Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2016

Vorstand

Der Konzernvorstand der Deutschen Telekom AG wurde zum 1. Januar 2017 um das Ressort Technologie und Innovation erweitert, das von Claudia Nemat geleitet wird. Als neues Vorstandsmitglied verantwortet Srinivasan (Srini) Gopalan seit 1. Januar 2017 das Ressort Europa. Dies hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG in seiner Sitzung am 30. Juni 2016 beschlossen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder erhöhte sich somit von sieben auf acht.

MITARBEITER

Mit der Gewerkschaft ver.di haben wir uns am 13. April 2016 auf einen Tarifabschluss für die tariflich Beschäftigten der folgenden Gesellschaften geeinigt: Deutsche Telekom AG, Telekom Deutschland GmbH, Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Deutsche Telekom Technik GmbH und Deutsche Telekom Regional Services and Solutions GmbH. Der neue Tarifvertrag sieht vor, die Gehälter rückwirkend zum 1. April 2016 um 2,2 % und zum 1. April 2017 um weitere 2,1 % anzuheben. Die unteren Gehaltsbänder stiegen zum 1. April 2016 überproportional um 2,6 %. Der Tarifvertrag gilt ab dem 1. Februar 2016 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Bei den Tarifverhandlungen für T-Systems in Deutschland haben wir am 15. Juni 2016 eine Einigung mit ver.di erzielt. Vereinbart wurde u. a. die tariflichen Gehälter zum 1. Juli 2016 um 1,0 % bzw. die unteren Gehaltsbänder um 1,5 % anzuheben sowie eine weitere Erhöhung zum 1. April 2017 um 1,5 %. Der Tarifabschluss gilt rückwirkend zum 1. April 2016 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Beide Tarifabschlüsse schließen betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2018 aus.

DIVIDENDE

Auch 2016 haben wir unseren Aktionären die Möglichkeit eingeräumt, statt der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in bar die Umwandlung in Aktien zu wählen. Die Annahmequote lag bei fast 41 % der dividendenberechtigten Aktien, d. h., für rund 1,9 Mrd. Aktien wurde von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Bei einem Bezugsverhältnis von 26,7:1 führte dies zur Ausgabe von gut 70 Mio. neuen Aktien. Aktionäre, die diese Möglichkeit nicht wählten, erhielten eine Barausschüttung, die sich insgesamt auf rund 1,5 Mrd. € belief. Auch für das Geschäftsjahr 2016 erwägen wir, dieses Wahlrecht wieder anzubieten.

UNTERNEHMENSTRANSAKTIONEN

Nachdem die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Januar 2016 dem Verkauf des Joint Ventures EE an die britische BT ohne Auflagen zugestimmt hatte, haben wir und der französische Telekommunikationsanbieter Orange am 29. Januar 2016 die Transaktion zu einem Kaufpreis von 13,2 Mrd. GBP vollzogen. Im Gegenzug erhielten wir für unseren Anteil am Joint Venture EE insgesamt 12,0 % der Anteile an der BT sowie eine Barkomponente in Höhe von 15,7 Mio. GBP.

Im Dezember 2016 haben wir mit der United Internet AG vereinbart, unseren Hosting-Dienstleister Strato für einen Kaufpreis von rund 0,6 Mrd. € zu verkaufen. Den Vollzug der Transaktion erwarten wir im ersten Halbjahr 2017. Der Großteil des Kaufpreises ist unmittelbar nach Vollzug der Transaktion zahlbar. Bis zum Vollzug der Transaktion erfolgt der Ausweis unserer Beteiligung an Strato im Konzernabschluss innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Schulden. Die Veräußerung von Strato erfolgt im Einklang mit unserer Strategie, für Geschäftsfelder, die wir im Konzern nicht angemessen weiterentwickeln können, andere Möglichkeiten der Wertsteigerung zu erarbeiten – mit Partnern oder durch Verkauf.

