Europa

KUNDENENTWICKLUNG

in Tsd.
    30.06.2018 31.03.2018 Veränderung
30.06.2018/
31.03.2018
in %
31.12.2017 Veränderung
30.06.2018/
31.12.2017
in %
30.06.2017 Veränderung
30.06.2018/
30.06.2017
in %
EUROPA, GESAMT Mobilfunk-Kunden 49.886 49.254 1,3 48.842 2,1 47.688 4,6
  Vertragskunden 26.022 25.686 1,3 25.483 2,1 24.854 4,7
  Prepaid-Kunden 23.865 23.567 1,3 23.359 2,2 22.834 4,5
  Festnetz-Anschlüsse 8.414 8.409 0,1 8.439 (0,3) 8.464 (0,6)
  davon: IP-basiert 6.235 5.947 4,8 5.734 8,7 5.416 15,1
  Breitband-Kunden a 5.671 5.598 1,3 5.530 2,5 5.396 5,1
  TV (IPTV, Sat, Kabel) 4.293 4.271 0,5 4.244 1,2 4.156 3,3
  Teilnehmer-Anschlussleitung
(TAL)/ Wholesale PSTN
2.275 2.270 0,2 2.265 0,4 2.268 0,3
  Breitband-Anschlüsse Wholesale 395 389 1,5 389 1,5 393 0,5
GRIECHENLAND Mobilfunk-Kunden 8.163 8.053 1,4 7.981 2,3 7.737 5,5
  Festnetz-Anschlüsse 2.552 2.551 2.547 0,2 2.539 0,5
  Breitband-Kunden a 1.830 1.800 1,7 1.757 4,2 1.678 9,1
RUMÄNIEN Mobilfunk-Kunden 5.282 5.236 0,9 5.258 0,5 5.278 0,1
  Festnetz-Anschlüsse 1.803 1.823 (1,1) 1.865 (3,3) 1.922 (6,2)
  Breitband-Kunden a 1.117 1.124 (0,6) 1.134 (1,5) 1.142 (2,2)
UNGARN Mobilfunk-Kunden 5.306 5.298 0,2 5.293 0,2 5.390 (1,6)
  Festnetz-Anschlüsse 1.640 1.634 0,4 1.632 0,5 1.637 0,2
  Breitband-Kunden a 1.104 1.088 1,5 1.073 2,9 1.049 5,2
POLEN Mobilfunk-Kunden 10.609 10.509 1,0 10.454 1,5 10.251 3,5
  Festnetz-Anschlüsse 26 27 (3,7) 32 (18,8) 31 (16,1)
  Breitband-Kunden a 23 23 25 (8,0) 28 (17,9)
TSCHECHISCHE REPUBLIK Mobilfunk-Kunden 6.174 6.156 0,3 6.176 6.155 0,3
  Festnetz-Anschlüsse 248 220 12,7 197 25,9 146 69,9
  Breitband-Kunden a 208 189 10,1 176 18,2 153 35,9
KROATIEN Mobilfunk-Kunden 2.268 2.229 1,7 2.244 1,1 2.237 1,4
  Festnetz-Anschlüsse 952 959 (0,7) 967 (1,6) 986 (3,4)
  Breitband-Kunden a 621 620 0,2 624 (0,5) 624 (0,5)
SLOWAKEI Mobilfunk-Kunden 2.320 2.282 1,7 2.243 3,4 2.235 3,8
  Festnetz-Anschlüsse 859 860 (0,1) 858 0,1 855 0,5
  Breitband-Kunden a 532 525 1,3 516 3,1 498 6,8
ÖSTERREICH Mobilfunk-Kunden 6.441 6.071 6,1 5.702 13,0 4.984 29,2
ÜBRIGE b Mobilfunk-Kunden 3.323 3.419 (2,8) 3.490 (4,8) 3.420 (2,8)
  Festnetz-Anschlüsse 334 334 340 (1,8) 348 (4,0)
  Breitband-Kunden a 232 225 3,1 225 3,1 225 3,1
a Ab dem zweiten Quartal 2018 berichten wir Breitband-Kunden statt der bisher gezeigten, auf einer Technologie-Sicht basierenden Breitband-Anschlüsse Retail. Die Werte der Vorperioden wurden angepasst.
b „Übrige“ enthält die Landesgesellschaften in Albanien, Mazedonien und Montenegro sowie die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Die Märkte unseres Segments waren auch im ersten Halbjahr 2018 weiterhin durch einen intensiven Wettbewerb geprägt. Dieser Herausforderung haben wir uns erfolgreich gestellt: So erzielten wir u. a. einen deutlichen Anstieg von 21,1 % bei den FMC-Kunden (Fixed Mobile Convergence), z. B. mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio „MagentaOne“. Auch unser TV- und Breitband-Geschäft entwickelt sich als Umsatztreiber kontinuierlich weiter, auch dank des umfangreichen Ausbaus unseres Netzes mit modernen Glasfaser-basierten Anschlüssen (FTTH, FTTB und FTTC). Folglich erhöhte sich die Anzahl der IP-Anschlüsse, v. a. durch Migration klassischer PSTN-Anschlüsse auf IP-Technologie. Unser Mobilfunk-Geschäft wächst insgesamt sowohl bei der Zahl der werthaltigen Vertragskunden als auch bei den Prepaid-Kunden gegenüber dem Vorjahresendwert.

