind die beim EBITDA beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen bei 6,3 Mrd. € und damit auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 0,3 Mrd. € auf 2,9 Mrd. €. Zu dem Anstieg beigetragen hat das um 1,4 Mrd. € verbesserte Finanzergebnis in Höhe von minus 1,6 Mrd. €. Die hohe Belastung des Vorjahres resultierte insbesondere aus der erfolgswirksam erfassten Wertminderung unseres Anteils an BT in Höhe von 1,1 Mrd. €. Unseren Anteil an BT haben wir im März 2018 als Planvermögen in den Deutsche Telekom Trust e.V. zur Besicherung unserer Pensionsverpflichtungen dotiert. Wertentwicklungen unseres Anteils erfassen wir seit dem ersten Quartal 2018 nicht mehr erfolgswirksam im Finanzergebnis, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital. Zukünftige Dividendenerträge aus dem Anteil an BT werden ebenfalls nicht mehr im Finanzergebnis erfasst. Unser Zinsergebnis verbesserte sich um 0,2 Mrd. €. Dazu trug im Wesentlichen die seit 2017 verstärkt konzerninterne Finanzierung von T-Mobile US bei. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen auf minus 0,5 Mrd. €. Dies ist v. a. auf den im Schiedsverfahrenskomplex Toll Collect vereinbarten Vergleich zur Beendigung der Mautschiedsverfahren zurückzuführen, welcher sich in Höhe von 0,6 Mrd. € belastend auswirkte. Positiv wirkte dagegen die im März 2018 durch die Gesellschafter des Gemeinschaftsunternehmens Toll Collect GmbH beschlossene Gewinnausschüttung, die in Höhe von 0,1 Mrd. € auf die Deutsche Telekom entfällt. Im ersten Halbjahr 2018 belasteten negative Bewertungseffekte aus der Ausübung und Bewertung eingebetteter Derivate der T-Mobile US das Finanzergebnis in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. €. In der Vergleichsperiode war das Finanzergebnis in diesem Zusammenhang in Höhe von 0,4 Mrd. € belastet.

KONZERNÜBERSCHUSS

Der Konzernüberschuss verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,1 Mrd. € auf 1,5 Mrd. €. Der Steueraufwand betrug im ersten Halbjahr 2018 0,9 Mrd. € und erhöhte sich somit um 0,3 Mrd. € gegenüber der Vergleichsperiode. Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Konzern-Zwischenabschluss. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. €, im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA.

MITARBEITER

Anzahl der Mitarbeiter (am Stichtag)
  30.06.2018 31.12.2017 Veränderung in %
ANZAHL MITARBEITER
KONZERN
216.319 217.349 (0,5)
davon: Beamte
(Inland, aktives
Dienstverhältnis)
14.393 15.482 (7,0)
Deutschland a 63.872 64.798 (1,4)
USA 45.643 45.888 (0,5)
Europa 48.038 47.421 1,3
Systemgeschäft 37.830 37.924 (0,2)
Group Development 1.955 1.967 (0,6)
Group Headquarters & Group Services a 18.981 19.351 (1,9)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2017 um 0,5 %. Die Zahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment Deutschland verringerte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 um 1,4 %. Gründe dafür waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, ein reduzierter Einstellungsverlauf in operativen Bereichen und die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank zum 30. Juni 2018 um 0,5 % gegenüber dem 31. Dezember 2017, v. a. aufgrund der Reduzierung von Personal zur Kundenakquisition. Teilweise kompensiert wurde der Effekt durch einen Personalaufbau in den Bereichen Kundenservice und Netzwerke. In unserem operativen Segment Europa wuchs die Mitarbeiterzahl verglichen mit dem Vorjahresende um 1,3 %. Dazu beigetragen haben v. a. unsere Landesgesellschaften in Kroatien u. a. durch den Ausbau des Services und in Polen auch durch den Aufbau neuer Filialen. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft sank gegenüber dem Jahresende 2017 leicht, im Wesentlichen bedingt durch den Personalrückgang in unserer IT-Division. Im operativen Segment Group Development war die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Jahresende 2017 leicht rückläufig. Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2017 um 1,9 %. Der Rückgang der Mitarbeiterzahl durch den weiteren Personalumbau bei Vivento wurde teilweise durch die Zunahme von Personal im Bereich Technologie und Innovation kompensiert.