Im April 2016 platzierten wir rund 2,6 Mio. Aktien der Scout24 AG zu einem Preis von 30,00 € je Aktie. In einem weiteren Bookbuilding-Verfahren im Dezember 2016 haben wir 1,8 Mio. Aktien zu einem Preis von 32,00 € je Aktie an den Markt gebracht. Insgesamt betrugen die Bruttoerlöse 0,1 Mrd. €. Nach Abschluss der Transaktionen halten wir direkt und indirekt noch rund 10,2 % der Gesamtzahl der Aktien der Scout24 AG. Aufgrund des weiterhin maßgeblichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik beziehen wir die verbleibende Beteiligung an der Scout24 AG unverändert nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein und bilanzieren sie im Berichtsjahr innerhalb des Segments Group Headquarters & Group Services.

ANLEIHEEMISSIONEN

Im Rahmen unseres Daueremissionsprogramms (Debt-Issuance-Programm) platzierten wir im März 2016 Euro-Anleihen über insgesamt 4,5 Mrd. €, im April 2016 eine weitere festverzinsliche Euro-Anleihe im Volumen von 0,5 Mrd. € sowie im Oktober 2016 eine festverzinsliche GBP-Anleihe über 300 Mio. GBP. Weiterhin begaben wir im September 2016 eigenständige US-Dollar-Anleihen über insgesamt 2,75 Mrd. US-$. Sämtliche Anleihen wurden von der Deutschen Telekom International Finance B. V. mit Garantie der Deutschen Telekom AG begeben. Die Emissionen sind Teil unserer allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich dadurch nicht erhöht. Weitere Informationen zu den Emissionen finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“.

FINANZIERUNGSBEZIEHUNGEN

Um die Finanzierungskonditionen unserer Tochtergesellschaft T-Mobile US und damit auch des Konzerns zu optimieren, haben wir T-Mobile US im Dezember 2016 eine 3-jährige teilbesicherte Kreditlinie über 2,5 Mrd. US-$ sowie einen besicherten Kredit von 660 Mio. US-$ zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den bis Ende Mai 2017 laufenden befristeten Kreditzusagen über bis zu 4,0 Mrd. US-$, welche im März sowie April 2016 abgegeben wurden, stellte die Deutsche Telekom AG ihrer Tochtergesellschaft T-Mobile US zum Abschluss-Stichtag insgesamt einen Finanzierungsrahmen von über 7 Mrd. US-$ zur Verfügung. Die Finanzierungsmaßnahmen erhöhen nicht die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns. Weitere Informationen zu unserer Finanzierungsbeziehung zur T-Mobile US finden Sie im Kapitel „Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres“.