Mobilfunk

Am Ende des ersten Halbjahres 2018 zählten wir insgesamt 49,9 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresendwert 2017 entspricht dies einem leichten Plus von 2,1 % oder 1,0 Mio. Kunden. Bei den Vertragskunden setzte sich der Wachstumstrend auch im zweiten Quartal ungebremst fort. So gewannen wir zum 30. Juni 2018 insgesamt 539 Tsd. neue Kunden (ein Anstieg von 2,1 %), was insbesondere zurückzuführen war auf die positive Kundenentwicklung bei unseren Landesgesellschaften in Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik und Ungarn. Damit lag der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand weiterhin stabil bei 52,2 %. Neben unseren innovativen Diensten/Tarifen profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer größeren Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 30. Juni 2018 in den Ländern unseres operativen Segments bereits 96 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 108 Mio. Einwohner. Bedingt durch den massiven Datenverkehr, z. B. durch die Nutzung von Video-Streaming-Diensten, ist die Nachfrage der Kunden nach Datenvolumen stark gestiegen. Auch beim Prepaid-Geschäft stehen die Zeichen auf Wachstum: Im ersten Halbjahr 2018 erzielten wir ein Plus von 2,2 % oder 506 Tsd. Kunden. Dazu beigetragen haben insbesondere unsere Landesgesellschaften in Österreich und Griechenland.

Festnetz

Unser TV- und Entertainment-Angebot zeigte im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Jahresendwert 2017 weiterhin Wachstumsimpulse bei der Kundenzahl von 1,2 %; im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr belief sich der Kundenanstieg auf 3,3 %. Dabei entfiel ein Großteil der Nettozuwächse in Höhe von 137 Tsd. Kunden auf unsere Landesgesellschaften in Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Griechenland. Der TV-Markt ist in den Ländern unseres Segments hart umkämpft; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. „OTT-Player“, die TV-Dienste anbieten.

Die Anzahl der Breitband-Kunden stieg zum 30. Juni 2018 um 2,5 % auf insgesamt 5,7 Mio. Der Großteil des Nettozuwachses entfiel auf die gute Entwicklung bei unseren Landesgesellschaften in Griechenland, der Tschechischen Republik und Ungarn, die verstärkt in zukunftsweisende Glasfaser-basierte Technologien investieren. Die Abdeckung der Haushalte mit Glasfaser konnten wir insgesamt weiter erhöhen: Zum 30. Juni 2018 lag die Anzahl der Haushalte bei 6,8 Mio.

Dass wir auf einem guten Weg sind, zeigt sich auch an dem immer größer werdenden Anteil der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten Festnetz-Anschlüssen: Ende Juni 2018 erzielten wir einen Anteil von 74,1 %. Insgesamt stabilisierte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment Europa mit 8,4 Mio. auf dem Niveau des Jahresendwerts 2017.

