Erwartungen der operativen Segmente

Deutschland

Aktuell arbeiten wir in unserem operativen Segment Deutschland an einem umfassenden Transformationsprogramm und wollen dieses bis Ende 2018 weitgehend abschließen. Es ist unser Ziel, unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland durch innovative und wettbewerbsfähige Angebote zu sichern.

Zum 1. Januar 2017 ändert sich die Organisationsstruktur des operativen Segments Deutschland. Die Steuerung der DFMG (Deutsche Funkturm) wird vom operativen Segment Deutschland an das neu geschaffene operative Segment Group Development übergeben.

Im Festnetz wollen wir mit glasfaserbasierten Produkten unsere Kunden begeistern. Den Weg dafür ebnen wir mit unserer integrierten Netzstrategie: Wir bauen ein IP-basiertes Netz mit hohen Übertragungsbandbreiten, um unseren Kunden zukünftig wettbewerbsfähige Highspeed-Anschlüsse anzubieten, z. B. indem wir unser VDSL-Netz auf die Vectoring-Technologie umstellen. Zusätzlich investieren wir massiv, um auch im ländlichen Raum eine höhere Abdeckung und noch mehr Geschwindigkeit zu bieten. Dazu setzen wir auch innovative Produkte ein – wie unseren Hybrid-Router, der die Übertragungsbandbreiten von Festnetz und Mobilfunk kombiniert und damit deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht. 9

Als erster Anbieter in Deutschland hatten wir 2014 mit „MagentaEins“ ein umfassendes und integriertes Festnetz-/Mobilfunk-Angebot (FMC) am Markt eingeführt. Diese Produktfamilie haben wir stetig erweitert, z. B. um ein FMC-Angebot speziell für unsere Geschäftskunden. Besonderes Augenmerk legen wir bei unseren Angeboten auf hohe Qualität und eine einfache Tarifstruktur. Mit unserer Mehrmarkenstrategie im Mobilfunk sprechen wir zudem das gesamte Kundenspektrum an – vom Smart Shopper bis hin zum Premiumkunden.

Am Wachstum im TV-Markt wollen wir überproportional partizipieren. Dafür investieren wir in unsere IPTV-Plattform und gewinnen durch attraktive Inhalte und Services neue Kunden. Im Rahmen unserer Strategie für IPTV bieten wir unseren Wholesale-Partnern sowie der Wohnungswirtschaft passende TV-Angebote an.

Sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz wollen wir in Deutschland Marktführer hinsichtlich Umsatz bleiben. Weil der Bedarf unserer Kunden an Bandbreite stetig wächst, planen wir weiterhin umfassend in breitbandige Netze, in innovative Produkte und in den Kunden-Service zu investieren. Unser Erfolg gibt uns dabei Recht: Unsere Breitband-Umsätze wachsen kontinuierlich und auch die Kundenzufriedenheit entwickelt sich erfreulich. Diese beiden positiven Trends wollen wir festigen. Das Thema „Fortschritt durch Digitalisierung“ wird dabei ein Treiber dieser Entwicklung sein.

Insgesamt dürfte sich der Umsatz in unserem operativen Segment Deutschland 2017 stabilisieren – trotz der starken Regulierungseffekte im Kerngeschäft. Des Weiteren gehen wir von deutlich steigenden Breitband-, TV-Umsätzen und IP-Angeboten sowie Wachstum im Geschäftskundenbereich aus. Der positive Trend im IT- und Cloud-Geschäft sollte sich fortsetzen und die anhaltend negative Entwicklung in der Festnetztelefonie und bei den SMS-Textnachrichten kompensieren. Unser Glasfaser-Angebot wollen wir weiter ausbauen, u. a. durch Geschäftsmodelle mit Vorleistungsprodukten wie dem Kontingentmodell und durch weitere Kooperationen, z. B. in der Wohnungswirtschaft. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit Partnern neue Dienste für unsere Kunden bereitstellen.

Für 2018 gehen wir gegenüber dem Vorjahr von einem leichten Umsatzwachstum aus. Unsere Marktführerschaft im Mobilfunk und Breitband wollen wir weiter sichern. Dank unserer hervorragenden Netzqualität und dem voranschreitenden Glasfaser-Ausbau erwarten wir eine höhere Nachfrage nach Mobilfunk- und Breitband-Produkten sowie ein deutliches Wachstum bei Breitband-, TV-, IP-, Highspeed- und Hybrid-Anschlüssen. Unsere Kunden möchten wir weiterhin mit integrierten Angeboten („MagentaEins“) und digitalen Produkten und Service-Erlebnissen begeistern. Unsere Umsätze aus IT bzw. den technischen Service-Leistungen sollen diesen Trend stützen. Darüber hinaus wollen wir das Smart Home-Geschäft vorantreiben und weitere M2M- und Security-Leistungen anbieten. Einen fortwährenden Wachstumstrend sehen wir im Cloud Umfeld. Im Bereich Wholesale sollen sich – dank der hohen Nachfrage nach unserem Kontingentmodell – die Umsätze stabilisieren.

