Ertragslage des Konzerns

Seit dem 1. Januar 2018 kommen die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ und IFRS 9 „Financial Instruments“ zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns wird nicht wesentlich durch die Anwendung dieser Standards beeinflusst.

Aufgrund von IFRS 15 kommt ein geändertes Modell für die Erlösermittlung und -erfassung zur Anwendung. Die neuen Regelungen entfalten in unseren operativen Segmenten abhängig von den jeweils zugrunde gelegten Geschäftsmodellen unterschiedliche Wirkung und heben sich überwiegend gegenseitig auf. So zeigt die Fortschreibung der aktivierten Vertragsvermögenswerte in unserem operativen Segment Deutschland, wo der Verkauf subventionierter Endgeräte im Zusammenhang mit dem Abschluss von Service-Verträgen weiterhin üblich ist, eine leicht umsatzmindernde Wirkung. In unserem operativen Segment USA, wo den Kunden v. a. Ratenzahlungs- oder Leasing-Modelle angeboten werden, zeigt sich ein leicht positiver EBITDA-Effekt aus der Aktivierung von Kundengewinnungskosten und deren Verteilung über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer.

Für eine detailliertere Darstellung der Neubewertungs- und Reklassifizierungseffekte verweisen wir auf den Abschnitt „Rechnungslegung“ im Konzern-Zwischenabschluss.

Umsatz

Im ersten Quartal 2018 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 17,9 Mrd. €, der mit einem Rückgang von 0,7 Mrd. € um 3,9 % unter dem Niveau des Vergleichszeitraums lag. Zu diesem Rückgang trugen maßgeblich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro bei. Ohne Berücksichtigung der negativen Währungskurseffekte in Höhe von insgesamt 1,2 Mrd. € sowie leicht negativen Konsolidierungskreiseffekten entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 0,5 Mrd. € bzw. 3,1 % positiv.

In unserem operativen Segment USA entwickelten sich die Umsätze währungskursbereinigt mit einem Anstieg von 8,7 % deutlich positiv, was insbesondere auf höhere Service-Umsätze aufgrund des anhaltenden Kundenwachstums durch die erfolgreichen
„Un-carrier“-Initiativen von T-Mobile US sowie den Erfolg der Marke „MetroPCS“ zurückzuführen ist. Ebenso stiegen die Endgeräteumsätze, u. a. aufgrund höherer durchschnittlicher Erlöse pro verkauftem Endgerät, an. In unserem Heimatmarkt Deutschland entwickelten sich die Umsätze mit minus 1,3 % leicht negativ. Ohne Berücksichtigung von IFRS 15 lag der Gesamtumsatz auf einem im Vorjahresvergleich stabilen Niveau. Dabei verzeichneten wir im Mobilfunk-Geschäft einen leichten Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum. Einen positiven Effekt auf den Umsatz im Festnetz hatten die höheren IT- und Breitband-Umsätze. Diese konnten jedoch die gegenüber 2017 leicht geringeren Umsätze im Festnetz-Geschäft nicht vollständig kompensieren. In unserem operativen Segment Europa lagen die Umsätze mit 1,1 % leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums, die sich währungskursbereinigt auf dem Niveau des Vorjahresquartals stabilisierten. Positiv wirkten sich ein deutlicher Umsatzanstieg im Geschäftskundenbereich B2B/ICT und die ebenfalls positive Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft aus. Die hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten, geringere EU-Roaming-Entgelte sowie die insgesamt rückläufigen Festnetz-Umsätze wirkten negativ. Der positive Umsatzeffekt aus dem TV- und Breitband-Geschäft wurde durch das rückläufige Wholesale-Geschäft aufgezehrt. In unserem operativen Segment Systemgeschäft lag der Umsatz um 2,3 % unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Dies resultierte in erster Linie aus dem Umsatzrückgang im klassischen IT-Geschäft. Hier verzeichneten wir insbesondere im internationalen Großkundenbereich einen Umsatzrückgang. Positiv entwickelten sich dagegen die Umsätze in unserem Telekommunikationsgeschäft und in unseren strategischen Wachstumsfeldern. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development reduzierte sich im ersten Quartal 2018 gegenüber der Vorjahresperiode um 11,3 %, was im Wesentlichen auf die entfallenen Umsatzbeiträge durch die Entkonsolidierung der Strato zum 31. März 2017 zurückzuführen ist. Daneben entwickelten sich die Umsätze bei T-Mobile Netherlands u. a. aufgrund geringerer EU-Roaming-Gebühren und nationaler Terminierungsentgelte leicht rückläufig.