INVESTITIONEN IN NETZE UND NEUE SPEKTREN

  • 2016 erwarb T-Mobile US insgesamt für rund 1,7 Mrd. € Mobilfunk-Lizenzen von verschiedenen Wettbewerbern. Im Berichtsjahr wurden auch Tauschvereinbarungen mit Wettbewerbern vollzogen; daraus resultierte insgesamt ein zahlungsunwirksamer Ertrag von 0,5 Mrd. €. Im September 2016 vereinbarte T-Mobile US mit einem Wettbewerber einen Tausch von Mobilfunk-Lizenzen: Die zu tauschenden Mobilfunk-Lizenzen im Wert von 0,1 Mrd. € wurden in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reklassifiziert. Die Transaktion wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 vollzogen.
  • Bei der im Oktober 2015 beendeten Frequenzauktion in Polen erreichte T-Mobile Polska die Höchstbieterposition und ersteigerte Frequenzen in Höhe von ca. 0,5 Mrd. €, die bereits Anfang Februar 2016 gezahlt wurden. Weitere Mobilfunk-Frequenzen erwarb T-Mobile Polska für rund 0,5 Mrd. € im Juni 2016. Diese hatte die polnische Regulierungsbehörde UKE unserer Tochtergesellschaft angeboten, nachdem der Höchstbieter die Annahme der Frequenzen verweigert hatte. Daraufhin wurden die Frequenzen gemäß den Auktionsregeln T-Mobile Polska als zweithöchstem Bieter zum Kauf angeboten. Die Zahlung erfolgte im Juli 2016.
  • Mit der Erweiterung des größten europäischen Rechenzentrums in Biere bei Magdeburg wurde planmäßig im Juni 2016 begonnen. Nach nur zwei Jahren Bauzeit soll es in Betrieb genommen werden – rechtzeitig, um die steigende Nachfrage nach sicheren und verlässlichen Cloud-Diensten zu bedienen und den Ausbau unserer Marktführerschaft in Europa weiter voranzutreiben. Für die Erweiterung in Biere werden wir voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. 13
  • Um die Telekommunikation der Zukunft zu entwickeln, streben wir im Rahmen unserer Konzernstrategie „Leading European Telco“ ein paneuropäisches Produktionsmodell mit einer IP-basierten Infrastruktur an. Den Grundstein dafür haben wir im August 2016 mit der Inbetriebnahme unserer ersten Produktionsstätte im ungarischen Budapest gelegt; zwei weitere werden 2017 in Polen und Griechenland entstehen. Diese Produktionsstandorte werden für alle unsere europäischen Landesgesellschaften Dienste – wie Voicemail, SMS oder E-Mail – in Form von Produktbausteinen bereitstellen. Dabei kann jede Landesgesellschaft diese Bausteine individuell gemäß den Bedürfnissen des jeweiligen Markts zusammenstellen. Der Aufbau unseres paneuropäischen Netzes sorgt somit nicht nur für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit auf unseren Märkten, sondern schafft gleichzeitig konzernweit Synergieeffekte.

INNOVATIONEN

  • Unsere Technologieführerschaft konnten wir im Berichtsjahr erneut unter Beweis stellen. Insbesondere bei der Entwicklung des neuen 5G-Standards und in der Schmalband-Kommunikation konnten wir Meilensteine erreichen. Zum Beispiel haben wir auf dem Mobile World Congress in Barcelona das weltweit erste Ende-zu-Ende-5G-System vorgestellt: mit einer Reaktionszeit, sog. „Latenz“, von unter einer Millisekunde – ein technischer Rekord und ein wichtiger Schritt, um wirkliche Echtzeit-Anwendungen wie selbstfahrende Autos oder medizinische Ferneingriffe überhaupt realisieren zu können.
  • Im Oktober 2016 führten wir in unseren Netzen in Deutschland und den Niederlanden das weltweit erste Ende-zu-Ende-System für Schmalband-Kommunikation ein (Narrowband Internet of Things – NB-IoT). Eine der ersten Anwendungen ist ein innovatives Parksystem, das wir zusammen mit unserem Partner Huawei entwickelten. Dabei kommunizieren die in Parkplätzen eingebauten Sensoren per App mit den Autofahrern und leiten sie zu freien Parkplätzen. Die Schmalband-Technik erlaubt den Einsatz von preisgünstigen Sensoren mit geringem Stromverbrauch und ist somit ideal für den flexiblen Einsatz in allen Industrie- und Wirtschaftszweigen. 9  Weitere Informationen zu unseren Innovationen finden Sie im Kapitel „Innovation und Produktentwicklung“.

KOOPERATIONEN

„Mit Partnern gewinnen“ ist eines der vier Handlungsfelder unserer Konzernstrategie. Es unterstreicht, wie wichtig Kooperationen und Partnerschaften für den Erfolg unseres Konzerns sind. Zu den großen Partnern, mit denen wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, gehören z. B. Apple, Samsung oder Microsoft. Auch im Berichtsjahr gingen wir eine Vielzahl von Kooperationen ein bzw. bauten diese aus. Einige möchten wir im Detail vorstellen:

