Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)
in Mio. €
  31.12.2016 Veränderung 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Aktiva            
Kurzfristige Vermögenswerte 26 638 (5 546) 32 184 29 798 21 963 15 019
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 747 850 6 897 7 523 7 970 4 026
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 362 124 9 238 10 454 7 712 6 417
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 372 (6 550) 6 922 5 878 1 033 90
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 9 157 30 9 127 5 943 5 248 4 486
Langfristige Vermögenswerte 121 847 10 111 111 736 99 562 96 185 92 923
Immaterielle Vermögenswerte 60 599 3 574 57 025 51 565 45 967 41 847
Sachanlagen 46 758 2 121 44 637 39 616 37 427 37 407
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 725 (97) 822 617 6 167 6 726
Übrige langfristige Vermögenswerte 13 765 4 513 9 252 7 764 6 624 6 943
Bilanzsumme 148 485 4 565 143 920 129 360 118 148 107 942
Passiva            
Kurzfristige Schulden 33 126 (422) 33 548 28 198 22 496 22 995
Finanzielle Verbindlichkeiten 14 422 (17) 14 439 10 558 7 891 9 260
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 10 441 (649) 11 090 9 681 7 259 6 445
Kurzfristige Rückstellungen 3 068 (299) 3 367 3 517 3 120 2 885
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 194 190 4 6 113 9
Übrige kurzfristige Schulden 5 001 353 4 648 4 436 4 113 4 396
Langfristige Schulden 76 514 4 292 72 222 67 096 63 589 54 416
Finanzielle Verbindlichkeiten 50 228 2 287 47 941 44 669 43 708 35 354
Langfristige Rückstellungen 11 771 765 11 006 10 838 9 077 9 169
Übrige langfristige Schulden 14 515 1 240 13 275 11 589 10 804 9 893
Eigenkapital 38 845 695 38 150 34 066 32 063 30 531
Bilanzsumme 148 485 4 565 143 920 129 360 118 148 107 942
Grafik: Konzern-Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 4,6 Mrd. €. Dabei erhöhte sich die Aktivseite in erster Linie durch den Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Hiervon waren allein 4,1 Mrd. € auf Zugänge von Mobilfunk-Lizenzen zurückzuführen. Die Aktivseite vermindernd wirkte sich die erfolgswirksam erfasste Wertminderung unseres Anteils an der BT in Höhe von 2,2 Mrd. € aus. Auf der Passivseite ließen v. a. die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten unsere Bilanzsumme wachsen.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mrd. €. Detailinformationen zu dieser Veränderung sind der „Konzern-Kapitalflussrechnung“ und Angabe 30 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Grafik: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erhöhten sich um 0,1 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. Insbesondere die gewachsene Kundenbasis infolge der erfolgreichen „Uncarrier“-Initiativen von T-Mobile US wirkte sich erhöhend auf das Forderungsniveau aus. Erhöhend wirkten ebenfalls Währungskurseffekte v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. In Zusammenhang mit im Berichtszeitraum abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich dagegen der Forderungsbestand.

Der Rückgang des Buchwerts der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 6,6 Mrd. € auf 0,4 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus dem am 29. Januar 2016 vollzogenen Verkauf unserer Anteile am Joint Venture EE. Dieser wirkte sich in Höhe von 5,8 Mrd. € buchwertmindernd aus. In diesem Zusammenhang wirkten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,2 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ebenfalls buchwertmindernd. Darüber hinaus wurde im März 2016 die im dritten Quartal 2015 zwischen T-Mobile US und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US abgeschlossen. Dies verminderte den Buchwert um weitere 0,6 Mrd. €. Gegenläufig erhöhte eine im dritten Quartal 2016 zwischen T-Mobile US und einem Wettbewerber vereinbarte Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen, ebenfalls zur Verbesserung der Mobilfunknetz-Abdeckung der T-Mobile US, den Buchwert um 0,1 Mrd. €. Im Dezember 2016 haben wir mit der United Internet AG vereinbart, unseren Hosting-Dienstleister Strato zu verkaufen. Dies erhöhte den Buchwert um 0,1 Mrd. €. Den Vollzug der Transaktion erwarten wir im ersten Halbjahr 2017.

In den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten waren zum 31. Dezember 2016 folgende wesentliche Effekte enthalten: Der Buchwert der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierte sich leicht um 0,1 Mrd. € auf 5,7 Mrd. €. Den Buchwert reduzierten bereits im ersten Halbjahr 2016 fällig gewordene US-amerikanische Staatsanleihen im Volumen von 2,8 Mrd. €. Erhöhend wirkte sich eine im zweiten Quartal 2016 hinterlegte rückerstattungsfähige Barsicherheit im Zusammenhang mit einem möglichen Erwerb von Vermögenswerten in den USA in Höhe von rund 2,1 Mrd. € aus. Die Vorräte verringerten sich um 0,2 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €, v. a. aufgrund eines zum Abschluss-Stichtag geringeren Bestands an Endgeräten (v. a. höherpreisigen Smartphones).

