Systemgeschäft

Wesentliche KPIs

Seit dem 1. Januar 2016 wird der Geschäftskundenbereich der Gesellschaft Magyar Telekom in Ungarn, der zuvor organisatorisch dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, im operativen Segment Europa geführt und ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angabe 31 „Segmentberichterstattung“ im Konzern-Anhang.

Grafik: Wesentliche KPIs
             
    31.12.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung in % 31.12.2014
Auftragseingang Mio. € 6 605 5 608 997 17,8 % 7 107
Computing & Desktop Services            
Anzahl der betreuten Server Stück 74 336 62 590 11 746 18,8 % 61 654
Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,77 1,71 0,06 3,5 % 1,58
Systems Integration            
Fakturierte Stunden Mio. 7,1 5,3 1,8 34,0 % 6,1
Utilization Rate % 83,3 82,9   0,4 %p 83,8

Geschäftsentwicklung

Im Berichtsjahr entwickelte sich unser operatives Segment Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig, obwohl unsere Market Unit davon profitierte, dass die Aufbauphase unseres Großkundenprojekts – ein elektronisches Mauterhebungssystem in Belgien zu errichten und zu betreiben – abgeschlossen wurde. Gestärkt durch unsere Neuausrichtung konnten wir uns insbesondere mit unseren Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing durchsetzen; hier wachsen wir in den meisten Marktsegmenten stärker als der Markt. Ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Cloud-Geschäfts sind strategische Partnerschaften. Das heißt, wir bieten Lösungen unserer Partner aus unseren Rechenzentren in Deutschland an. Dabei spielen die Aspekte Sicherheit und Hochverfügbarkeit für T-Systems und für unsere Kunden eine wichtige Rolle. 9

Auch 2016 konnten wir im In- und Ausland erfolgreich neue Verträge abschließen. Dabei war das Auftragsvolumen höher als erwartet: Prognostiziert hatten wir einen Anstieg, tatsächlich stieg unser Auftragsvolumen im Berichtsjahr stärker als geplant. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen verlagerten sich Auftragseingänge, die wir für 2015 erwartet hatten, ins Berichtsjahr, zum anderen erhielten wir im Dezember 2016 zwei wesentliche nicht eingeplante Großaufträge. Um den Anforderungen aus den neuen Verträgen gerecht zu werden, modernisieren und konsolidieren wir kontinuierlich unsere ICT-Ressourcen. Daher stieg die Anzahl der betreuten Server gegenüber 2015 um 18,8 %. Bei den Rechenzentren konnten wir durch den technischen Fortschritt immer größere und leistungsstärkere Einheiten errichten – dies wirkt auch positiv auf unsere Kosteneffizienz. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 %.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

             
in Mio. €            
    2016 2015 Veränderung Veränderung in % 2014
Gesamtumsatz   7 907 8 194 (287) (3,5) % 8 252
Betriebsergebnis (EBIT)   (330) (541) 211 39,0 % (447)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse   (362) (713) 351 49,2 % (549)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse)   32 172 (140) (81,4) % 102
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 0,4 2,1     1,2
Abschreibungen   (575) (634) 59 9,3 % (704)
EBITDA   245 93 152 n. a. 257
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (337) (647) 310 47,9 % (540)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   582 740 (158) (21,4) % 797
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 7,4 9,0     9,7
Cash Capex   (1 058) (1 151) 93 8,1 % (1 156)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 7,9 Mrd. € und lag um 3,5 % unter dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz unserer Market Unit, also im Kern unser Geschäft mit externen Kunden, war mit 6,5 Mrd. € um 2,9 % niedriger als 2015: Dabei sanken sowohl die nationalen als auch die internationalen Umsätze – trotz des Abschlusses der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien im ersten Quartal 2016. Die generell rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft sowie Wechselkurseffekte wirkten negativ auf den Umsatz der Market Unit.

In unserem Geschäftsbereich Telekom IT, der hauptsächlich die nationale interne IT unseres Konzerns bündelt, belief sich der Umsatz 2016 auf 1,4 Mrd. € – ein Minus von 6,1 %. Damit lag er aufgrund weiterer Einsparungen unseres Konzerns bei den IT-Kosten planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

2016 war das bereinigte EBITDA unseres operativen Segments Systemgeschäft 21,4 % niedriger als 2015. Der EBITDA-Beitrag der Market Unit reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 51 Mio. €. Hauptgrund dafür sind bilanzielle Risikovorsorgemaßnahmen für einzelne Großkundenverträge. Maßnahmen, die wir eingeleitet haben, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, sowie der positive Effekt aus der nach Abschluss der Aufbauphase Maut Belgien erfolgten Abrechnung konnten diesen Effekt nur teilweise kompensieren. Das bereinigte EBITDA der Telekom IT lag mit 68 Mio. € um 91 Mio. € unter dem Vorjahreswert, v. a. aufgrund weiterer Einsparungen des Konzerns bei den IT-Kosten. Die bereinigte EBITDA-Marge unseres operativen Segments Systemgeschäft sank von 9,0 % im Vorjahr auf 7,4 %.

Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 152 Mio. € auf 245 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch um 310 Mio. € niedrigere Sondereinflüsse, v. a. durch Restrukturierungsprogramme im Vorjahr.

EBIT, bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT ging gegenüber 2015 um 140 Mio. € auf 32 Mio. € zurück. Dazu trugen insbesondere die beim EBITDA beschriebenen negativen Einmaleffekte der Market Unit sowie die gesunkenen Beiträge der Telekom IT bei. Leicht kompensierend wirkten gesunkene Abschreibungen, bedingt durch die Migration von IT-Plattformen, auf das bereinigte EBIT. Daher sank im Berichtsjahr die bereinigte EBIT-Marge von 2,1 % auf 0,4 %.

Cash Capex

Der Cash Capex reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 %. Ursache hierfür sind Effizienzsteigerungen, u. a. durch die Standardisierung der ICT-Plattformen und die Konsolidierung von Rechenzentren. Unser weiterhin hohes Investitionsniveau in Höhe von 1,1 Mrd. € steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Weiterentwicklung der Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen. Deshalb investieren wir in Wachstumsfelder sowie in digitale Zukunftsfelder, wie Digitale Transformation und Internet der Dinge, Cloud Computing oder Cyber Security.