Deutschland

Kundenentwicklung

Grafik: Kundenentwicklung Deutschland
in Tsd.
  31.12.2016 31.12.2015 Veränderung Veränderung in % 31.12.2014
Gesamt          
Mobilfunk-Kunden 41 849 40 373 1 476 3,7 % 38 989
Vertragskunden 25 219 23 709 1 510 6,4 % 22 287
Prepaid-Kunden 16 630 16 665 (35) (0,2) % 16 701
Festnetz-Anschlüsse 19 786 20 227 (441) (2,2) % 20 686
davon: IP-basiert Retail 9 042 6 887 2 155 31,3 % 4 383
Breitband-Anschlüsse 12 922 12 644 278 2,2 % 12 361
davon: Glasfaser 4 250 2 923 1 327 45,4 % 1 799
TV (IPTV, Sat) 2 879 2 683 196 7,3 % 2 442
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 7 195 8 050 (855) (10,6) % 8 801
Wholesale entbündelte Anschlüsse 4 212 3 015 1 197 39,7 % 2 153
davon: Glasfaser 2 555 1 444 1 111 76,9 % 718
Wholesale gebündelte Anschlüsse 165 227 (62) (27,3) % 305
davon: Privatkunden          
Mobilfunk-Kunden 29 225 29 016 209 0,7 % 29 068
Vertragskunden 18 476 17 297 1 179 6,8 % 16 040
Prepaid-Kunden 10 749 11 719 (970) (8,3) % 13 027
Festnetz-Anschlüsse 15 550 15 900 (350) (2,2) % 16 260
davon: IP-basiert Retail 7 722 6 076 1 646 27,1 % 3 974
Breitband-Anschlüsse 10 438 10 209 229 2,2 % 9 938
davon: Glasfaser 3 657 2 530 1 127 44,5 % 1 547
TV (IPTV, Sat) 2 686 2 492 194 7,8 % 2 254
davon: Geschäftskunden          
Mobilfunk-Kunden 12 624 11 358 1 266 11,1 % 9 921
Vertragskunden 6 744 6 412 332 5,2 % 6 247
Prepaid-Kunden (M2M) 5 880 4 946 934 18,9 % 3 674
Festnetz-Anschlüsse 3 255 3 339 (84) (2,5) % 3 402
davon: IP-basiert Retail 1 234 773 461 59,6 % 387
Breitband-Anschlüsse 2 101 2 093 8 0,4 % 2 096
davon: Glasfaser 575 385 190 49,4 % 248
TV (IPTV, Sat) 192 190 2 1,1 % 186

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen Marktführer. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit unserem breiten Produkt-Portfolio und mit unserer Netzqualität, die mehrfach ausgezeichnet wurde, z. B. unser Festnetz im connect Netztest, Heft 8/2016, und unser Mobilfunk im connect Netztest, Heft 1/2017.

Für unser integriertes Produkt „MagentaEins“, bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, konnten wir bisher 3 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk gewannen wir in 2016 insgesamt 1,5 Mio. Kunden hinzu. Davon verzeichneten wir den überwiegenden Zuwachs bei unseren Vertragskunden dank der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen.

Unser „Netz der Zukunft“ bietet modernste Anschlusstechnik. Bis Ende 2018 wollen wir unser Netz vollständig auf die IP-Technologie umgestellt haben. Zum Ende des Berichtsjahres hatten wir bereits 12,9 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migriert; dies entspricht einer Quote von 53 %. 9

Nach wie vor verzeichneten wir eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten: Die Anzahl der Anschlüsse stieg zum Jahresende 2016 auf insgesamt 6,8 Mio. In den letzten zwölf Monaten haben wir somit in Deutschland 2,4 Mio. Haushalte an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung deutlich höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben – und werden dies auch in Zukunft verstärkt tun. Mit unserem Kontingent-Modell setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten – wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) – hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Neue Impulse setzen wir mit unserer herausragenden Netzqualität und unserem breiten Produkt-Portfolio für werthaltige Vertragskunden. Ein verbessertes Leistungspaket und transparente, faire Angebote bieten unseren Kunden bestmögliche Mobilität. Unser neues „MagentaMobil“-Portfolio lässt unsere Kunden von zahlreichen Vorteilen profitieren: mehr Highspeed-Datenvolumen, eine HotSpot-Flatrate und inkludiertes Roaming im EU-Ausland.

