Ertragslage der Deutschen Telekom AG

HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren)
in Mio. €
  2016 2015 Veränderung Veränderung in % 2014
Umsatzerlöse 3 927 3 313 614 18,5 % 3 677
Andere aktivierte Eigenleistungen 4 7 (3) (42,9) % 18
Gesamtleistung 3 931 3 320 611 18,4 % 3 695
Sonstige betriebliche Erträge 2 120 4 065 (1 945) (47,8) % 3 639
Materialaufwand (1 151) (1 165) 14 1,2 % (1 372)
Personalaufwand a (3 516) (2 949) (567) (19,2) % (2 866)
Abschreibungen (338) (387) 49 12,7 % (434)
Sonstige betriebliche Aufwendungen a (3 570) (4 186) 616 14,7 % (3 675)
Betriebsergebnis (2 524) (1 302) (1 222) (93,9) % (1 013)
Finanzergebnis 4 717 3 492 1 225 35,1 % 5 281
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (154) (282) 128 45,4 % (243)
Ergebnis nach Steuern 2 039 1 908 131 6,9 % 4 025
Sonstige Steuern (19) (19) (20)
Jahresüberschuss 2 020 1 889 131 6,9 % 4 005
 
a Die Aufwendungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen sind nach den Regelungen des im Dezember 2016 verabschiedeten IDW RS HFA 30 n. F. unter den Personalaufwendungen auszuweisen; in den Vorjahren waren sie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Das negative Betriebsergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,2 Mrd. €. Der Rückgang resultierte aus im Vorjahresvergleich, vor Umgliederungen in die Umsatzerlöse, um 1,2 Mrd. € gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen und um 0,6 Mrd. € gestiegenen Personalaufwendungen. Gegenläufig wirkten sich um 0,6 Mrd. € geringere sonstige betriebliche Aufwendungen aus.

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch Ausweisänderungen aufgrund des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) bedingt. Im Berichtsjahr waren entsprechend der gesetzlichen Vorgabe Erträge, die unter anderem den Bereichen HR Business Services, Group Legal Services sowie Group Innovation+ zuzuordnen waren, in Höhe von 0,7 Mrd. € in den Umsatzerlösen auszuweisen. Der Vorjahresausweis erfolgte in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die im Vorjahresvergleich um insgesamt 1,9 Mrd. € rückläufigen sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich aufgrund der Ausweisänderung durch das BilRUG um 0,7 Mrd. €. Weiterhin wirkten sich gegenüber dem Vorjahr mit 0,3 Mrd. € rückläufige Währungskursgewinne und Erträge aus Derivaten auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus, die insbesondere durch realisierte Währungskurseffekte von im laufenden Jahr planmäßig fälligen US-Dollar-Zinswährungssicherungen sowie US-Dollar-Derivaten bedingt waren. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Im Vorjahr waren die sonstigen betrieblichen Erträge durch den Verkauf weiterer Anteile an der Scout24 AG, München, und den Verkauf der Digital Media Products GmbH, Köln (ehemals T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt), an die Ströer SE, Köln, mit jeweils 0,3 Mrd. € positiv beeinflusst.

Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mrd. € rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten im Wesentlichen mit 0,5 Mrd. € aus dem Rückgang der Währungskursverluste und der Aufwendungen aus Derivaten, der insbesondere durch die im laufenden Jahr planmäßig fälligen US-Dollar-Zinswährungssicherungen sowie US-Dollar-Devisenderivate bedingt war. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus.

Die um 0,6 Mrd. € gestiegenen Personalaufwendungen waren im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich höhere Inanspruchnahme des Vorruhestandsprogramms für Beamte zurückzuführen.

Das Finanzergebnis stieg um 1,2 Mrd. € auf 4,7 Mrd. € an. Dies resultierte insbesondere mit 0,9 Mrd. € aus geringeren Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Das gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mrd. € verbesserte negative Zinsergebnis resultierte im Wesentlichen mit 0,5 Mrd. € aus geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Die Anwendung des am 21. März 2016 in Kraft getretenen „Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ und die damit einhergehende, im Berichtsjahr erstmalig erfolgte Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (bisher: sieben Geschäftsjahre) wirkte sich in einer um 0,5 Mrd. € geringeren Aufzinsung von Pensionsrückstellungen aus.

Das im Vorjahresvergleich um 0,3 Mrd. € leicht gesunkene Beteiligungsergebnis ist auch im Berichtsjahr durch die Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, und der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, positiv geprägt. Gegenläufig wirkte sich die Verlustübernahme von der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, aus.

Die Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, ist im Wesentlichen durch die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführte Zuschreibung auf die T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, und die dort indirekt gehaltene Finanzanlage T-Mobile US, Inc., Bellevue, positiv beeinflusst. Die Zuschreibung auf die T-Mobile US, Inc., Bellevue, ist im Wesentlichen durch die dauerhaft positive Geschäftsentwicklung bedingt. Negativ wirkte sich die Abschreibung bei der T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, auf die dort indirekt gehaltene Beteiligung an der britischen BT Group plc aus.

Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. €.

Bei einem sonstigen Steueraufwand von 19 Mio. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2016 ein Jahresüberschuss von 2 020 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 1 775 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3 795 Mio. €.