Für das Jahr 2017 und 2018 gehen wir in unserem operativen Segment Deutschland von einem leichten Anstieg des bereinigten EBITDA aus. Zudem erwarten wir eine stetige Margenverbesserung. Dazu beitragen dürften die Entwicklung der Umsätze sowie Einsparungen bei den indirekten Kosten, v. a. aus dem Abbau von Querschnittsfunktionen sowie einem Anstieg der Produktivität. Für die kommenden beiden Jahre prognostizieren wir auf Basis der zum 1. Januar 2017 geänderten Konzernstruktur eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 39 %.

Unsere Weichen stehen auf Innovation und Wachstum: Während wir die Investitionen in neue Technologien in Zukunft mit noch mehr Kraft vorantreiben, reduzieren wir jene in Alttechnologien. So soll unser Investitionsschwerpunkt in den kommenden Jahren auf unserer Netzinfrastruktur und unserem Mobilfunknetz (z. B. FTTC, Super Vectoring, FTTH, 4 x 4 MIMO, 5G) liegen. Gleichzeitig wollen wir unser Glasfaserkabelnetz inkl. des Nahbereichs ausbauen wie z. B. durch die Initiative „Mehr Breitband für Deutschland“. Wir wollen an Förderprogrammen teilnehmen – wie z. B. am Bundesförderprogramm für Breitband-Ausbau – und die effiziente IP- und BNG-Migration fortsetzen. Daher erwarten wir für 2017 einen Anstieg des Cash Capex und 2018 dann einen leichten Rückgang. Die Fortschritte in unserem Investitionsprogramm sollen unsere Investitionen in den Folgejahren sinken lassen.

USA

Auch 2017 wird T-Mobile US ihr im Rahmen der „Uncarrier“-Initiativen gegebenes Wertversprechen, auf dem US-amerikanischen Markt das werthaltigste Kundenerlebnis zu bieten, weiter einlösen. Einer der Eckpfeiler dieses Wertversprechens ist die Schaffung eines echten Mehrwerts für die Kunden in allen Segmenten. Dazu sollen die aus Kundensicht bestehenden Verbesserungspotenziale realisiert sowie qualitativ hochwertige 4G/LTE-Dienste angeboten werden. Letzteres soll durch eine starke Position im mittleren Frequenzband, in wichtigen Ballungszentren ergänzt durch Spektrum im Niedrigband, sowie ein landesweites LTE-Netz der vierten Generation erreicht werden. Darüber hinaus zielen die „Uncarrier“-Initiativen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese an die Gesellschaft zu binden. Um das werthaltigste Kundenerlebnis im Mobilfunk zu schaffen, werden den Kunden zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt genau die Endgeräte angeboten, die sie auch benötigen. Weiterhin sind die zur Verfügung stehenden Tarife einfach, preisgünstig und sehen keine unnötigen Einschränkungen vor.

T-Mobile US geht für 2017 bei den eigenen Postpaid-Kunden von einem anhaltenden starken Zuwachs und für 2018 von einem weiteren Anstieg aus. Bei den eigenen Prepaid-Kunden gehen wir für 2017 und 2018 von einem weiteren Anstieg aus. Wettbewerbsdruck und unvorhergesehene Veränderungen in der Mobilfunk-Branche in den USA könnten sich jedoch erheblich auf die erwarteten Möglichkeiten auswirken, eigene Postpaid- und Prepaid-Kunden zu gewinnen und zu binden.

T-Mobile US geht für 2017 von einem starken Anstieg des Gesamtumsatzes in lokaler Währung sowie von einem weiteren Anstieg für 2018 aus. Wir erwarten, dass die Umsätze positiv von der Dynamik des weiteren Kundenwachstums beeinflusst werden.

