Gesamtaussage des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2016

Bonn, den 14. Februar 2017

Erneut haben wir ein Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen – auch mit Blick auf unser mittelfristiges Ambitionsniveau. Unsere wichtigsten Unternehmensziele für 2016 haben wir erreicht und zum Teil sogar übertroffen: So lag das bereinigte EBITDA mit 21,4 Mrd. € leicht über unserem Erwartungswert von 21,2 Mrd. €. Zu verdanken ist dies in erster Linie der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in den USA. Unser Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) belief sich wie prognostiziert auf 4,9 Mrd. € – ein Wachstum von knapp 9 % gegenüber dem Vorjahr. Unser ROCE verbesserte sich im Vergleich zu 2015 um 0,9 Prozentpunkte. Grund dafür war v. a. der Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE an BT. Auch bedingt durch diesen Einmaleffekt lag unser ROCE mit einem Wert von 5,7 % höher als erwartet.

Wir haben unseren Konzernumsatz deutlich um 5,6 % auf 73,1 Mrd. € gesteigert. Wachstumsmotor war nach wie vor unser operatives Segment USA, das um 16,6 % gegenüber dem Vorjahr zulegte. Treiber war hier v. a. der starke Zuwachs an Mobilfunk-Neukunden um 8,2 Mio., insbesondere infolge der erfolgreichen „Uncarrier“-Initiativen der T-Mobile US.

Im Berichtsjahr lag unser Betriebsergebnis (EBIT) bei 9,2 Mrd. € und damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Hauptgrund dafür ist der Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE von rund 2,5 Mrd. €. Auch die unterjährig vollzogenen Tauschtransaktionen über Mobilfunk-Lizenzen in den USA und die Verkäufe von weiteren Teilen unseres Aktienpakets an der Scout24 AG beeinflussten die Entwicklung des EBIT positiv. Gegenläufig wirkten im Vergleich zu 2015 höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Goodwill) und Sachanlagen infolge unseres hohen Investitionsvolumens für den Auf- und Ausbau von Mobilfunknetzen und Festnetz-Infrastruktur sowie für die zukunftsweisende Umstellung auf das IP-Protokoll im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie. 9 Der Konzernüberschuss sank um rund 18 % auf 2,7 Mrd. €. Die erfolgswirksam erfasste Wertminderung unseres Anteils an BT in Höhe von 2,2 Mrd. € hat den im EBIT erfassten Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE zum größten Teil kompensiert.

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen von 47,6 Mrd. € auf 50,0 Mrd. € insbesondere durch den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum sowie weiterhin hohe Investitionen in den Netzausbau und die Netzmodernisierung in den USA, Deutschland und Europa.

Wie geplant, halten wir an unserer Ausschüttungsstrategie fest und schlagen der Hauptversammlung – vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen – eine Dividende von 0,60 € je dividendenberechtigte Aktie vor. Unser Versprechen – gegeben auf unserem Kapitalmarkttag im Februar 2015 –, unsere Aktionäre am relativen Wachstum des Free Cashflows zu beteiligen, setzen wir damit abermals um. Zudem erwägen wir, unseren Aktionären, wie schon in den Vorjahren, die Möglichkeit anzubieten, die Dividende wahlweise in bar zu erhalten oder in Aktien der Deutschen Telekom AG umzuwandeln.

Die Rahmenbedingungen, insbesondere auf den europäischen Telekommunikationsmärkten, bleiben herausfordernd: gesättigte Märkte, steigender Wettbewerbsdruck, hohe regulatorische Anforderungen – und als Folge davon weiterer Preisverfall. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, investieren wir weiter intensiv in die Basis unseres Erfolgs: in unsere Netze. 2016 haben wir Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 11,0 Mrd. € getätigt; damit liegen wir leicht über Vorjahresniveau. Unser Fokus lag im Festnetz-Bereich auf Investitionen in den Vectoring- und Glasfaser-Ausbau in Deutschland, in IPTV sowie in die weitere Umstellung auf ein IP-basiertes Netz. Im Mobilfunk haben wir in allen unseren operativen Segmenten in LTE investiert, die Netzabdeckung erhöht und die Kapazitäten dem steigenden Bedarf an schnellen Datenübertragungen angepasst. Auch 2016 verfügten wir über ein solides Rating und einen jederzeit ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt; dies hilft uns, die geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel steuern zu können und damit die Basis für weiteres Wachstum zu legen.

Positiv entwickelt hat sich die Zufriedenheit unserer Kunden. Im Berichtsjahr konnten wir den TRI*M-Index – als Maßzahl für die Loyalität unserer Kunden – erneut steigern. Auch unsere Mitarbeiterzufriedenheit ist weiterhin auf hohem Niveau. Die 2016 durchgeführten Befragungen bestätigten die guten Ergebnisse unserer letzten Mitarbeiterbefragung aus dem Jahr 2015. 8

Vor diesem Hintergrund bekräftigen wir unsere seit 2014 geltende strategische Grundausrichtung, führender europäischer Telekommunikationsanbieter werden zu wollen. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir auch 2016 konsequent an modernsten Netzen und Produkten gearbeitet, die unseren Kunden einen einfachen und komfortablen Zugang zur digitalen Welt ermöglichen, und sehen uns weiterhin als treibende Kraft für ein modernes und wettbewerbsfähiges digitales Europa. 9