FMC – Fixed Mobile Convergence

Unser konvergentes Produkt-Portfolio „MagentaOne“ erfreut sich in all unseren integrierten Landesgesellschaften weiterhin großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erzielten wir bis zum 30. Juni 2018 einen Bestand von 2,7 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem deutlichen Zuwachs von 21,1 % gegenüber dem Jahresendwert. Allein im zweiten Quartal gewannen wir 229 Tsd. Neukunden hinzu. Gestützt wird diese Entwicklung insbesondere durch unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien und Ungarn. Auch im Geschäftskundensegment vertreiben wir das Produkt „MagentaOne Business“ mit zunehmendem Erfolg.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

in Mio. €
  Q1 2018 Q2 2018 Q2 2017 Veränderung in % H1 2018 H1 2017 Veränderung in % Gesamtjahr 2017
GESAMTZUMSATZ a   2.811 2.896 2.860 1,3 5.707 5.641 1,2 11.589
Griechenland   686 711 693 2,6 1.397 1.383 1,0 2.846
Rumänien   226 238 236 0,8 464 466 (0,4) 972
Ungarn   443 488 454 7,5 931 869 7,1 1.808
Polen a   375 368 378 (2,6) 743 742 0,1 1.509
Tschechische Republik   254 258 248 4,0 512 485 5,6 1.011
Kroatien   222 233 231 0,9 456 455 0,2 955
Slowakei   181 185 185 366 368 (0,5) 748
Österreich   218 214 215 (0,5) 432 443 (2,5) 900
Übrige b   253 250 268 (6,7) 502 528 (4,9) 1.069
Betriebsergebnis                  
(EBIT)   345 357 357 702 681 3,1 462
EBIT-Marge % 12,3 12,3 12,5   12,3 12,1   4,0
Abschreibungen   (559) (550) (557) 1,3 (1.109) (1.110) 0,1 (3.157)
EBITDA   905 907 913 (0,7) 1.812 1.791 1,2 3.619
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (7) (46) (33) (39,4) (52) (45) (15,6) (130)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) a   911 953 947 0,6 1.864 1.836 1,5 3.749
Griechenland   280 279 273 2,2 559 539 3,7 1.135
Rumänien   33 37 39 (5,1) 70 76 (7,9) 166
Ungarn   121 143 141 1,4 264 250 5,6 545
Polen a   96 101 125 (19,2) 197 224 (12,1) 419
Tschechische Republik   111 107 100 7,0 219 200 9,5 406
Kroatien   85 98 96 2,1 184 180 2,2 386
Slowakei   80 78 81 (3,7) 158 158 315
Österreich   76 68 69 (1,4) 144 158 (8,9) 266
Übrige b   28 42 23 82,6 69 50 38,0 110
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 32,4 32,9 33,1   32,7 32,5   32,3
CASH CAPEX   (438) (398) (403) 1,2 (836) (878) 4,8 (1.874)
Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a Seit dem 1. September 2017 wird das Geschäft der T-Systems Polska Sp. z o.o., das bis dahin organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa ausgewiesen. Die Werte aus Vorperioden wurden nicht angepasst.
b „Übrige“ enthält die Landesgesellschaften in Albanien, Mazedonien und Montenegro sowie IWS (International Wholesale), bestehend aus der ICSS (International Carrier Sales & Solutions) und ihren Landesgesellschaften, GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Gesamtumsatz von 5,7 Mrd. €, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 1,2 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz leicht um 0,8 %. Die verpflichtende Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zum 1. Januar 2018 hatte auf die Entwicklung der Umsatzerlöse auf Segmentebene keinen wesentlichen Einfluss.