Beim bereinigten EBITDA erwartet T-Mobile US – in lokaler Währung – auch in den Jahren 2017 und 2018 einen Anstieg. Vor dem Hintergrund des starken Kundenzuwachses im vergangenen Jahr wird das Umsatzwachstum voraussichtlich über dem Anstieg der Aufwendungen liegen. Darüber hinaus setzt T-Mobile US weiterhin den Schwerpunkt auf Kosteneinsparungen.

Weitere Netzinvestitionen und höhere Marketing-Aufwendungen für die Marke T-Mobile US werden voraussichtlich das bereinigte EBITDA belasten. Der Wettbewerbsdruck könnte sich ebenfalls auf die zu erwartenden Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung auswirken. Wechselkursschwankungen könnten Umsatz und bereinigtes EBITDA auf Euro-Basis in den Jahren 2017 und 2018 beeinflussen.

Ohne Investitionen in Spektrum geht T-Mobile US im Zuge des fortgesetzten Ausbaus des 4G/LTE-Netzes 2017 und darüber hinaus von einem erhöhten Cash Capex in lokaler Währung aus.

EUROPA

Zum 1. Januar 2017 ändert sich die Organisationsstruktur des operativen Segments Europa. Zum einen haben wir die operative Steuerung über die Landesgesellschaft in den Niederlanden an das operative Segment Group Development übertragen. Zum anderen verantwortet das neue Vorstandsressort Technologie und Innovation, über das innerhalb des Segments Group Headquarters & Group Services berichtet wird, nun die Bereiche GNF (Global Network Factory), Group Technology sowie die Gesellschaften der Pan-Net.

In einigen Ländern unseres operativen Segments Europa bleiben die Marktbedingungen schwierig. Unsere starke Marktstellung wollen wir dennoch verteidigen bzw. weiter ausbauen. Bei unseren integrierten Gesellschaften arbeiten wir je nach Marktposition daran, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu festigen, oder wir nutzen unsere starke Stellung im Festnetz, um durch konvergente Angebote das Mobilfunk-Geschäft zu stärken. Unsere Gesellschaften, die überwiegend im Mobilfunk-Geschäft tätig sind, wollen wir konsequent zu integrierten Unternehmen weiterentwickeln.

Auf unserem Weg zum führenden europäischen Telekommunikationsanbieter setzen wir auch in den kommenden beiden Jahren auf die Technologieführerschaft: Mit dem sog. „paneuropäischen All IP-Netzwerk“ (Pan-Net) hat die Deutsche Telekom ein vereinfachtes, standardisiertes Netzwerk aufgebaut, um effizient innovative Dienste zentral für alle Länder produzieren zu können. Voraussetzung dafür ist, dass alle unsere Landesgesellschaften auf IP migriert werden; mit Ungarn hat zum Jahresende 2016 die fünfte Landesgesellschaft unseres operativen Segments Europa nahezu diese Migration abgeschlossen. 9

Unsere Kunden sollen zudem von kürzeren Markteinführungszeiten bei neuen und innovativen Services profitieren. Zum Ende des Berichtsjahres wurde Pan-Net operativ gestartet. Künftig sind wir also in der Lage, ein digitales Produkt-Portfolio zu kreieren, wie z. B. Applikationen zur einfachen und nahtlosen Konnektivität – und das überall, zu Hause und unterwegs. Zudem reichern wir unsere Kommunikationsdienste mit neuen innovativen Elementen an, z. B. mit modernen Messaging-, Sprach- sowie Video-Diensten.

Das Umsatzwachstum unserer TV- und Entertainment-Angebote hat sich im Berichtsjahr 2016 kontinuierlich fortgesetzt. Mit einer erfolgreichen Content- und Produkt-Kampagne wollen wir in Griechenland unsere starke Marktposition sichern, trotz der konjunkturell schwierigen Situation im Land. Auch in den kommenden beiden Jahren erwarten wir in unseren Landesgesellschaften weitere Umsatzsteigerungen im TV-Segment. Mit dem Aufbau eines stärkeren zentralen Content- und Produkt-Teams wurde 2016 eine wichtige Maßnahme zur zukünftigen Effizienz- und Wachstumssteigerung umgesetzt. Beispielsweise wird unser internationales Team zukünftig wichtige internationale Medienrechte verhandeln. Darüber hinaus soll die Produktenwicklung gebündelt werden, um schneller und kostengünstiger neue und zusätzliche Funktionen in unseren TV-Märkten zu implementieren. Zusätzlich wird ein stärkerer Fokus auf bestehende Kundenwünsche bei der Produktentwicklung gelegt. Dazu gehören z. B. eine verbesserte Präsentation unserer Inhalte über neue intuitivere Benutzeroberflächen und der einfache Zugriff auf alle relevanten TV-Inhalte unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät.

