Deutschland

Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss.

Kundenentwicklung

in Tsd.
  31.03.2018 31.12.2017 Veränderung
31.03.2018/
31.12.2017
in %
31.03.2017 Veränderung
31.03.2018/
31.12.2017
in %
Mobilfunk-Kunden 42.730 43.125 (0,9) 42.114 1,5
Vertragskunden 25.102 25.887 (3,0) 25.270 (0,7)
Prepaid-Kunden 17.628 17.238 2,3 16.844 4,7
Festnetz-Anschlüsse a 19.149 19.239 (0,5) 19.648 (2,5)
davon: IP-basiert Retail 12.843 11.996 7,1 9.801 31,0
Breitband-Anschlüsse Retail b 13.357 13.209 1,1 12.989 2,8
davon: Glasfaser 6.232 5.803 7,4 4.693 32,8
TV (IPTV, Sat) 3.193 3.139 1,7 2.955 8,1
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 5.846 6.138 (4,8) 6.952 (15,9)
Breitband-Anschlüsse Wholesale 5.993 5.638 6,3 4.701 27,5
davon: Glasfaser 4.135 3.783 9,3 2.887 43,2
a Aufgrund der Berücksichtigung von neu eingeführten Produkten im Bereich Geschäftskunden hat sich der Anfangsbestand zum 1. Januar 2018 erhöht (plus 62 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
b Aufgrund der Berücksichtigung von neu eingeführten Produkten im Bereich Geschäftskunden hat sich der Anfangsbestand zum 1. Januar 2018 erhöht (plus 53 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität – in Festnetz und Mobilfunk – sowie einem breiten Produkt-Portfolio. Für unser integriertes Produkt „MagentaEins“ konnten wir bisher 3,8 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk-Bereich verloren wir im ersten Quartal 2018 insgesamt 395 Tsd. Kunden gegenüber dem Jahresende 2017. Dies ist im Wesentlichen auf die saisonalen Geschäftsschwankungen bei einem unserer Service Provider zurückzuführen. Die Anzahl der eigenen Vertragskunden unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen gesteigert werden. Auch im Bereich der Prepaid-Kunden konnten wir einen Zuwachs verzeichnen.

Zum Ende des ersten Quartals 2018 konnten wir bereits 18,5 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 73 %.

Nach wie vor gab es eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten: Die Anzahl der Anschlüsse stieg bis zum Ende des ersten Quartals 2018 auf insgesamt 10,4 Mio. In den ersten drei Monaten 2018 haben wir somit in Deutschland 781 Tsd. Anschlüsse an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.

Mobilfunk

Im ersten Quartal 2018 gewannen wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ sowie bei unserer Telekom Deutschland Multibrand GmbH insgesamt 76 Tsd. Kunden hinzu. Im Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) ist die Anzahl der Mobilfunk-Kunden im Wesentlichen durch die saisonalen Geschäftsschwankungen bei einem unserer Service Provider gesunken. Die Zahl der Prepaid-Kunden stieg um 390 Tsd. Kunden.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So stieg die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse unter Berücksichtigung von seit Jahresbeginn 2018 neu eingeführten Produkten im Geschäftskundenbereich im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Jahresende 2017 um 148 Tsd. und die Anzahl unserer TV-Kunden um 54 Tsd. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 152 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir, vorwiegend im ländlichen Raum, bislang 386 Tsd. Kunden gewinnen.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir bis zum Ende des ersten Quartals 2018 insgesamt 228 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Wholesale

Zum Ende des ersten Quartals 2018 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 34,9 % um 2,8 Prozentpunkte über dem Jahresende 2017. Ursache für das verstärkte Wachstum war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 292 Tsd. bzw. 4,8 %. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Bis zum Ende des ersten Quartals 2018 konnten wir insgesamt 11,8 Mio. Anschlüsse verzeichnen.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

in Mio. €
    Q1 2018 Q1 2017 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2017
GESAMTUMSATZ   5.325 5.397 (72) (1,3) 21.931
Privatkunden   2.813 2.918 (105) (3,6) 11.797
Geschäftskunden a   1.491 1.465 26 1,8 6.017
Wholesale   932 926 6 0,6 3.747
Sonstiges a   90 88 2 2,3 370
Betriebsergebnis            
(EBIT)   935 1.071 (136) (12,7) 4.276
EBIT-Marge % 17,6 19,8     19,5
Abschreibungen   (980) (935) (45) (4,8) (3.828)
EBITDA   1.915 2.006 (91) (4,5) 8.104
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (167) (49) (118) n. a. (308)
EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE)   2.082 2.055 27 1,3 8.412
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 39,1 38,1     38,4
CASH CAPEX   (1.145) (1.005) (140) (13,9) (4.214)
a Aufgrund einer Reorganisation wurde zum 1. Juli 2017 ein bis dahin unter „Sonstiges“ ausgewiesener Umsatzanteil dem Geschäftskundenbereich zugeordnet. Die Werte aus Vorperioden wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 %. Ohne die Berücksichtigung von IFRS 15, dem ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend neu anzuwendenden Rechnungslegungsstandard, lag der Gesamtumsatz auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau. Im Mobilfunk-Geschäft verzeichneten wir einen Rückgang um 3,3 % bzw. ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 einen leichten Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017. Einen positiven Effekt auf den Umsatz im Festnetz hatten die höheren IT- und Breitband-Umsätze. Diese konnten jedoch die gegenüber 2017 um 0,9 % geringeren Umsätze im Festnetz-Geschäft nicht vollständig kompensieren.

Im Privatkundenbereich sank der Umsatz, verglichen mit dem Vorjahresquartal, um 3,6 % bzw. ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 nur leicht. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetz-Geschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 3,7 %.

Im Geschäftskundenbereich wuchs der Umsatz um 1,8 % bzw. ohne Berücksichtigung von IFRS 15 noch etwas stärker. Gegenüber dem Vorjahresquartal legte der Mobilfunk-Bereich um 4,7 % und die IT-Umsätze um 13,2 % zu. Im Gegensatz dazu ging im Festnetz die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich stieg im ersten Quartal 2018 um 0,6 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Umsätze bei unserem Kontingentmodell. Ohne die Berücksichtigung von IFRS 15 wäre der Umsatz noch deutlicher angestiegen.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das EBITDA belief sich im ersten Quartal 2018 auf 1,9 Mrd. €, ein Rückgang von 4,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf höhere Sondereinflüsse durch die Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA betrug im Berichtsquartal 2,1 Mrd. € und stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 %. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist von 38,1 % im ersten Quartal 2017 auf 39,1 % im Berichtsquartal gestiegen.

EBIT

Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,7 % auf 0,9 Mrd. €. Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der anhaltend hohen Investitionen in unsere Netzinfrastruktur um 4,8 %.

Cash Capex

Der Cash Capex ist verglichen mit dem ersten Quartal 2017 um 13,9 % gestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.