Im Berichtsjahr gewannen wir insgesamt 1,5 Mio. Vertragskunden hinzu. Dabei verzeichneten wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ ein Plus von 563 Tsd., bei unserer Telekom Deutschland Multibrand GmbH ein Wachstum von 52 Tsd. Kunden. Das Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) legte um 896 Tsd. zu. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank leicht um 35 Tsd.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt dabei auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So legte die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse gegenüber 2015 um 278 Tsd. zu. 22,3 % unserer Breitband-Kunden sind TV-Kunden, von denen wir allein im Berichtsjahr 196 Tsd. hinzugewinnen konnten. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 441 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir bislang 294 Tsd. Kunden gewinnen, vorwiegend im ländlichen Raum.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir insgesamt rund 164 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Privatkunden

Insgesamt lag die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden zum Jahresende 2016 mit 29,2 Mio. auf dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Prepaid-Kunden sank jedoch um 970 Tsd., v. a. weil einige Kunden in unsere Mobilfunk-Verträge wechselten, z. B. in günstige „congstar“-Tarife. Im Gegensatz dazu haben wir im Mobilfunk 1,2 Mio. Vertragskunden hinzugewonnen. Grund dafür waren in erster Linie unsere „More For More“-Initiative und die „AllnetFlat“-Tarife bei „congstar“. Auch das Vertragskundengeschäft mit den Wiederverkäufern (Service Provider) entwickelte sich positiv.

Im Festnetz agieren wir weiterhin in einem wettbewerbsintensiven Markt. 2016 stellten wir im Festnetz 1,6 Mio. Kunden auf IP-basierte Anschlüsse um. Gegenüber dem Jahresende 2015 konnten wir 194 Tsd. TV-Kunden hinzugewinnen. Im Berichtsjahr waren von den 10,4 Mio. Breitband-Anschlüssen rund 3,7 Mio. Glasfaser-Anschlüsse, ein Plus von 1,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Geschäftskunden

Der positive Trend im Geschäftskundensegment aus dem Vorjahr setzte sich fort: Seit Jahresbeginn 2016 haben wir 1,3 Mio. neue Mobilfunk-Kunden gewonnen; davon waren 332 Tsd. werthaltige Vertragskunden. Beim mobilen Internet wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit mehr Bandbreite in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten. In einem sehr preisaggressiven Markt konnten wir im M2M-Bereich ein Plus von 934 Tsd. Karten erzielen. Ursache für das Wachstum ist der vermehrte Einsatz von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Gegenüber dem Jahresende 2015 reduzierte sich der Kundenbestand bei den Festnetz-Anschlüssen um 2,5 %. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse lag mit 2,1 Mio. auf Vorjahresniveau, die Zahl der Glasfaser-Anschlüsse steigerten wir deutlich um 49,4 %.

Positiv entwickelte sich auch die Nachfrage nach Cloud-Produkten, bei denen wir ein Umsatzwachstum von 9,3 % erwirtschafteten. Zuwächse erzielten wir auch bei den neuen IP-basierten Produkten aus unserer „DeutschlandLAN“ Produktfamilie, wie z. B. „IP Start“ und „IP Voice/Data“.

Wholesale

Zum Jahresende 2016 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 22,1 % um 9,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 1,2 Mio. bzw. 39,7 % gegenüber 2015 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Dagegen sank die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse um 62 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 855 Tsd. bzw. 10,6 %. Dies hat verschiedene Gründe: zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen der Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt stieg unser Anschlussbestand im Bereich Wholesale gegenüber 2015 leicht auf 11,6 Mio.

