USA

Kundenentwicklung

Grafik: Kundenentwicklung USA
in Tsd.
  31.12.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung
 in %
31.12.2014
USA          
Mobilfunk-Kunden 71 455 63 282 8 173 12,9 % 55 018
Eigene Kunden (unter eigener Marke) a 54 240 49 326 4 914 10,0 % 43 501
Eigene Postpaid-Kunden a 34 427 31 695 2 732 8,6 % 27 185
Eigene Prepaid-Kunden a 19 813 17 631 2 182 12,4 % 16 316
Wholesale-Kunden a 17 215 13 956 3 259 23,4 % 11 517
 
a Am 1. September 2016 hat T-Mobile US seine Marketing- und Vertriebsrechte an bestimmten bestehenden Co-Branding-Kunden an einen aktuellen Wholesale-Partner zum Nominalwert der Gegenleistung verkauft (MVNO-Transaktion). Dadurch wurden infolge der MVNO-Transaktion 1 365 Tsd. eigene Postpaid- und 326 Tsd. eigene Prepaid-Kunden zu Wholesale-Kunden. Prospektiv ab dem 1. September 2016 wird der Nettozuwachs für diese Kunden zu den Wholesale-Kunden gerechnet. Die Kundenzahlen zum 30. September 2016 spiegeln die Übertragung im Zusammenhang mit der Transaktion wider.

Zum 31. Dezember 2016 hatte unser operatives Segment USA (T-Mobile US) 71,5 Mio. Kunden, ein Jahr zuvor waren es 63,3 Mio. Der Nettozuwachs lag im Berichtsjahr bei 8,2 Mio. Kunden gegenüber 8,3 Mio. im Vorjahr. Die Gründe dafür erläutern wir in den folgenden Abschnitten.

Eigene Kunden (unter eigener Marke). Bleibt der Verkauf von Marketing- und Vertriebsrechten an bestimmten bestehenden Co-Branding-Kunden von T-Mobile US an einen Wholesale-Partner (MVNO-Transaktion) unberücksichtigt, betrug der Nettozuwachs bei den eigenen Postpaid-Kunden im Berichtsjahr 4 097 Tsd. gegenüber 4 510 Tsd. im Vorjahr. Grund dafür sind hauptsächlich höhere Deaktivierungen aufgrund der größeren Kundenbasis. Eine niedrigere Wechslerrate und die Umstellung eigener Prepaid-Kunden auf eigene Postpaid-Tarife konnten diesen Effekt teilweise ausgleichen.

Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden steigerten wir 2016 um netto 2 508 Tsd. (ohne Berücksichtigung der MVNO-Transaktion), im Vorjahr lag der Nettozuwachs bei 1 315 Tsd. Zu verdanken ist diese positive Entwicklung in erster Linie dem Erfolg der Marke MetroPCS, dem anhaltenden Wachstum in neuen Märkten und dem Ausbau unseres Vertriebs. Gegenläufig wirkte die wachsende Zahl eigener Prepaid-Kunden, die auf eigene Postpaid-Tarife umgestiegen sind.

Wholesale-Kunden. Die Zahl der Wholesale-Kunden erhöhte sich 2016 um netto 1 568 Tsd. (ohne Berücksichtigung der MVNO-Transaktion) im Vergleich zu einem Nettozuwachs 2015 in Höhe von 2 439 Tsd. Hauptgrund dafür sind höhere Deaktivierungen durch bestimmte MVNO-Partner.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

in Mio. €  
    2016 2015 Veränderung Veränderung in % 2014
Gesamtumsatz   33 738 28 925 4 813 16,6 % 22 408
Betriebsergebnis (EBIT)   3 685 2 454 1 231 50,2 % 1 405
EBIT-Marge % 10,9 8,5     6,3
Abschreibungen   (5 282) (3 775) (1 507) (39,9) % (2 839)
EBITDA   8 967 6 229 2 738 44,0 % 4 244
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   406 (425) 831 n. a. (52)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   8 561 6 654 1 907 28,7 % 4 296
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 25,4 23,0     19,2
Cash Capex   (5 855) (6 381) 526 8,2 % (5 072)