Grafik: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 5,7 Mrd. € auf insgesamt 107,4 Mrd. € erhöht.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 3,6 Mrd. € auf 60,6 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 7,5 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. Zugänge bei T-Mobile US, die überwiegend aus mit Wettbewerbern in Höhe von insgesamt 1,4 Mrd. € vollzogenen Transaktionen über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen stammen. Weiterhin resultierten Zugänge aus Erwerben von Mobilfunk-Lizenzen durch T-Mobile US in 2016 für insgesamt rund 1,7 Mrd. € sowie durch T-Mobile Polska für rund 1,0 Mrd. €. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte in Höhe von 1,1 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Einen buchwertmindernden Effekt hatten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. €, Wertminderung auf Goodwill in Höhe von 0,5 Mrd. €, v. a. in den Niederlanden, sowie vorgenommene Reklassifizierungen von Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen von 0,5 Mrd. €.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 2,1 Mrd. € auf 46,8 Mrd. €. Zugänge von 11,4 Mrd. €, in erster Linie in den operativen Segmenten USA und Deutschland, erhöhten den Buchwert. Hierin enthalten sind auch 1,5 Mrd. € für Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte. Diese stehen im Zusammenhang mit dem bei T-Mobile US im Juni 2015 eingeführten Geschäftsmodell JUMP! On Demand, bei dem Kunden das Endgerät nicht mehr kaufen, sondern mieten. Ebenfalls erhöhten Währungskurseffekte den Buchwert um 0,5 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Planmäßige Abschreibungen wirkten in Höhe von 8,6 Mrd. € und Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € buchwertmindernd. Ebenfalls vermindernd wirkten Abgänge von 0,9 Mrd. €.

Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte stiegen um 4,4 Mrd. € auf 7,9 Mrd. €. Für unsere veräußerten Anteile am Joint Venture EE erhielten wir im Gegenzug neben einer Barkomponente insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT; dieser Zugang wirkte sich mit 7,4 Mrd. € buchwerterhöhend aus. Zum 31. Dezember 2016 wurde auf diesen börsengehandelten Unternehmensanteil eine erfolgswirksame Wertminderung in Höhe von 2,2 Mrd. € erfasst. Weiterhin reduzierten vorzeitige Auflösungen von Zinsderivaten mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,6 Mrd. € den Buchwert. Die Ausgleichszahlung wurde in Höhe von 0,3 Mrd. € im Cashflow aus Geschäftstätigkeit und in Höhe von 0,3 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erfasst.

Grafik: Finanzielle Verbindlichkeiten

Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 2,3 Mrd. € auf insgesamt 64,7 Mrd. € erhöht.

Im März 2016 platzierten wir bei institutionellen Investoren Euro-Anleihen über insgesamt 4,5 Mrd. €: Eine 4-jährige variabel verzinsliche Anleihe mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € und einem Aufschlag von 35 Basispunkten über dem 3-Monats-Euribor, eine 7-jährige festverzinsliche Anleihe mit einem Volumen von 1,75 Mrd. € und einem Kupon von 0,625 % sowie eine 12-jährige Anleihe mit einem Volumen von 1,5 Mrd. € und einem fixen Kupon von 1,5 %. Weiterhin platzierten wir im April 2016 eine weitere 5-jährige festverzinsliche Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd. € mit einem Koupon von 0,25 %. Darüber hinaus emittierten wir im Oktober 2016 eine festverzinsliche GBP-Anleihe mit 7-jähriger Laufzeit und einem Volumen von 300 Mio. GBP und einem Zinskupon von 1,25 %. Alle Anleihen wurden im Rahmen des Daueremissionsprogramms (Debt-Issuance-Programm) begeben.

Im September 2016 begaben wir bei institutionellen Investoren US-Dollar-Anleihen über 2,75 Mrd. US-$ (rund 2,5 Mrd. €): Eine 3-jährige variabel verzinsliche Anleihe mit einem Volumen von 250 Mio. US-$ wurde mit einem Aufschlag von 45 Basispunkten über US-Dollar-3-Monats-Libor, eine 3-jährige festverzinsliche Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. US-$ und einem Kupon von 1,5 %, eine 5-jährige Anleihe im Volumen von 1,0 Mrd. US-$ mit einem Kupon von 1,95 % sowie eine 7-jährige Anleihe im Volumen von 750 Mio. US-$ und einem Kupon von 2,485 % ausgegeben.