OPERATIVE ENTWICKLUNG

in Mio. €  
    2016 2015 Veränderung Veränderung in % 2014
Gesamtumsatz   22 041 22 421 (380) (1,7) % 22 257
Privatkunden   11 739 12 146 (407) (3,4) % 12 025
Geschäftskunden   5 923 5 942 (19) (0,3) % 5 898
Wholesale   3 753 3 685 68 1,8 % 3 704
Sonstiges   626 648 (22) (3,4) % 630
Betriebsergebnis (EBIT)   4 081 4 490 (409) (9,1) % 4 663
EBIT-Marge % 18,5 20,0     21,0
Abschreibungen   (3 809) (3 755) (54) (1,4) % (3 893)
EBITDA   7 890 8 245 (355) (4,3) % 8 556
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (910) (545) (365) (67,0) % (254)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   8 800 8 790 10 0,1 % 8 810
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 39,9 39,2     39,6
Cash Capex   (4 161) (5 609) 1 448 25,8 % (3 807)
             
Seit dem 1. Januar 2016 wurde das Segment Mehrwertdienste aufgelöst und der Umsatz wird im Privat-, Geschäftskunden- und im sonstigen Bereich allokiert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz sank gegenüber 2015 um 1,7 %. Dazu trugen v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung aus dem Mobilfunk-Geschäft bei, das um 3,4 % zurückging. Positiv auf den Umsatz im Festnetz wirkten sich die gestiegenen IT-Umsätze und Breitband-Umsätze aus. Diese konnten jedoch die rückläufigen Umsätze in anderen Bereichen nicht vollständig kompensieren, sodass im Festnetz-Geschäft insgesamt ein Umsatzminus von 1,5 % verblieb. Positiv entwickelten sich die Wholesale-Produkte mit 2,3 % über Vorjahr.

Im Privatkundenbereich reduzierte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetzgeschäft: Es sank um 2,0 %, hauptsächlich wegen niedrigerer variabler Entgelte und geringerer Voice-Umsätze. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 1,7 %. Im Mobilfunk-Bereich sank der Umsatz um 5,1 %. Hauptgrund dafür war das Endgerätegeschäft. Unsere mobilen Service-Umsätze lagen um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau; dabei konnten die gestiegenen Service-Umsätze unter der Marke „congstar“ die rückläufigen Umsätze im Prepaid-Geschäft sowie bei unseren eigenen Vertragskunden nahezu ausgleichen.

Im Geschäftskundenbereich sank der Umsatz geringfügig um 0,3 %. Dabei legte er im Mobilfunk-Bereich leicht zu. Die Service-Umsätze lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Im Festnetz ging die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten. Im Gegensatz dazu entwickelten sich die IT-Umsätze stark positiv, was allerdings die Umsatzverluste aus der klassischen Telefonie nicht ausgleichen konnte.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag um 1,8 % über dem Vorjahresumsatz. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung hauptsächlich auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen, insbesondere bei unserem Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA war 2016 gegenüber 2015 stabil und betrug 8,8 Mrd. €. Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Funktionen konnten wir den geringeren Umsatz ausgleichen. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist deutlich auf 39,9 % gestiegen (Vorjahr 39,2 %).

Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 7,9 Mrd. €, dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 4,3 %. Hauptgrund waren höhere Sondereinflüsse für Aufwendungen für unseren Personalumbau. So wurde im Berichtsjahr insbesondere das Instrument Vorruhestand Beamte in deutlich größerem Umfang in Anspruch genommen.

EBIT

Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % auf 4,1 Mrd. €, v. a. wegen gestiegener Aufwendungen für Personalmaßnahmen sowie leicht höherer Abschreibungen.

Cash Capex

Der Cash Capex lag um 1,4 Mrd. € unter dem Vorjahresniveau, in erster Linie aufgrund der Frequenzersteigerung im Juni 2015. Ohne Berücksichtigung von Investitionen in Spektrum lag der Cash Capex um 0,1 Mrd. € über dem Vorjahreswert.

Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.