  • Mit Südkoreas größtem Anbieter für mobile Telekommunikationsdienste SK Telecom sind wir Ende Februar 2016 eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel ist es, die Leistungspotenziale als Branchenführer weiter auszubauen, um so zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen. Unsere Zusammenarbeit umfasst dabei insbesondere die Bereiche der Medien- und IoT-Plattformen. Zudem treiben wir in dieser Partnerschaft die Entwicklung der 5G-Technologie weiter voran. Für die von uns initiierte Next Generation Enterprise Network Alliance (ngena) konnten wir SK Telecom als engagierten Partner gewinnen.
  • Auf der Hannover Messe, auf der wir uns im Juni 2016 unter dem Motto „Digitalisierung. Einfach. Machen.“ präsentierten, erweiterten wir unsere Allianz zur Weiterentwicklung des industriellen Internets. Mit Huawei gingen wir eine Zusammenarbeit ein, um den IoT-Massenmarkt für Hardware und Sensorik zu erschließen. Damit neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung schnell in eigene Produktentwicklungen einfließen können, bauen wir unsere langjährige Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz aus. Bei industriellen Datenanalysen ist geplant, mit GE Digital, einer Tochter des US-amerikanischen Industriekonzerns General Electric (GE), zusammenzuarbeiten und deren Cloud-Plattform Predix zu nutzen. Mit GE Digital wollen wir digitale Innovationen in Industriesegmenten wie Produktion, Transport, Energie oder Gesundheit gemeinsam vorantreiben.
  • Unsere Geschäftskundensparte T-Systems und das Energiemanagement-Unternehmen Eaton bündeln seit November 2016 ihre IoT-Kompetenzen: Gemeinsam wollen wir mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauern sichere IoT-Lösungen zur Vernetzung ihrer Systeme in der Cloud bieten. Dabei sorgt eine Automatisierungskomponente von Eaton für eine einfache Anbindung an unsere Multi-IoT-Plattform. Maschinenbauer können also künftig komplette Anlagen direkt aus der Cloud überwachen, warten und dank intelligenter Datenauswertung ihre Produktivität verbessern. 8
  • Wichtig bei der Digitalisierung von kritischen Geschäftsprozessen ist nachhaltige Qualität. Unser Qualitätsprogramm „Zero Outage“ steht dabei für einen stabilen ICT-Betrieb und höchste Kundenzufriedenheit. In unserem globalen Partner-Ökosystem entwickeln wir diese Vision seit 2016 auch mit weiteren namhaften Global Playern der ICT-Industrie weiter und haben den Verein „Zero Outage Industry Standard“ gegründet: Definiert wurde ein branchenweiter, unternehmensübergreifender Standard für IT-Qualität, den wir nun gemeinsam mit allen Partnern etablieren wollen.
  • T-Systems, Daimler und DKV EURO SERVICE streben eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erbringung von europäischen elektronischen Mautdiensten (European Electronic Toll System, EETS) flächendeckend in ganz Europa an. Für die Vermarktung der EETS-Services und die Abwicklung der jeweiligen Maut gegenüber Endkunden wollen die Parteien Vertriebspartner einbinden. Als technische Grundlage der geplanten Dienstleistungen ist eine länderübergreifend einsetzbare On-Board-Unit vorgesehen, um die Abrechnung der Mautgebühren europaweit mit nur einem Gerät zu ermöglichen.

NEUE GROSSKUNDENVERTRÄGE

Im Berichtsjahr setzten wir unsere Erfolgsserie bei den Cloud-Diensten fort. Aber auch in anderen Bereichen konnten wir erfolgreich verschiedene Aufträge im In- und Ausland abschließen, verlängern oder erweitern. Beispielhaft stellen wir nachfolgend einige neue Großkundenverträge vor:

