Die Deutsche Telekom auf einen Blick

Wir halten, was wir versprechen: Auch 2016 haben wir unsere Jahresprognose erfüllt. Wie geplant steigerten wir den Konzernumsatz deutlich. Und mit einem bereinigten EBITDA von 21,4 Mrd. € haben wir unseren angestrebten Zielwert von rund 21,2 Mrd. € übertroffen. Beim Free Cashflow gelang uns bei unverändert hohem Investitionsvolumen eine Punktlandung. Auch unsere Aktionäre haben von der guten Geschäftsentwicklung profitiert: Sie erhielten für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividendenausschüttung von 0,55 € je Aktie und partizipierten somit am Wachstum des Free Cashflows von rund 9 %.

Beim Konzernumsatz konnten wir gegenüber dem Vorjahr nochmals zulegen: Er wuchs von 69,2 Mrd. € auf 73,1 Mrd. € – ein Plus von 5,6 %. Wachstumstreiber ist nach wie vor das starke US-Geschäft mit einem Umsatzplus von 16,6 %. In unserem Heimatmarkt Deutschland waren die Umsätze um 1,7 % rückläufig – in erster Linie aufgrund geringerer Umsätze mit Mobilfunk-Endgeräten ohne Vertragsbeziehung. Nach wie vor stand das Geschäft in unserem operativen Segment Europa regulierungs- und wettbewerbsbedingt unter Druck. Im Wesentlichen resultierte der Rückgang von 2,1 % aus der Ausgliederung des Energie-Resale-Geschäfts zum 1. Januar 2016 in Ungarn. Trotz des Abschlusses der Aufbauphase des Mauterhebungssystems in Belgien Anfang 2016 lag der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft um 3,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Generell wirkte sich die rückläufige Preisentwicklung im ICT-Geschäft negativ aus.

Grafik: Konzernumsatz

Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zu 2015 deutlich um 7,6 %. Wachstumsmotor war – wie auch schon beim Umsatz – unser US-Geschäft mit einem Plus von 28,7 %. In unserem operativen Segment Deutschland blieb das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr stabil, während es in unserem operativen Segment Europa v. a. wettbewerbs- und regulierungsbedingt zurückging. Auch in unserem operativen Segment Systemgeschäft sank das bereinigte EBITDA; zurückzuführen ist dies auf bilanzielle Risikovorsorgemaßnahmen für einzelne Großkundenverträge.

Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 29,3 % über Vorjahresniveau. Unsere margenstärksten operativen Segmente sind weiterhin Deutschland mit 39,9 % und Europa mit 32,1 %.

Grafik: EBITDA bereinigt

Unser EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr stark um 2,1 Mrd. € auf 9,2 Mrd. €. Grund dafür ist v. a. ein Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE von rund 2,5 Mrd. €. Auch die unterjährig vollzogenen Tauschtransaktionen über Mobilfunk-Lizenzen in den USA sowie die Verkäufe von weiteren Teilen unseres Aktienpakets an der Scout24 AG wirkten positiv auf die Entwicklung des EBIT. Mindernd wirkten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Goodwill) und Sachanlagen aus.

Grafik: EBIT

Trotz des starken EBIT-Anstiegs ging unser Konzernüberschuss um 0,6 Mrd. € bzw. 17,8 % zurück. Grund dafür ist u. a. die rückläufige Entwicklung unseres Finanzergebnisses. Einen wesentlichen Einfluss hierauf hatte die erfolgswirksam erfasste Wertminderung unseres Anteils an der BT in Höhe von 2,2 Mrd. €. Der Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,4 Mrd. € und lag damit um 0,2 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich gegenüber 2015 um 0,2 Mrd. €.

Grafik: Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr um 2,4 Mrd. € auf 50,0 Mrd. €. Hauptgründe dafür waren der Erwerb von Mobilfunk-Spektrum für 2,7 Mrd. €, Dividendenzahlungen – inkl. an Minderheiten in Beteiligungen – von 1,6 Mrd. €, Währungskurseffekte (0,8 Mrd. €) sowie Zahlungen an externe Versorgungsträger (Dotierung CTA: 0,3 Mrd. €). Mindernd wirkten der Free Cashflow von 4,9 Mrd. € sowie die Veräußerungen von Teilen unseres Aktienpakets an der Scout24 AG (0,1 Mrd. €).

Grafik: Netto-Finanzverbindlichkeiten

Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) verminderte sich um 1,0 Mrd. € auf 13,6 Mrd. €. Zurückzuführen ist dieser Rückgang in erster Linie auf Spektrumerwerbe von insgesamt 2,7 Mrd. €, v. a. in den USA und in Europa, denen im Vorjahr insgesamt 3,8 Mrd. € gegenüberstanden. Das Investitionsniveau (Cash Capex vor Investitionen in Spektrum) lag im Berichtsjahr mit 11,0 Mrd. € leicht über dem des Vorjahres. Im Fokus standen dabei v. a. unsere operativen Segmente Deutschland, Europa und USA: Der Cash Capex stieg hier jeweils im Zusammenhang mit den Investitionen, die wir im Rahmen des Ausbaus und der Modernisierung unserer Netze getätigt haben.

Grafik: Cash Capex

Obwohl wir weiterhin massiv in unseren Netzausbau investiert haben, verbesserte sich der Free Cashflow auf 4,9 Mrd. €. Die allgemein gute Geschäftsentwicklung schlug sich in einer Verbesserung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit nieder; dieser konnte den Anstieg des Investitionsniveaus mehr als ausgleichen.

Grafik: Free Cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum)

Unsere zentrale Steuerungsgröße Kapitalrendite (ROCE) verbesserte sich im Berichtsjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 5,7 %. Ursache für die positive Entwicklung war eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (NOPAT), welches einen Anstieg des durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögens (NOA) überkompensierte. Der NOPAT war 2016 v. a. durch den Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils am Joint Venture EE sowie die Erträge aus vollzogenen Tauschtransaktionen über Mobilfunk-Lizenzen bei T-Mobile US positiv beeinflusst. Gegenläufig – wenn auch in geringerer Höhe – wirkten sich im Geschäftsjahr vorgenommene Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagen aus. Der Anstieg des durchschnittlichen NOA steht v. a. im Zusammenhang mit dem Aufbau von Vermögenswerten in unseren operativen Segmenten USA und Deutschland. Zuzuschreiben ist dies in Deutschland v. a. den Investitionen im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie. In den USA trugen neben dem weiteren Netzausbau auch die Spektrumerwerbe und Spektrumtauschtransaktionen zu einem höheren NOA bei. Weitere Erläuterungen: Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“.

Grafik: ROCE