Detailliertere Angaben zur Umsatzentwicklung unserer Segmente können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz
in Mio. €
  Q1 2018 Q1 2017 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2017
KONZERNUMSATZ 17.924 18.646 (722) (3,9) 74.947
Deutschland a 5.325 5.397 (72) (1,3) 21.931
USA 8.455 8.982 (527) (5,9) 35.736
Europa 2.811 2.781 30 1,1 11.589
Systemgeschäft 1.665 1.704 (39) (2,3) 6.918
Group Development 528 595 (67) (11,3) 2.263
Group Headquarters & Group Services a 651 735 (84) (11,4) 2.935
Intersegmentumsatz (1.511) (1.547) 36 2,3 (6.425)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.
Grafik: Regionale Umsatzverteilung
Grafik: Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

a Für nähere Informationen zum Außenumsatz verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 47,2 % unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich der Anteil am Konzernumsatz, v. a. aufgrund der negativen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, um 1,0 Prozentpunkte. Folglich verringerte sich auch die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz von 67,3 % auf 66,6 %.

EBITDA, BEREINIGTES EBITDA

Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2018 ein gegenüber dem Vergleichszeitraum stabiles bereinigtes EBITDA von 5,5 Mrd. €; dabei wirkten negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 0,3 Mrd. € belastend. Ohne deren Berücksichtigung entwickelte sich das bereinigte EBITDA mit 0,3 Mrd. € bzw. 6,6 % positiv. Währungskursbereinigt entwickelte sich das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments USA deutlich positiv, was insbesondere auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist. Auch unsere operativen Segmente Deutschland und Europa entwickelten sich positiv. Das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft war rückläufig, was insbesondere aus höheren Kosten für den Aufbau der strategischen Wachstumsfelder im Digitization-Geschäft sowie aus Margenverlusten im klassischen IT-Geschäft resultierte. In unserem operativen Segment Group Development reduzierte sich das bereinigte EBITDA insbesondere aufgrund der entfallenen Ergebnisbeiträge aus der Entkonsolidierung der Strato im ersten Quartal 2017.

Unser EBITDA verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,7 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Dabei verringerten sich die im Saldo negativen Sondereinflüsse um 0,7 Mrd. € auf minus 0,3 Mrd. €. Dieser Rückgang ist überwiegend auf den in der Vergleichsperiode enthaltenen Ertrag aus der Entkonsolidierung der mit Ablauf des 31. März 2017 veräußerten Strato in Höhe von 0,5 Mrd. € zurückzuführen. Zudem lagen die Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,3 Mrd. € um 0,2 Mrd. € über den Aufwendungen des Vergleichszeitraums.

Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ entnommen werden.

Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt
in Mio. €
  Q1 2018 Q1 2017 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2017
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 5.549 5.550 (1) 0,0 22.230
Deutschland a 2.082 2.055 27 1,3 8.412
USA 2.332 2.386 (54) (2,3) 9.316
Europa 911 889 22 2,5 3.749
Systemgeschäft 57 96 (39) (40,6) 509
Group Development 231 238 (7) (2,9) 915
Group Headquarters & Group Services a (70) (113) 43 38,1 (661)
Überleitung 5 (1) 6 n. a. (11)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