  • Ende Mai 2016 schloss T-Systems einen Vertrag mit ITSCare ab, dem IT-Dienstleister der AOK-Krankenkassen für Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland. Dieser Auftrag im dreistelligen Millionenbereich hat eine Laufzeit von mehreren Jahren und umfasst den zentralen IT-Infrastrukturbetrieb mit Rechenzentrum- und Netzwerk-Services sowie dezentrale Dienstleistungen wie Service Desk und Workplace.
  • Der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG beauftragt T-Systems ab 2018 mit dem Betrieb des zentralen Mautsystems „GoMaut 2.0“. Der im August 2016 erteilte Auftrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren umfasst den Betrieb der IT-Systeme für die Mautverrechnung, der rund 230 Vertriebsstellen im In- und Ausland sowie der 48 mobilen Kontrolleinheiten. Dabei werden wir die Hardware in unserem eigenen hochsicheren Rechenzentrum, dem „T-Center“ in Wien, betreiben sowie bestehende Applikationen weiterentwickeln und modernisieren. Zum Einsatz kommen dann zukunftsweisende Virtualisierungs- und Automatisierungstechnologien, die für mehr Sicherheit und mehr Qualität sorgen sowie die Kosten senken.
  • Erneut konnte T-Systems den Automobilkonzern Daimler von seiner IT-Kompetenz überzeugen und einen Vertrag mit einem Auftragsvolumen im dreistelligen Millionenbereich abschließen: Er beinhaltet den Betrieb und die Modernisierung der Großrechner sowie wichtiger IT-Anwendungen. Weiterhin werden wir mehr als zwei Millionen Fahrzeuge weltweit über die Connected-Car-Plattform von Daimler vernetzen.
  • Ende November 2016 erhielten wir von der Deutschen Bahn den Zuschlag, mehrere zehntausend Terabyte Datenvolumen zur Versorgung der ICE-Flotte mit schnellem Internet zu liefern. Damit sind wir einer der größten Lieferanten von Datenvolumen für das neue, kostenlose WLAN-Angebot in den Zügen der Deutschen Bahn. Voraussetzung dafür ist ein schnelles, belastbares Netz; in dieses haben wir entlang der ICE-Strecken kontinuierlich investiert.
  • Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und T-Systems haben Ende Dezember 2016 einen weiteren Großkundenvertrag unterzeichnet. Nachdem T-Systems Schweiz im Berichtsjahr einen Teil der Applikationen von SBB erfolgreich in die Cloud transferiert hat, folgt nun die gesamte SAP-Infrastruktur. Diese stellen wir zukünftig als Infrastructure-as-a-Service (IaaS) zur Verfügung. Außerdem sollen Platform-as-a-Service-(Paas-) Dienste künftig in einer Cloud-basierten Plattform in der Schweiz gebündelt werden.
  • Das britische Telekommunikationsunternehmen BT erweitert sein Cloud-Ökosystem mit T-Systems. Der im Dezember 2016 unterzeichnete Vertrag sieht vor, Cloud-basierte SAP-Lösungen aus unseren Rechenzentren bereitzustellen. Ab dem ersten Halbjahr 2017 können Geschäftskunden der BT den neuen PaaS-Service „BT Compute for SAP“ beziehen.

NEUE PRODUKTE UND TARIFE

Natürlich haben wir auch im Berichtsjahr neue Dienste, Produkte und Tarife auf den Markt gebracht. Einige davon stellen wir nachfolgend vor.  Weitere Informationen erhalten Sie online unter www.telekom.com/medien

