Vermögens- und Finanzlage der Deutschen Telekom AG

HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG          
in Mio. €
  31.12.2016 31.12.2016 in % 31.12.2015 Veränderung 31.12.2014
Aktiva          
Immaterielle Vermögensgegenstände 249 0,3 261 (12) 310
Sachanlagen 2 993 2,9 3 295 (302) 3 594
Finanzanlagen 81 240 78,7 84 469 (3 229) 85 705
Anlagevermögen 84 482 81,9 88 025 (3 543) 89 609
Vorräte 1 0,0 1 5
Forderungen 16 308 15,8 15 795 513 12 655
Sonstige Vermögensgegenstände 1 629 1,6 1 338 291 1 135
Flüssige Mittel 208 0,2 221 (13) 387
Umlaufvermögen 18 146 17,6 17 355 791 14 182
Rechnungsabgrenzungsposten 516 0,5 418 98 581
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 36 0,0 16 20 6
Bilanzsumme 103 180 100,0 105 814 (2 634) 104 378
Passiva          
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 51 651 50,0 50 615 1 036 49 497
Bilanzgewinn 3 795 3,7 4 299 (504) 4 667
Eigenkapital 55 446 53,7 54 914 532 54 164
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen a 3 247 3,2 3 512 (265) 3 279
Steuerrückstellungen 238 0,2 255 (17) 194
Sonstige Rückstellungen a 1 642 1,6 1 493 149 1 513
Rückstellungen 5 127 5,0 5 260 (133) 4 986
Finanzverbindlichkeiten 5 021 4,9 9 428 (4 407) 5 977
Übrige Verbindlichkeiten 37 413 36,2 36 019 1 394 39 037
Verbindlichkeiten 42 434 41,1 45 447 (3 013) 45 014
Rechnungsabgrenzungsposten 173 0,2 193 (20) 214
Bilanzsumme 103 180 100,0 105 814 (2 634) 104 378
 
a Die Rückstellungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen sind nach den Regelungen des im Dezember 2016 verabschiedeten IDW RS HFA 30 n. F. unter den Pensionsrückstellungen auszuweisen; in den Vorjahren waren sie in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen sowie die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus der Finanzierungsfunktion der Deutschen Telekom AG für ihre Tochtergesellschaften, wobei die Finanzierung am externen Kapitalmarkt grundsätzlich durch die Deutsche Telekom International Finance B. V., Maastricht, abgewickelt und an die Deutsche Telekom AG weitergereicht wird.

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mrd. € auf 103,2 Mrd. €.

Die Entwicklung der Aktivseite war insbesondere durch die Verringerung des Anlagevermögens um 3,5 Mrd. €, die Zunahme der Forderungen um 0,5 Mrd. € und der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,3 Mrd. € gekennzeichnet.

Die Verringerung der Finanzanlagen im Vorjahresvergleich um 3,2 Mrd. € war im Wesentlichen durch eine Kapitalrückzahlung der Deutsche Telekom IT GmbH (ehemals T-Mobile Worldwide Holding GmbH), Bonn, in Höhe von 2,0 Mrd. € bedingt. Darüber hinaus war der Rückgang weiterhin in Höhe von 1,1 Mrd. € auf gegenüber dem Vorjahr verminderte Ausleihungen an verbundene Unternehmen, insbesondere gegenüber der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, zurückzuführen.

Der Rückgang des Sachanlagevermögens um 0,3 Mrd. € war überwiegend durch Abschreibungen auf Immobilien bedingt.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,5 Mrd. € resultierte mit 0,6 Mrd. € aus gestiegenen Forderungen aus Cash Management, die im Wesentlichen gegen die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, bestehen. Gegenläufig entwickelten sich die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen mit 0,1 Mrd. €.

Die Passivseite war im Wesentlichen durch die Abnahme der Finanzverbindlichkeiten um 4,4 Mrd. € und der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,3 Mrd. € geprägt. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten um 1,4 Mrd. € sowie des Eigenkapitals um 0,5 Mrd. € aus.

Die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten war im Wesentlichen durch die die Neuausgabe übersteigenden Tilgungen von Commercial Paper von im Saldo 3,7 Mrd. € sowie durch die Tilgungen von Krediten mit 0,7 Mrd. € und Schuldscheindarlehen mit 0,2 Mrd. € bedingt. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen die Neuaufnahme eines langfristigen Kredites in Höhe von 0,5 Mrd. € aus.

Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,3 Mrd. € ist im Wesentlichen auf ein um 0,2 Mrd. € höheres, verrechnetes Deckungsvermögen zurückzuführen. Darüber hinaus verringerte sich der Barwert der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen um 0,1 Mrd. €.