Mit unserer integrierten Netzstrategie wollen wir im Festnetz den Glasfaser-Ausbau weiter vorantreiben. In Griechenland setzen wir auf den Glasfaser-Ausbau bis hin zu den Kabelverzweigern, ab 2017 erweitert um die Vectoring-Technologie. In den anderen integrierten Gesellschaften investieren wir bereits seit mehreren Jahren in den FTTH-Ausbau und wollen dies in Kombination mit FTTC und Vectoring auch weiter tun. Unser Ziel für die integrierten Landesgesellschaften ist es, für 50 % der Haushalte FTTx mit bis zu 100 MBit/s bereitzustellen.

Auch im Mobilfunk wollen wir den Wunsch unserer Kunden nach mehr Bandbreite erfüllen. Darum planen wir, uns auch in den kommenden Jahren an weiteren Spektrumauktionen zu beteiligen. Unsere Investitionen im Mobilfunk haben zwei Schwerpunkte: den Ausbau der LTE-Reichweite und die Implementierung von LTE-Advanced-Technologie zur Steigerung der Netzkapazität. Damit werden höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von über 300 MBit/s ermöglicht. 2016 konnten wir in den Ländern unseres operativen Segments Europa bereits 84 % der Bevölkerung mit LTE versorgen und liegen damit bereits sehr gut im Plan. Bis 2018 wollen wir in weiteren Ländern eine Netzabdeckung zwischen 75 und 95 % erreichen. Mit 5G rückt der nächste Mobilfunk-Standard in greifbare Nähe: Erste Tests mit dem 5G-Vorläufer LTE Advanced pro (4,5G) wurden in Österreich, Kroatien, Griechenland und Polen bereits erfolgreich abgeschlossen.

Bei Geschäftskunden konnten wir unser Angebot mit unseren leistungsstarken ICT- und Cloud-Services weiter ausbauen. Insbesondere unsere Marke „MagentaOne Business“ wurde erfolgreich in den europäischen Landesgesellschaften positioniert und mit signifikantem Erfolg vermarktet. Auch in Zukunft wird dieses Angebot konvergenter Produkte aus Festnetz, Mobilfunk und Cloud-Applikationen im Mittelpunkt stehen. Dies bietet zusätzlichen Kundennutzen hinsichtlich Sicherheit und intelligenter Zusammenarbeit insbesondere zur Unterstützung der Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Zusätzlich wird unsere im laufenden Geschäftsjahr erfolgreich begonnene Positionierung zur ICT- und M2M/IoT-Vernetzung intensiviert. Dies wird zunehmend und gezielt Smart Cities-Initiativen in mittel- und ost-/südosteuropäischen Kommunen unterstützen. 11

Wir erwarten in den nächsten beiden Jahren in unserem operativen Segment Europa mehr Kunden zu gewinnen; dazu soll auch die erfolgreiche Einführung der Konvergenzmarke „MagentaOne“ beitragen. In der Folge rechnen wir 2017 und 2018 mit Anstiegen bei der Anzahl der TV- und Breitband-Anschlüsse. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden dürfte 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen. Zurückzuführen ist dies v. a. auf die von der rumänischen Regulierungsbehörde für 2017 geplante Prepaid-Registrierungsvorschrift – ohne diese neue Vorschrift wäre die Anzahl der Mobilfunkkunden 2017 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich stabil. 2018 dürfte die Zahl der Mobilfunk-Kunden dann wieder steigen. Die Sprachtelefonie im Festnetz dürfte zunehmend durch die Substitution von Mobilfunk ersetzt werden; dies dürfte auch in den kommenden beiden Jahren das Festnetz-Geschäft negativ beeinflussen. Daher erwarten wir für 2017 einen stabilen Verlauf und für 2018 einen Rückgang bei den Festnetz-Anschlüssen.

Änderungen in der Gesetzgebung, wie für Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme können unsere Umsätze und Ergebnisse in den kommenden beiden Jahre negativ beeinflussen. Wie im Vorjahr könnte sich die fiskalpolitische Entwicklung in Griechenland negativ auf unseren Umsatz, unser Ergebnis und damit unser Investitionspotenzial in dieser Landesgesellschaft auswirken. Zudem können auch Wechselkursänderungen Einfluss auf unsere Ergebnisse auf Euro-Basis haben.