Sämtliche Anleihen wurden von der Deutschen Telekom International Finance B. V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG begeben. Die Emissionen sind Teil unserer allgemeinen Unternehmensfinanzierung.

Am 1. April 2016 hat T-Mobile US Senior Notes im Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. US-$ (rund 0,9 Mrd. €) begeben. Die Nettoerlöse aus dieser Emission sollen für den Erwerb von Spektrum im 700 MHz-A-Band sowie für andere Spektrumerwerbe verwendet werden.

In 2016 erfolgten Rückzahlungen von zwei US-Dollar-Bonds im Gesamtvolumen von 2,25 Mrd. US-$ (rund 2,0 Mrd. €), von Euro-Anleihen über insgesamt 0,9 Mrd. €, einer Anleihe in Schweizer Franken über 0,4 Mrd. CHF (rund 0,4 Mrd. €), von Commercial Paper in Höhe von 3,7 Mrd. € (netto) sowie von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,4 Mrd. € (netto). Ebenfalls den Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten mindernd wirkte der Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,1 Mrd. € (netto).

Um die Finanzierungskonditionen unserer Tochtergesellschaft T-Mobile US und damit auch des Konzerns zu optimieren, haben wir T-Mobile US im Dezember 2016 eine 3-jährige teilbesicherte Kreditlinie über 2,5 Mrd. US-$ sowie einen besicherten Kredit von 660 Mio. US-$ zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den bis Ende Mai 2017 laufenden befristeten Kreditzusagen über bis zu 4,0 Mrd. US-$, welche im März sowie April 2016 abgegeben wurden, stellte die Deutsche Telekom AG ihrer Tochtergesellschaft T-Mobile US zum Abschluss-Stichtag insgesamt einen Finanzierungsrahmen von über 7 Mrd. US-$ zur Verfügung. Die Finanzierungsmaßnahmen erhöhen nicht die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 10 „Finanzielle Verbindlichkeiten“ im Konzern-Anhang.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sanken im Vergleich zum Jahresende 2015 um 0,6 Mrd. € auf 10,4 Mrd. €. Grund dafür ist v. a. der Abbau von Verbindlichkeiten in unserem operativen Segment USA. Wechselkurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro wirkten sich gegenläufig aus.

Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) lagen mit 14,8 Mrd. € um 0,5 Mrd. € über Vorjahresniveau. Davon entfielen 8,5 Mrd. € (31. Dezember 2015: 8,0 Mrd. €) auf die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Der Anstieg bei den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen war u. a. auf die Berücksichtigung erfolgsneutraler versicherungsmathematischer Verluste von 0,7 Mrd. € (vor Steuern) sowie auf den laufenden Dienstzeitaufwand von 0,2 Mrd. € zurückzuführen. Im Berichtsjahr gezahlte Versorgungsleistungen von 0,3 Mrd. € sowie die Erhöhung unseres Planvermögens um 0,3 Mrd. € (Dotierung Contractual Trust Agreement) minderten dagegen die Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 6,4 Mrd. € leicht über dem Vorjahresniveau.

Die übrigen langfristigen Schulden erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd. € auf 14,5 Mrd. €. Darin enthalten sind u. a. die passiven latenten Steuern, die gegenüber dem Jahresende 2015 um 0,8 Mrd. € auf 10,0 Mrd. € zunahmen, u. a. durch Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 0,7 Mrd. € auf 38,8 Mrd. € an. Erhöhend wirkten dabei der Überschuss von 3,1 Mrd. €, ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mrd. € sowie im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen durchgeführte Kapitalerhöhungen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Zudem wurde im Zusammenhang mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche in Aktien zu tauschen, eine Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche von 1,0 Mrd. € durchgeführt. Dem entgegen standen Dividendenausschüttungen für das Geschäftsjahr 2015 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,5 Mrd. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Daneben wurden mit Vollzug des Verkaufs unserer Anteile am ehemaligen Joint Venture EE am 29. Januar 2016 die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne aus der Umrechnung von Britischem Pfund in Euro in Höhe von 0,9 Mrd. € erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Weiterhin wirkten sich versicherungsmathematische Verluste (nach Steuern) von 0,5 Mrd. € mindernd aus.