  • Im März 2016 präsentierten wir auf der CeBIT mit unserer „Open Telekom Cloud“ einen weiteren zentralen Baustein, um unser Cloud-Ökosystem zu erweitern. Geschäftskunden können neben maßgeschneiderten Private-Cloud-Lösungen auch Infrastruktur, Software und Anwendungen nach Bedarf kostengünstig und sicher über das Internet beziehen.
  • Unsere Sicherheitslösungen aus dem MagentaSecurity Portfolio haben wir weiter ausgebaut. Wir bündeln alle Sicherheitsbereiche unseres Konzerns in unserem neuen Bereich Telekom Security; dabei setzen wir sowohl auf Eigenentwicklungen als auch auf Angebote in Zusammenarbeit mit führenden internationalen Sicherheitsspezialisten.
  • „MagentaOne“ ist seit März 2016 für Privatkunden in allen unseren europäischen integrierten Märkten verfügbar. Bei der Vermarktung unseres konvergenten Produkt-Portfolios setzen wir auf ein internationales Marketing-Konzept – angepasst an lokale Marktgegebenheiten und Anforderungen.
  • Mit den „MagentaMobil Happy“ Tarifen, buchbar seit März 2016, können unsere „MagentaEins“ Kunden in Deutschland im Rahmen einer Vertragsverlängerung alle zwölf Monate vergünstigt ein neues Top-Smartphone oder -Tablet erwerben. Seit Mitte April 2016 sind in den „MagentaMobil“ Tarifen noch mehr Inklusivleistungen enthalten: Neben einem höheren Highspeed-Datenvolumen gibt es eine integrierte HotSpot-Flatrate sowie ein kostenloses EU-Roaming-Paket für Telefon, SMS und mobile Datennutzung. Unsere „MagentaMobil Start“ Prepaid-Portfolios haben wir neu gestaltet: Seit Oktober 2016 profitieren unsere Kunden in Deutschland von attraktiven Angeboten, z. B. 50 % mehr Datenvolumen im Vergleich zu den Alttarifen und Datengeschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s im LTE-Netz.
  • Für den einfachen Einstieg von Unternehmen in die Digitalisierung präsentierten wir auf der Hannover Messe 2016 unser neues „Cloud der Dinge“-Starter-Kit: Damit können Unternehmen jeder Größe ihre Maschinen, Geräte oder Fahrzeuge ohne aufwändige Installation vernetzen und aus der Ferne überwachen. Unsere Plattform – betrieben in unserem sicheren deutschen Rechenzentrum – empfängt die Daten und stellt sie den Kunden über ein Online-Portal bereit.
  • Im Mai 2016 fiel der Startschuss für unser neues TV-Angebot „EntertainTV“ – mit neuem Design, neuer Benutzeroberfläche mit größtem Bedienkomfort sowie neuer eleganter Hardware. Kunden können nun einzigartige Technologien nutzen: Mit der „Restart“-Funktion verpassen Kunden nicht mehr den Anfang bereits begonnener Sendungen. Noch mehr Freiheit schafft die „7-Tage-Replay-Funktion“: Replay-fähige Sendungen können bis zu eine Woche nach Ausstrahlung noch angeschaut werden. EntertainTV verbindet Live-TV, On-Demand-Angebote, Apps und Mediatheken auf einer Plattform – und zwar nicht nur für das Anschauen auf dem Fernseher, sondern mit der Zubuchoption „EntertainTV mobil“ auch auf dem Tablet oder dem Smartphone.
  • Seit Mai 2016 profitieren Kunden, die im Festnetz von einem anderen Anbieter zu uns wechseln, von einem persönlichen Wechselberater – nach Bauherren-Service und Umzugsmanager ein weiterer Baustein, um das Kundenerlebnis zu verbessern und die Kundenbindung zu erhöhen. Zudem bieten wir seit Dezember 2016 zwei neue Services in unserer Kunden-Hotline an: Zum einen haben Kunden die Möglichkeit, sich mit dem gleichen Berater verbinden zu lassen, zum anderen ruft unsere Hotline Kunden innerhalb einer zuvor genannten Wartezeit zurück.