Der Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten um 1,4 Mrd. € resultierte insbesondere aus einer Nettodarlehensaufnahme in Höhe von 5,6 Mrd. €, im Wesentlichen gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B. V., Maastricht. Weiterhin ist der Anstieg auf um 0,4 Mrd. € höhere Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Cash Management um 3,8 Mrd. € sowie um 0,9 Mrd. € geringere Verbindlichkeiten aus Collaterals aus.

Wesentlich für die Erhöhung des Eigenkapitals waren der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres von 2,0 Mrd. € und dessen Auswirkung auf den Bilanzgewinn sowie die im gezeichneten Kapital und den Rücklagen mit 1,0 Mrd. € ausgewiesenen Einlagen der Aktionäre, die im Zusammenhang mit der Erfüllung des Dividendenanspruchs für das Geschäftsjahr 2015 die Einlage ihrer Dividendenansprüche gegen Aktien wählten. Gegenläufig wirkte sich die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 2,5 Mrd. € aus.

HGB-Kapitalflussrechnung Deutsche Telekom AG
in Mio. €
  2016 2015 Veränderung 2014
Jahresüberschuss 2 020 1 889 131 4 005
Cashflow aus Geschäftstätigkeit (1 531) (134) (1 397) 1 424
Cashflow aus Investitionstätigkeit 4 156 1 470 2 686 2 905
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (2 638) (1 502) (1 136) (5 064)
Nettoveränderungen der flüssigen Mittel (13) (166) 153 (735)
Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 221 387 (166) 1 122
Bestand der flüssigen Mittel am Ende des Jahres 208 221 (13) 387

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit verminderte sich im Vorjahresvergleich um 1,4 Mrd. € auf minus 1,5 Mrd. €. Er resultiert nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Abschreibungen in Höhe von 0,4 Mrd. € sowie des negativen Zinsergebnisses in Höhe von 0,7 Mrd. € im Jahresüberschuss insbesondere aus dem Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 4,5 Mrd. €. Der Aufbau im Cash Management ergab sich im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und der damit verbundenen Begebung kurzfristiger Darlehen im Rahmen des konzerninternen Cash Managements. Der im Vorjahr negative Cashflow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,1 Mrd. € war nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. € sowie des negativen Zinsergebnisses in Höhe von 1,3 Mrd. € bei einem Jahresüberschuss von 1,9 Mrd. € im Wesentlichen durch den Nettoaufbau von Forderungen aus Cash Management in Höhe von 4,4 Mrd. € geprägt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltete im Berichtsjahr insbesondere eine Kapitalrückzahlung von der Deutsche Telekom IT GmbH (ehemals T-Mobile Worldwide Holding GmbH), Bonn, in Höhe von 2,0 Mrd. € sowie Rückzahlungen von mittel- und langfristigen Anlagen der Tochtergesellschaften in Höhe von 2,1 Mrd. €. Darüber hinaus waren im Cashflow aus Investitionstätigkeit erhaltene Zinsen in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen in Höhe von 0,2 Mrd. € und aus dem Verkauf von weiteren Anteilen an der Scout24 AG, München, in Höhe von 0,1 Mrd. € enthalten. Gegenläufig wirkten sich mittel- und langfristige Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 0,9 Mrd. € aus. Im Vorjahr war der Cashflow aus Investitionstätigkeit von 1,5 Mrd. € im Wesentlichen durch erhaltene Zinsen mit 0,9 Mrd. €, den Verkauf von rund der Hälfte der Beteiligung an der Scout24 AG, München, mit 0,4 Mrd. €, durch Rückzahlung von Gesellschaftsmitteln der Scout24 AG, München, mit 0,1 Mrd. €, Einzahlungen für hinterlegte Barsicherheiten für Derivate mit 0,4 Mrd. € sowie gegenläufig durch die Nettoausgabe von mittel- und langfristigen Anlagen bei Tochtergesellschaften mit 0,3 Mrd. € geprägt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mrd. € auf minus 2,6 Mrd. €. Er setzte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Nettotilgung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 8,7 Mrd. €, aus der Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1,5 Mrd. € sowie aus gezahlten Zinsen in Höhe von 1,3 Mrd. € zusammen. Gegenläufig wirkten sich auf den Bestand die Nettoaufnahme von mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8,3 Mrd. € sowie Einzahlungen aus der Auflösung von Zins- und Währungsderivaten in Höhe von 0,6 Mrd. € aus. Im Vorjahr war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 1,5 Mrd. € im Wesentlichen durch gezahlte Zinsen in Höhe von 1,6 Mrd. € und die Auszahlung der Bardividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1,2 Mrd. € sowie gegenläufig durch die Nettoaufnahme der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. € und die Nettoaufnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mrd. € geprägt.

Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Bestand an flüssigen Mitteln von ca. 0,2 Mrd. €.