Diese Annahmen und Parameter zugrunde gelegt, erwarten wir für unser operatives Segment Europa im Jahr 2017 – auf vergleichbarer Basis, d. h. die Pro-forma-Zahlen für 2016 zugrunde gelegt – einen leichten Rückgang bei den Umsätzen. Dabei sind konstante Wechselkurse sowie bestimmte Annahmen zur Regulierung, zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen und eine unveränderte Organisationsstruktur zugrunde gelegt. Im Jahr 2018 gehen wir von einer Stabilisierung der Umsätze aus. Wie beschrieben wollen wir unsere Investitionen in unsere integrierten Netze für 2017 und 2018 auf einem hohen Niveau halten – der Cash Capex wird sich daher stabil entwickeln.

Die hohe Wettbewerbsintensität auf den Märkten unseres operativen Segments bringt möglicherweise Margenverluste mit sich. Um dafür gewappnet zu sein, wollen wir unsere Produktivität erhöhen und die indirekten Kosten senken. Wir gehen davon aus, dass das bereinigte EBITDA 2017 rund 3,7 Mrd. € betragen und damit leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Für 2018 rechnen wir mit einem leichten Anstieg.

SYSTEMGESCHÄFT

Im Einklang mit unserer Konzernstrategie wollen wir „führend bei Geschäftskunden“ sein. Im Rahmen unseres Veränderungsprogramms der letzten Jahre haben wir unsere operative Organisation in drei Divisionen aufgeteilt: die IT-Division und die TC-Division, die die klassischen IT- und Telekommunikationsdienstleistungen verantworten, sowie die Digital Division mit klarem Fokus auf die neuen Wachstumsfelder, wie Digitale Transformation und Internet der Dinge. Darüber hinaus haben wir 2016 den Aufbau des Bereichs Telekom Security abgeschlossen, der zum 1. Januar 2017 an den Start ging und mit dem wir die Marktführerschaft im Bereich Cyber Security anstreben. Auch wenn wir die strukturellen Maßnahmen unseres Veränderungsprogramms weitgehend abgeschlossen haben, befinden wir uns weiterhin in einer Phase der Transformation.

Wir gehören zur Spitzengruppe der Anbieter auf dem europäischen IT-Markt. Dabei ist unsere sehr hohe Kundenzufriedenheit ein wichtiger Baustein, um uns dauerhaft auf dem europäischen IT-Markt zu etablieren, und bringt uns unserem Ziel näher, bis 2018 die Nr. 1 beim Cloud Computing zu werden.

Der Kostendruck bleibt hoch. Dennoch wollen wir mit klassischen IT-Dienstleistungen, Systemintegration und Outsourcing profitabel wachsen. Dazu kommt: In immer mehr Geschäftsfeldern differenzieren wir uns erfolgreich von unseren Wettbewerbern. Unseren Vorsprung in der digitalen Wirtschaft bauen wir weiter aus und setzen dazu verstärkt auf Plattformgeschäft und Skalierbarkeit. Partnerschaften sind das Kernelement unserer Wachstumsstrategie. Mit dem Ausbau unserer Netze bieten wir internationale, integrierte Konnektivität und können mit neuen Geschäftsmodellen den digitalen Wandel von Schlüsselbranchen gestalten. So gibt es neue Angebote bei unseren Cloud Services und ein umfassendes Cloud-Portfolio. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir ein Cloud-Ökosystem geschaffen, das technisch führende Produkte von weltweit operierenden Marktführern und Spezialanbietern auf unseren Plattformen vereint. Zudem haben wir die dynamischen Dienste erweitert: Kunden können Infrastruktur, SAP-Anwendungen und vieles mehr nach Bedarf buchen und nach Verbrauch zahlen. Inzwischen vermarkten mehr als 50 Partnerunternehmen gemeinsam mit uns ihre Produkte. Die entsprechenden Leistungen werden von unseren hochsicheren Rechenzentren wie dem in Magdeburg/Biere bezogen. Magdeburg/Biere ist eines der wenigen Rechenzentren weltweit, in dem konkurrierende Cloud-Anbieter aus einem Rechenzentrum heraus ihre Services anbieten – ein klarer Wettbewerbsvorteil für uns.

Bei Geschäftskunden wollen wir mit Telekommunikation international wachsen. Auf dem Weg zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa konzentrieren wir uns auf Kunden in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien: In diesen Ländern baut unsere TC-Division den Vertrieb aus und erweitert unser Angebot um innovative Services wie Managed LAN, Unified Communications und IP-VPN. International überzeugen wollen wir zudem mit einheitlichen Angeboten, neuen Produkten und wettbewerbsfähigen Preisen. Dafür bieten All IP-Migration und Cloud Services beste Chancen.

