Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Berichtsjahres wieder etwas belebt. Grund für diese positive Entwicklung ist neben der stabilen Produktion in den meisten Industrieländern v. a. die konjunkturelle Verbesserung in den Schwellenländern. So geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner Prognose vom Januar 2017 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2016 um 4,1 % und in den Industrieländern um 1,6 % gewachsen ist.

In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften 2016 überwiegend positiv entwickelt. Das BIP in Deutschland erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %, v. a. nach wie vor gestützt vom privaten Konsum. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2016 mit 6,1 % auf niedrigem Niveau. Die US-Wirtschaft wuchs im Berichtsjahr 2016 um 1,6 %. Die Arbeitslosenquote lag Ende des Jahres 2016 mit 4,9 % auf dem niedrigsten Niveau seit neun Jahren. In nahezu allen Ländern unseres operativen Segments Europa entwickelten sich die BIP-Wachstumsraten auch 2016 positiv. Die Volkswirtschaften profitierten weiterhin von einem steigenden Binnenkonsum und der stabilen Nachfrage, in erster Linie aus der Eurozone. Griechenland befindet sich immer noch im Umbruch und konnte im Gesamtjahr 2016 nur teilweise am gesamteuropäischen Wachstum partizipieren; seit dem zweiten Halbjahr gab es jedoch mit einem leichten Wachstumsplus Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung.

Die Lage an den nationalen Arbeitsmärkten in unserem operativen Segment Europa hat sich in den meisten Ländern dank des positiven Wirtschaftswachstums weiter verbessert. Jedoch verzeichnen einige Länder, wie Griechenland und Kroatien, nach wie vor eine hohe strukturelle Arbeitslosigkeit. Die Rezession der letzten Jahre und die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten haben die Arbeitsmarktsituation in Griechenland geschwächt. Die Arbeitsmärkte in Polen und der Slowakei haben sich 2016 erholt; jedoch sind in beiden Ländern die Arbeitslosenquoten bei Erwerbsfähigen höheren Alters und aus dem ländlichen Raum weiterhin hoch.

Hohe strukturelle Arbeitslosenquoten führen bei den Betroffenen zu einer Verringerung der Kaufkraft und beeinflussen ihre Zahlungsbereitschaft. So haben Kunden ihr Nachfrageverhalten zum Teil angepasst. Neben der langfristigen Arbeitslosigkeit wirkten sich auch die Sparmaßnahmen öffentlicher Auftraggeber und die geringe Investitionsneigung nachteilig auf die Nachfrage nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen aus. In einigen Ländern hatte der hohe Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge, dass Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten oder neu eingeführt wurden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und der Arbeitslosenquoten in unseren wichtigsten Märkten.

Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2014 bis 2016
in %
  BIP 2014
 gegenüber 2013
BIP 2015
 gegenüber 2014
Schätzung
BIP 2016
gegenüber 2015
Arbeitslosen-
quote 2014
Arbeitslosen-
quote 2015
Schätzung Arbeitslosen-
quote 2016
Deutschland 1,6 1,7 1,8 6,7 6,4 6,1
USA 2,4 2,6 1,6 6,2 5,3 4,9
Griechenland 0,7 (0,2) 0,1 26,5 25,0 23,4
Rumänien 3,1 3,8 4,8 5,2 5,1 4,8
Ungarn 3,7 2,9 2,0 7,5 6,7 5,0
Polen 3,3 3,6 3,1 12,3 10,5 9,0
Tschechische Republik 2,7 4,5 2,5 7,7 6,5 5,5
Kroatien (0,4) 1,6 2,4 19,3 17,1 15,0
Niederlande 1,4 2,0 2,1 9,0 8,7 7,3
Slowakei 2,5 3,6 3,3 13,2 11,5 9,7
Österreich 0,6 1,0 1,5 5,6 5,7 6,1
Großbritannien 3,1 2,2 2,0 6,2 5,3 4,9
 
Quellen: Bloomberg Consensus, Consensus Economics, Oxford Economics; Stand Januar 2017.