EBIT

Das EBIT des Konzerns lag bei 2,2 Mrd. € und war damit 0,6 Mrd. € niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ursachen für diese Veränderung sind im Wesentlichen die beim EBITDA beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen bei 3,1 Mrd. € und damit leicht unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal 2017 um 1,0 Mrd. € auf 1,8 Mrd. €. Begründet ist dieser deutliche Anstieg durch das um 1,6 Mrd. € verbesserte Finanzergebnis von minus 0,4 Mrd. €. Dies resultierte insbesondere aus der in der Vorjahresperiode erfolgswirksam erfassten Wertminderung unseres Anteils an BT in Höhe von 0,7 Mrd. €. Unseren Anteil an BT haben wir im März 2018 als Planvermögen an den Deutsche Telekom Trust e. V. zur Besicherung unserer Pensionsverpflichtungen dotiert. Wertentwicklungen unseres Anteils erfassen wir seit dem ersten Quartal 2018 nicht mehr erfolgswirksam im Finanzergebnis sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital. Zukünftige Dividendenerträge aus dem Anteil an BT werden ebenfalls nicht mehr im Finanzergebnis erfasst. Unser Zinsergebnis verbesserte sich um 0,2 Mrd. €. Im ersten Quartal 2018 belasteten negative Bewertungseffekte aus der Ausübung und Bewertung eingebetteter Derivate der T-Mobile US – im Wesentlichen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Ablösung externer Finanzverbindlichkeiten – das Finanzergebnis in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. €. In der Vergleichsperiode war das Finanzergebnis in diesem Zusammenhang in Höhe von 0,6 Mrd. € belastet.

KONZERNÜBERSCHUSS

Der Konzernüberschuss erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Der Steueraufwand betrug im ersten Quartal 2018 0,5 Mrd. € und erhöhte sich somit um 0,6 Mrd. € gegenüber der Vergleichsperiode. Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im Konzern-Zwischenabschluss. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. €, im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA.

Mitarbeiter

Anzahl der Mitarbeiter (am Stichtag)
  31.03.2018 31.12.2017 Veränderung in %
ANZAHL MITARBEITER
KONZERN
216.926 217.349 (0,2)
davon: Beamte
(Inland, aktives
Dienstverhältnis)
15.077 15.482 (2,6)
Deutschland a 64.695 64.798 (0,2)
USA 45.119 45.888 (1,7)
Europa 47.986 47.421 1,2
Systemgeschäft 37.963 37.924 0,1
Group Development 1.971 1.967 0,2
Group Headquarters & Group Services a 19.192 19.351 (0,8)
a Seit dem 1. Januar 2018 wird die Vivento Customer Services GmbH, Anbieter von Call Center-Dienstleistungen, unserem operativen Segment Deutschland zugeordnet; zuvor war sie in unserem Segment Group Headquarters & Group Services integriert. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2017 um 0,2 %. Die Zahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment Deutschland verringerte sich zum Ende des ersten Quartals 2018 um 0,2 %. Gründe dafür waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, ein reduzierter Einstellungsverlauf in operativen Bereichen und die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank zum 31. März 2018 um 1,7 % gegenüber dem 31. Dezember 2017, v. a. aufgrund der Reduzierung von Personal zur Kundenakquisition. In unserem operativen Segment Europa stieg die Mitarbeiterzahl verglichen mit dem Vorjahresende um 1,2 %. Dazu beigetragen haben u. a. unsere Landesgesellschaften in Kroatien, Ungarn und Rumänien. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft stieg gegenüber dem Jahresende 2017 leicht, im Wesentlichen bedingt durch Einstellungen im Bereich Digitization. Im operativen Segment Group Development blieb die Mitarbeiterzahl weitestgehend stabil. Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Jahresende 2017 um 0,8 %. Der Rückgang der Mitarbeiterzahl durch den weiteren Personalumbau bei Vivento wurde teilweise durch die Zunahme von Personal im Bereich Technologie und Innovation kompensiert.