Der Geschäftskundenbereich – im Wesentlichen getrieben durch die gute Entwicklung des ICT-Geschäfts in Ungarn – setzte sein Wachstum auch im zweiten Quartal erfolgreich fort. Auch die Umsätze im Mobilfunk-Geschäft erhöhten sich leicht gegenüber der Vorjahresperiode. Die meisten Länder unseres operativen Segments trugen zu dieser Entwicklung bei. Die Festnetz-Umsätze auf Segmentebene reduzierten sich insgesamt gegenüber der Vorjahresperiode: Der positive Umsatzeffekt aus dem TV- und Breitband-Geschäft, v. a. in Ungarn, wurde durch das rückläufige Wholesale-Geschäft aufgezehrt. Die hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten sowie geringere EU-Roaming-Entgelte wirkten sich in einigen Ländern unseres operativen Segments negativ auf unsere Umsätze aus.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 2,0 %. Der wesentliche Treiber hierbei war das Mobilfunk-Geschäft. Auch das Festnetz-Geschäft erzielte durch die Entwicklung im TV- und Breitband-Geschäft dank unseres innovativen TV- und Programm-Managements einen positiven Umsatzbeitrag. Zusätzlich wirkte sich neben höheren Endgeräteumsätzen auch ein starker Anstieg bei den FMC-Kunden umsatzsteigernd aus. Somit konnten wir die negativen Effekte aus dem Umsatzrückgang, v. a. bei der Sprachtelefonie, ausgleichen.

Im Geschäftskundenbereich, insbesondere bei ICT, schlossen wir das erste Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 3,7 % ab. Einen großen Anteil daran hat das stark wachsende ICT-Geschäft in Ungarn. Zusätzlich dazu überzeugten v. a. unsere Smart City-Projekte als Teil der IoT-Umsätze. Einen positiven Umsatzbeitrag erzielte auch unser Kerngeschäft im Mobilfunk-Bereich mit leicht erhöhten Geschäftskundenzahlen gegenüber der Vergleichsperiode.

Die Umsätze im Wholesale-Bereich reduzierten sich gegenüber dem Halbjahr des Vorjahres. Teilweise ist dies zurückzuführen auf geringere Umsätze in einigen Landesgesellschaften sowie auf das internationale Wholesale-Geschäft, das sich aufgrund der letzten Regulierungsstufe im EU-Roaming rückläufig entwickelte.

Die größten positiven Effekte auf die organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten im ersten Halbjahr 2018 unsere Landesgesellschaften in Ungarn und Griechenland. Dadurch konnten wir sinkende Umsätze insbesondere in Österreich und Polen mehr als ausgleichen.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein bereinigtes EBITDA von 1,9 Mrd. €; das entspricht einem Anstieg von 1,5 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, stieg das bereinigte EBITDA um 1,2 %. Die verpflichtende Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zum 1. Januar 2018 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des bereinigten EBITDA.

Die positive Entwicklung des bereinigten organischen EBITDA basierte neben dem Umsatzanstieg auch auf Einsparungen bei den indirekten Kosten u. a. bedingt durch geringere Personalkosten in Griechenland. Im Gegensatz dazu stiegen bei den direkten Kosten die Marktinvestitionen sowie die Kosten für das B2B/ICT-Geschäft. Zudem reduzierten Regulierungseffekte, z. B. die Reduktion der EU-Roaming-Entgelte, das bereinigte EBITDA.

Unser EBITDA entwickelte sich wie schon im ersten Quartal 2018 positiv; gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichneten wir einen Anstieg um 1,2 % auf 1,8 Mrd. €. Grund dafür war im Wesentlichen der Anstieg des bereinigten EBITDA. Aus den Sondereinflüssen resultierte kein wesentlicher Effekt auf das EBITDA. Organisch betrachtet stieg das EBITDA um 0,8 %.

Aus Länderperspektive war das gestiegene bereinigte EBITDA in erster Linie auf die positiven Entwicklungen in unseren Landesgesellschaften in Griechenland, der Tschechischen Republik und Ungarn zurückzuführen. Gegenteilige Entwicklungen zeigten v. a. die Landesgesellschaften in Polen, Österreich und Rumänien. Bei Letztgenannter lag aufgrund des rückläufigen Festnetz-Geschäfts das bereinigte EBITDA mit 70 Mio. € um 7,9 % unter dem des Vorjahreszeitraums. Der Umsatz des ersten Halbjahres 2018 lag mit 464 Mio. € auf Vorjahresniveau.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. In Griechenland lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 mit 1,4 Mrd. € um 1,0 % leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Hierzu haben neben höheren Umsätzen im Mobilfunk-Geschäft auch die weiterhin hohen Festnetz-Umsätze beigetragen: Während das Breitband- und B2B/ICT-Geschäft weiter auf Wachstumskurs blieben, verzeichneten wir im TV-Geschäft Umsatzrückgänge. Bei unseren Kunden kam auch das FMC-Angebot sehr gut an; das zeigen steigende Kundenzahlen und entsprechende Umsätze.

