Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Berichtsjahres weiter Fahrt aufgenommen. Grund dafür sind zum einen der starke private Konsum und der prosperierende Welthandel, zum anderen die sich sehr dynamisch entwickelnden Investitionen in den meisten Industrie- und Schwellenländern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose von Januar 2018 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2017 um 4,7 % und in den Industrieländern um 2,3 % gewachsen ist.

In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirtschaften 2017 überwiegend positiv entwickelt. Das BIP in Deutschland erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 %, nach wie vor v. a. gestützt vom Exportwachstum und vom privaten Konsum. Die Arbeitslosenquote lag in 2017 mit durchschnittlich 5,7 % auf dem niedrigsten Niveau seit der deutschen Wiedervereinigung. Die US-Wirtschaft wuchs im Berichtsjahr um 2,3 %, die Arbeitslosenquote lag Ende des Jahres mit 4,1 % auf dem niedrigsten Niveau seit 17 Jahren. In nahezu allen Ländern unseres operativen Segments Europa entwickelten sich die BIP-Wachstumsraten auch 2017 sehr positiv. Die Volkswirtschaften profitierten weiterhin von einem steigenden Binnenkonsum und der stabilen Nachfrage, in erster Linie aus der Eurozone. Auch Griechenlands Volkswirtschaft hat sich stabilisiert.

Die Lage an den nationalen Arbeitsmärkten in unserem operativen Segment Europa hat sich in den meisten Ländern dank des positiven Wirtschaftswachstums weiter verbessert. Wegen der tiefen Rezession der letzten Jahre leidet Griechenland nach wie vor unter einer hohen strukturellen Arbeitslosigkeit. Hohe strukturelle Arbeitslosenquoten führen bei den Betroffenen zu einer Verringerung der Kaufkraft und beeinflussen ihre Zahlungsbereitschaft. So haben Kunden ihr Nachfrageverhalten zum Teil angepasst. Neben der langfristigen Arbeitslosigkeit wirkten sich auch die Sparmaßnahmen öffentlicher Auftraggeber und die geringe Investitionsneigung nachteilig auf die Nachfrage nach Telekommunikations- und ICT-Dienstleistungen aus. In einigen Ländern hatte der hohe Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge, dass Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten wurden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und der Arbeitslosenquoten in unseren wichtigsten Märkten.

Entwicklung des BIP und der Arbeitslosenquote in unseren Kernmärkten von 2015 bis 2017
in %
  BIP 2015
gegenüber
2014
BIP 2016
gegenüber
2015
Schätzung
BIP 2017
gegenüber
2016
Arbeitslosenquote
2015
Arbeitslosenquote
2016
Schätzung Arbeitslosenquote
2017
Deutschland 1,7 1,9 2,2 6,4 6,1 5,7
USA 2,9 1,5 2,3 5,3 4,9 4,4
Griechenland (0,2) (0,1) 1,3 25,0 23,6 21,4
Rumänien 3,9 4,9 6,5 6,8 5,9 5,2
Ungarn 3,2 1,9 3,8 6,2 4,3 4,2
Polen 3,8 2,7 4,3 7,5 6,2 6,1
Tschechische Republik 5,3 2,6 4,4 5,1 4,0 3,7
Kroatien 2,2 3,0 2,9 17,4 14,8 12,1
Niederlande 2,3 2,2 3,1 6,9 6,0 5,0
Slowakei 3,8 3,3 3,3 11,5 9,7 8,1
Österreich 1,1 1,5 2,7 5,7 6,0 5,4
Großbritannien 2,3 1,8 1,6 5,4 4,9 4,4
 
Quellen: Nationale Behörden, Bloomberg Consensus, Stand Januar 2018.