Netto-Finanzverbindlichkeiten
in Mio. €
  31.12.2016 Veränderung 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 14 422 (17) 14 439 10 558 7 891 9 260
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 50 228 2 287 47 941 44 669 43 708 35 354
Finanzielle Verbindlichkeiten 64 650 2 270 62 380 55 227 51 599 44 614
             
Zinsabgrenzungen (955) 59 (1 014) (1 097) (1 091) (903)
Sonstige (1 029) (172) (857) (1 038) (881) (754)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 62 666 2 157 60 509 53 092 49 627 42 957
             
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 747 850 6 897 7 523 7 970 4 026
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 10 (2 867) 2 877 289 310 27
Derivative finanzielle Vermögenswerte 2 379 (307) 2 686 1 343 771 1 287
Andere finanzielle Vermögenswerte 2 571 2 092 479 1 437 1 483 757
Netto-Finanzverbindlichkeiten 49 959 2 389 47 570 42 500 39 093 36 860
Grafik: Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Mrd. € auf 50,0 Mrd. €. Die dafür ursächlichen Effekte haben wir in der obigen Grafik dargestellt. Die sonstigen Effekte von 2,2 Mrd. € enthalten u. a. Verbindlichkeiten für die Anmietung von als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis klassifizierter Netzwerkausstattung im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA sowie Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten. Darüber hinaus sind in den sonstigen Effekten Finanzierungsformen enthalten, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden.

Nicht-bilanziertes Vermögen und sonstige Finanzierungsformen. Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich v. a. um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 33 „Leasing-Verhältnisse“ und auf Angabe 34 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Konzern-Anhang.

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2016 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 4,9 Mrd. € (31. Dezember 2015: 3,5 Mrd. €). Dies beinhaltet im Wesentlichen Aufstockungen bestehender Factoring-Vereinbarungen sowie neu abgeschlossene Factoring-Vereinbarungen in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungsmanagement genutzt.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Höhe von 0,2 Mrd. € (2015: 0,7 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. In der Folge weisen wir diese in der Bilanz unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus.

2016 haben wir in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. € im Wesentlichen im operativen Segment USA Netzwerkausstattung angemietet, die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz weisen wir dies folglich ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus, die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Finanz-Management. Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury.

Rating der Deutschen Telekom AG      
  Standard &
 Poor’s
Moody’s Fitch
Langfrist-Rating      
31.12.2012 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2013 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2014 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2015 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2016 BBB+ Baa1 BBB+
Kurzfrist-Rating A-2 P-2 F2
Ausblick stabil stabil stabil
Finanzielle Flexibilität            
    2016 2015 2014 2013 2012
Relative Verschuldung            
             
Netto-Finanzverbindlichkeiten   2,3 x 2,4 x 2,4 x 2,2 x 2,1 x
EBITDA (bereinigt um
 Sondereinflüsse)
           
Eigenkapitalquote  % 26,2 26,5 26,3 27,1 28,3

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Ein Bestandteil dieser Kennzahl sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die unser Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen verwendet.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)      
in Mio. €
  2016 2015 2014
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 15 533 14 997 13 393
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (Cash Capex) (10 958) (10 818) (9 534)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 364 367 281
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 4 939 4 546 4 140
       
Cashflow aus Investitionstätigkeit (13 608) (15 015) (10 761)
       
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (1 322) (876) (3 434)
Auswirkungen von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 250 267 323
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenenlangfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (3) 1 32
Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel 850 (626) (447)
       
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 747 6 897 7 523
Grafik: Veränderung der Zahlungsmittel

Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,5 Mrd. € auf 4,9 Mrd. €. Dabei erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 0,5 Mrd. €. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen stiegen um 0,1 Mrd. €.

Zum Anstieg des Cashflows aus Geschäftstätigkeit trug in erster Linie die positive Geschäftsentwicklung unseres operativen Segments USA bei. Im Berichtsjahr wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen in den operativen Segmenten USA und Deutschland abgeschlossen. Der Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit beträgt 0,8 Mrd. € und entspricht damit dem des Vorjahres. Einzahlungen aus der Auflösung bzw. Konditionenänderung von Zinsderivaten wirkten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,2 Mrd. € positiv aus. Positiv wirkte auch eine im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € niedrigere Auszahlung für Ertragsteuern. Negativ wirkte eine im Vorjahresvergleich um 0,2 Mrd. € niedrigere Dividendenzahlung des ehemaligen Joint Ventures EE auf die Entwicklung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit. Der erhaltenen Dividendenzahlung der BT in Höhe von 0,1 Mrd. € stehen in der Vergleichsperiode die erhaltenen Dividendenzahlungen der Scout24 Gruppe in entsprechender Höhe gegenüber. Zusätzlich wirkten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. € höhere Nettozinszahlungen negativ auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit aus.

Der gegenüber 2015 leicht gestiegene Cash Capex resultierte v. a. aus den operativen Segmenten Deutschland, Europa und USA. Die Auszahlungen stehen jeweils im Zusammenhang mit den im Rahmen des Netzausbaus und der Netzmodernisierung getätigten Investitionen. Zusätzliche Informationen sind Angabe 30 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang zu entnehmen.