Im ersten Halbjahr 2018 lag das bereinigte EBITDA in Griechenland mit 559 Mio. € deutlich mit einem Plus von 3,7 % über dem Vorjahreszeitraum. Hierzu hat auch eine höhere Kosteneffizienz, insbesondere bei den Personalkosten, beigetragen.

Ungarn. In Ungarn stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich um 7,1 % auf 931 Mio. €; organisch nahm er um 8,8 % zu. Wachstumstreiber war – neben gestiegenen Service-Umsätzen im Mobilfunk-Geschäft – das Festnetz-Geschäft mit einem weiterhin deutlichen Umsatzplus im Geschäftskundenbereich B2B/ICT. Ebenfalls steuerte das Breitband-, TV- und Endgeräte-Geschäft einen positiven Umsatzimpuls bei. Unser FMC-Angebot „MagentaOne“ ist sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden erfolgreich. Das zeigen steigende Kundenzahlen und entsprechend steigende Umsätze. Dank unseres schnellen Mobilfunknetzes mit seiner hohen Reichweite entwickelten sich auch die Service-Umsätze und das Endgerätegeschäft positiv.

Das bereinigte EBITDA stieg umsatzgetrieben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,6 % und lag somit bei 264 Mio. €. Dies wirkte sich auch auf das organisch bereinigte EBITDA aus, welches um 7,4 % anstieg.

Österreich. In Österreich erzielten wir im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 432 Mio. €; das sind 2,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist der Rückgang hauptsächlich auf einen hohen positiven Einmaleffekt im Vorjahreszeitraum im Bereich der Sprachtelefonie. Ohne dessen Berücksichtigung wäre die Umsatzentwicklung stabil. Um dem wachsenden Bedarf an Breitband-Internet-Zugang zu entsprechen, wird sich die Landesgesellschaft durch die Übernahme des Kabel- und Festnetzes von UPC Austria zu einem integrierten Herausforderer mit einer Mobilfunk- und Festnetz-Infrastruktur entwickeln. Neben den Breitband-Internet-Diensten auf Mobilfunk-Basis, die wir bereits erfolgreich an unsere Kunden vermarkten, können wir demnächst auch Festnetz-Technologie anbieten.

Die Effekte aus dem Umsatzrückgang schlugen sich auch im bereinigten EBITDA nieder, das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,9 % auf 144 Mio. € sank. Ohne Berücksichtigung des genannten Einmaleffekts wäre die Entwicklung des bereinigten EBITDA nur leicht rückläufig.

Polen. In Polen lagen die Umsätze mit 743 Mio. € stabil auf dem Niveau des Vorjahres; organisch betrachtet lagen sie um 1,0 % darunter. Höheren Umsätzen im B2B/ICT-Geschäft standen geringere Umsätze im Mobilfunk-Geschäft gegenüber.

Das bereinigte EBITDA lag mit 197 Mio. € um 12,1 % unter der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet sank das bereinigte EBITDA um 12,8 %. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus höheren Interconnection- und regulierungsbedingt höheren Roaming-Kosten.

EBIT

In unserem operativen Segment Europa stieg das EBIT im ersten Halbjahr 2018 deutlich um 3,1 % auf 702 Mio. €. Ursächlich hierfür war die positive EBITDA-Entwicklung. Die Abschreibungen lagen mit 1,1 Mrd. € auf Vorjahresniveau.

Cash Capex

In der Berichtsperiode wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex in Höhe von 836 Mio. € aus. Der Rückgang um 4,8 % ist im Wesentlichen auf verhaltenere Investitionen in den meisten unserer Landesgesellschaften zurückzuführen. Andererseits investierten wir in einzelnen Ländern im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie verstärkt in den Ausbau von Breitband- und Glasfaser-Technologie. Im ersten Halbjahr 2018 erwarben wir in geringem Umfang – wie auch im Vorjahreszeitraum – Spektrumlizenzen.