Zum 1. Januar 2017 haben wir unsere Konzernstruktur geändert. Hauptgrund dafür war die Verlagerung der Telekom IT von unserem operativen Segment Systemgeschäft zum Segment Group Headquarters & Group Services. Insgesamt rechnen wir für das operative Segment Systemgeschäft 2017 aufgrund der anhaltenden Transformation – auf vergleichbarer Basis, d. h. die Pro-forma-Zahlen für 2016 zugrunde gelegt – mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einem bereinigten EBITDA von etwa 0,5 Mrd. € sowie einem Anstieg im Auftragseingang. Für das Jahr 2018 erwarten wir einen Anstieg beim Auftragseingang und beim Umsatz auf Segmentebene sowie aufgrund einer Profitabilitätssteigerung einen Anstieg des bereinigten EBITDA gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.

GROUP DEVELOPMENT

Zum 1. Januar 2017 haben wir das operative Segment Group Development geschaffen. Hier erwarten wir 2017 sowie 2018 einen stabilen Umsatzverlauf. Das bereinigte EBITDA wird sich 2017 voraussichtlich stabil entwickeln und bei rund 0,9 Mrd. € liegen. Auch für 2018 gehen wir von einer stabilen Entwicklung des bereinigten EBITDA aus. Der weiterhin herausfordernden Wettbewerbssituation in den Niederlanden begegnen wir mit einer neuen Strategie, die zu einer Stabilisierung des in 2016 noch rückläufigen EBITDA Trends führen soll. Kernbestandteile dieser Strategie sind die Repositionierung der Kernmarke „T-Mobile“ und ein effizienteres Kostenmanagement. Zudem wurde im Dezember 2016 der Erwerb der Vodafone Festnetzsparte in den Niederlanden vollzogen. Dies ermöglicht uns einen Eintritt in den Markt für Festnetz- und Konvergenzprodukte, wird aber auch beträchtliche Integrationsarbeiten mit sich bringen.

Ein Anstieg der Netz-Investitionen wird 2017 voraussichtlich die Strategieumsetzung bei T-Mobile Netherlands unterstützen. Bei der DFMG rechnen wir für die kommenden Jahre ebenfalls mit wachsenden Investitionen, v. a. durch den weiteren Ausbau des Mobilfunk-Netzes der Telekom Deutschland. Nach den hohen Investitionen in den Niederlanden 2017 dürften die Investitionen im Folgejahr sinken.

GROUP HEADQUARTERS & GROUP SERVICES

In den Group Headquarters & Group Services wollen wir 2017 und 2018 unsere Kostensenkungsmaßnahmen fortsetzen und unsere Prozesse und Strukturen weiter optimieren. Die daraus erzielten Einsparungen ermöglichen einerseits Leistungen kostengünstiger an die Segmente anzubieten und andererseits zur Ergebnisverbesserung beizutragen. Aufgrund der Neuschaffung unseres Vorstandsbereichs Technologie und Innovation zum 1. Januar 2017, in dem wir übergreifende Netz-, Innovations- und IT-Aufgaben unseres Konzerns zusammenfassen, werden aus unserem operativen Segment Europa die Bereiche Global Network Factory, Group Technology und Pan-Net sowie aus unserem operativen Segment Systemgeschäft die Telekom IT in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. Der Vorstandsbereich Technologie und Innovation wird 2017 und 2018 voraussichtlich durch anhaltende Aufwände für die IT-Entwicklung in Deutschland sowie zusätzlichen Aufwand und weitere Investitionen für die Entwicklung innovativer Geschäftsideen geprägt sein. Dazu kommt der weitere Aufbau zentraler Produktionsplattformen im Rahmen unseres europaweiten Pan-Net-Programms. Diese Aufwände werden teilweise kompensiert durch Synergien beim Aufbau des neuen Vorstandsbereichs sowie durch positive Ergebnisbeiträge im Zusammenhang mit unseren Strukturmaßnahmen.

1 Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie „antizipieren“, „annehmen“, „glauben“, „einschätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „können/könnten“, „planen“, „anstreben“, „sollten“, „werden“, „wollen“ und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, EBIT, EBITDA, bereinigtes EBITDA, ROCE, Cash Capex und Free Cashflow. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ im zusammengefassten Lagebericht, und im „Haftungsausschluss“ am Ende des Geschäftsberichts, beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der zukünftigen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.