  • Unsere Mobilfunk-Kunden können seit Juni 2016 mit der kostenfreien Zubuchoption „WLAN Call“ mit ihrem Smartphone über jedes beliebige WLAN-Netz im In- und Ausland telefonieren. Benötigt wird lediglich ein „WLAN Call“-fähiges Smartphone sowie ein Mobilfunk-Vertrag, der Voice over LTE enthält. Die entsprechende Software wird in das Smartphone implementiert, d. h., eine zusätzliche App ist nicht notwendig. „WLAN Call“ ist v. a. dort von Vorteil, wo baulich bedingt kein ausreichender Mobilfunk-Empfang möglich, aber WLAN verfügbar ist, wie z. B. in Tiefgaragen oder Kellern.
  • Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) starteten wir Ende Juni 2016 die Volksverschlüsselung – die sichere E-Mail für jedermann. Das Fraunhofer SIT entwickelt diese benutzerfreundliche Software: Sie generiert einen kryptografischen Schlüssel und konfiguriert die E-Mail-Programme der Benutzer. Mit der kostenfreien Volksverschlüsselung haben wir gemeinsam mit dem Fraunhofer SIT eine Initiative gestartet, um die Nutzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Bevölkerung zu verbreiten und damit den Schutz der elektronischen Kommunikation von Privatpersonen sowie Unternehmen zu erhöhen. 9
  • Der „PaketButler“, unsere vernetzte Lösung für die einfache Paketannahme und den Versand von Retouren, ist seit November 2016 bundesweit im Einsatz. Gemeinsam mit unserem Partner feldsechs aus Hamburg haben wir den „PaketButler“ entwickelt und ihn in enger Kooperation mit DHL auf den Markt gebracht. Grundsätzlich können ihn aber alle Zustellunternehmen nutzen. Die vernetzte Paketbox sorgt für sichere, einfache und komfortable Paketannahme und -versand auch dann, wenn niemand zu Hause ist. Dafür stellt der Kunde die Box mit integrierter SIM-Karte einfach vor die Tür und verankert deren reißfesten Gurt zwischen Zarge und Tür. Der Zusteller deponiert die Sendung diebstahlsicher in der Box, „PaketButler“ sendet eine Push-Nachricht auf das Smartphone des Empfängers, dass seine Bestellung eingetroffen ist.
  • Im September 2016 startete T-Mobile US die neueste „Uncarrier“-Initiative: In den Tarifen T-Mobile ONE und T-Mobile ONE Plus können Kunden unbegrenzt telefonieren, SMS versenden und über ein unbegrenztes Hochgeschwindigkeits-4G/LTE-Datenvolumen verfügen. T-Mobile ONE bietet Videostreams in DVD-Qualität (480p) und Tethering mit maximaler 3G-Geschwindigkeit. Kunden im Tarif T-Mobile ONE Plus erhalten zusätzlich unbegrenztes Hochgeschwindigkeits-4G/LTE Mobile-HotSpot-Datenvolumen, beliebig viele HD DayPasses und bis zu doppelt so schnelle Verbindungen bei Auslandsreisen in mehr als 140 Ländern und Reisezielen.
  • Unsere neue Multi-IoT-Plattform im Cloud-Rechenzentrum in Biere führt seit Oktober 2016 verschiedene IoT-Plattformen namhafter Anbieter, wie z. B. Microsoft, Cisco und Huawei, zusammen. Damit wird eine übergreifende und Endgeräte-unabhängige Nutzung von IoT-Lösungen ermöglicht. Unterschiedliche Plattformen und Standards hemmen die Marktentwicklung des Internets der Dinge. Mit unserer Multi-IoT-Plattform bieten wir eine industrieübergreifende, skalierbare Plattform an sowie zum schnellen Einstieg ins IoT die passenden IoT-Komplettpakete.

AUSZEICHNUNGEN

Auch im Berichtsjahr erhielten wir eine Vielzahl von Auszeichnungen, u. a. für unsere hervorragenden Netze, unseren herausragenden Service, unsere innovativen Marketing-Konzepte sowie für unsere überaus wertvolle Marke „Telekom“. Die nachfolgende Grafik stellt die wichtigsten Auszeichnungen 2016 zusammen.  Weitere Auszeichnungen finden Sie online unter www.telekom.com/medien   Informationen zu unseren Auszeichnungen für unsere Personalarbeit finden Sie im Kapitel „Mitarbeiter“.

Grafik: Wesentliche Auszeichnungen 2016