Gesamtumsatz

Den Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA steigerten wir im Vergleich zum Vorjahr von 28,9 Mrd. € um 16,6 % auf 33,7 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis wuchs unser Gesamtumsatz um 16,3 %. Hauptursache dafür waren höhere Service-Umsätze, die wiederum zurückzuführen sind auf den Zuwachs eigener Kunden durch die positive Resonanz auf unsere „Uncarrier“-Initiativen, den Erfolg der Marke MetroPCS und das anhaltende Wachstum in neuen Märkten. Zudem ließen v. a. höhere Mieterlöse aus dem Programm JUMP! On Demand – gestartet am Ende des zweiten Quartals 2015 – die Endgeräteumsätze steigen. Umsätze im Zusammenhang mit gemieteten Endgeräten im Rahmen von JUMP! On Demand werden über die Laufzeit des Mietvertrags erfasst und nicht mit Lieferung des Geräts an den Kunden. Ebenfalls zu den höheren Endgeräteumsätzen beigetragen haben eine gestiegene Zahl an verkauften Geräten und ein höherer durchschnittlicher Umsatz pro Gerät.

EBITDA, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge

Das bereinigte EBITDA stieg um 28,7 % von 6,7 Mrd. € im Vorjahr auf 8,6 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar Basis wuchs es um 28,7 %. Positiven Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten die starke Kundenresonanz auf unsere „Uncarrier“-Initiativen und der anhaltende Erfolg spezieller Angebote. Dies wiederum führte zu höheren Service-Umsätzen sowohl mit eigenen Prepaid- als auch mit eigenen Postpaid-Kunden. Zudem wirkten geringere Verluste aus Endgeräten – v. a. aufgrund gestiegener Mieterlöse, die im Rahmen unseres im zweiten Quartal 2015 gestarteten Programms JUMP! On Demand über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst werden – positiv auf das bereinigte EBITDA. Die Kosten der gemieteten Endgeräte wurden außerdem aktiviert und über die Mietdauer abgeschrieben, wodurch sie das bereinigte EBITDA nicht belasteten. Zusätzlich positiv auf das bereinigte EBITDA wirkten 2016 eine strikte Kostenkontrolle und Synergieeffekte aus der Abschaltung des CDMA-Netzes (Code Division Multiple Access) von MetroPCS. Diesen positiven Effekten standen folgende Effekte gegenüber: höhere strategische Investitionen für die Betreuung unserer wachsenden Gesamtkundenbasis einschließlich gestiegener personalbezogener Kosten sowie höhere Provisionen durch den Bruttozuwachs bei unseren eigenen Kunden und erhöhte Werbekosten. Aufgrund der beschriebenen Faktoren stieg die bereinigte EBITDA-Marge von 23,0 % im Jahr 2015 auf 25,4 % im Berichtsjahr.

Nicht im bereinigten EBITDA für 2016 enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von 0,4 Mrd. €, v. a. im Zusammenhang mit zahlungsunwirksamen Erträgen aus den Spektrumtransaktionen. Diesen Sondereinflüssen gegenüber standen Kosten aus der Abschaltung des CDMA-Netzes von MetroPCS und Kosten für die aktienbasierte Vergütung. Insgesamt stieg das EBITDA von 6,2 Mrd. € im Vorjahr auf 9,0 Mrd. € im Berichtsjahr.

EBIT

Das EBIT stieg von 2,5 Mrd. € im Vorjahr auf 3,7 Mrd. € im Jahr 2016. Grund war ein höheres bereinigtes EBITDA, dem allerdings höhere Abschreibungen auf Sachanlagen gegenüberstanden. Dieser Anstieg bei den Abschreibungen resultierte aus den im Rahmen unseres am Ende des zweiten Quartals 2015 gestarteten Programms JUMP! On Demand gemieteten Endgeräten sowie dem weiteren Ausbau unseres 4G/LTE-Netzes.

Cash Capex

Der Cash Capex sank 2016 von 6,4 Mrd. € im Vorjahr auf 5,9 Mrd. €. Hauptgrund ist der Erwerb von Spektrumlizenzen für 2,2 Mrd. € insbesondere in der FCC-Auktion vom Januar 2015. Gegenläufig wirkten sich 2016 Auszahlungen für Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 1,7 Mrd. € aus, da wir weiterhin in den Ausbau unseres 4G/LTE-Netzes investierten.