Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)
in Mio. €
  31.12.2017 Veränderung 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Aktiva            
Kurzfristige Vermögenswerte 20 392 (6 246) 26 638 32 184 29 798 21 963
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 312 (4 435) 7 747 6 897 7 523 7 970
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 723 361 9 362 9 238 10 454 7 712
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 161 (211) 372 6 922 5 878 1 033
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 7 196 (1 961) 9 157 9 127 5 943 5 248
Langfristige Vermögenswerte 120 943 (904) 121 847 111 736 99 562 96 185
Immaterielle Vermögenswerte 62 865 2 266 60 599 57 025 51 565 45 967
Sachanlagen 46 878 120 46 758 44 637 39 616 37 427
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 651 (74) 725 822 617 6 167
Übrige langfristige Vermögenswerte 10 548 (3 217) 13 765 9 252 7 764 6 624
Bilanzsumme 141 334 (7 151) 148 485 143 920 129 360 118 148
Passiva            
Kurzfristige Schulden 27 366 (5 760) 33 126 33 548 28 198 22 496
Finanzielle Verbindlichkeiten 8 358 (6 064) 14 422 14 439 10 558 7 891
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 10 971 530 10 441 11 090 9 681 7 259
Kurzfristige Rückstellungen 3 372 304 3 068 3 367 3 517 3 120
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (194) 194 4 6 113
Übrige kurzfristige Schulden 4 664 (337) 5 001 4 648 4 436 4 113
Langfristige Schulden 71 498 (5 016) 76 514 72 222 67 096 63 589
Finanzielle Verbindlichkeiten 49 171 (1 057) 50 228 47 941 44 669 43 708
Langfristige Rückstellungen 11 530 (241) 11 771 11 006 10 838 9 077
Übrige langfristige Schulden 10 798 (3 717) 14 515 13 275 11 589 10 804
Eigenkapital 42 470 3 625 38 845 38 150 34 066 32 063
Bilanzsumme 141 334 (7 151) 148 485 143 920 129 360 118 148
Grafik: Konzern-Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme beträgt 141,3 Mrd. € und reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 7,2 Mrd. €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Weiterhin trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zum Rückgang der Bilanzsumme bei.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mrd. €, u. a. aufgrund der Auszahlung für die in den USA erworbenen Spektrum-Lizenzen in Höhe von 5,2 Mrd. €. Detailinformationen zur Veränderung des Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind der „Konzern-Kapitalflussrechnung“   und Angabe 30 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erhöhten sich um 0,4 Mrd. € auf 9,7 Mrd. €. In den operativen Segmenten Europa, Group Development und Deutschland erhöhte sich der Forderungsbestand zum Jahresende jeweils leicht. Der Forderungsbestand im operativen Segment USA lag nahezu auf Vorjahresniveau. Hierbei wirkte das gestiegene Forderungsvolumen für auf Ratenzahlungen verkaufte Endgeräte im Rahmen der Markteinführung neuer höherpreisiger Smartphones erhöhend. Im Wesentlichen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro sowie im Berichtszeitraum abgeschlossene Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe fälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kompensierten diesen Anstieg.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reduzierten sich um 0,2 Mrd. € auf 0,2 Mrd. €. Der im März 2017 abgeschlossene Verkauf der Strato wirkte sich in Höhe von 0,1 Mrd. € mindernd aus. Darüber hinaus reduzierte die von T-Mobile US im März 2017 abgeschlossene Transaktion über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen den Wert ebenfalls in Höhe von 0,1 Mrd. €. Unterjährig wurden im operativen Segment USA weitere Transaktionen über den Tausch von Mobilfunk-Lizenzen vereinbart und vollzogen.

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte entwickelten sich bis zum 31. Dezember 2017 wie folgt: Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich um 2,4 Mrd. € auf 3,3 Mrd. €. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verwendung einer, im Juni 2016 bei der US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde hinterlegten, Barsicherheit in Höhe von 2,0 Mrd. € im Zusammenhang mit der im April 2017 abgeschlossenen Auktion zum Erwerb von Spektrumlizenzen im operativen Segment USA. Weiterhin trugen Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro zum Rückgang bei. Die Vorräte erhöhten sich um 0,4 Mrd. € auf 2,0 Mrd. €, v. a. aufgrund eines zum Abschluss-Stichtag höheren Bestands an Endgeräten (v. a. neu eingeführte, höherpreisige Smartphone-Modelle) in unseren operativen Segmenten USA und Deutschland. Auch hier reduzierten Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro den Buchwert.

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich im Vergleich zum Jahresende 2016 um 2,4 Mrd. € auf insgesamt 109,7 Mrd. € erhöht.

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 2,3 Mrd. € auf 62,9 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund von Zugängen von insgesamt 11,6 Mrd. €. Insbesondere die Investitionen für den Erwerb neuer Mobilfunk-Lizenzen im Zuge der im April 2017 abgeschlossenen Spektrumauktion im operativen Segment USA wirkten mit 7,2 Mrd. € erhöhend. Weiterhin erhöhte eine, bereits zum 30. September 2017 erfasste, teilweise Wertaufholung bei von T-Mobile US in der Vergangenheit erworbenen Spektrum-Lizenzen den Buchwert um 1,7 Mrd. €. Im operativen Segment Systemgeschäft führte dagegen der unerwartete Rückgang des Auftragseingangs zu einer unterjährigen Überprüfung der Werthaltigkeit der dieser Einheit zugeordneten Vermögenswerte. In der Folge wurde zum 30. September 2017 eine Wertminderung des Goodwills in Höhe von 1,2 Mrd. € erfasst. Im operativen Segment Europa führte der jährlich durchgeführte Werthaltigkeitstest zu Wertminderungen der Goodwills in unseren Landesgesellschaften in Polen, Rumänien und Albanien in Höhe von insgesamt 0,8 Mrd. €. Ebenfalls buchwertmindernd wirkten Währungskurseffekte in Höhe von 4,5 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, sowie planmäßige Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. €. Vorgenommene Reklassifizierungen von immateriellen Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen in Höhe von 0,3 Mrd. € reduzierten den Buchwert ebenfalls.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 0,1 Mrd. € auf 46,9 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 11,5 Mrd. €, resultieren aus Investitionen in den verstärkten Netzausbau im operativen Segment USA sowie in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, die IP-Transformation und die Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa. Hierin enthalten sind auch 1,0 Mrd. € für Aktivierungen höherpreisiger Mobilfunk-Endgeräte im Zusammenhang mit dem bei
T-Mobile US eingeführten Geschäftsmodell „JUMP! On Demand“, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Von den Anlagenzugängen entfielen 69 % auf Investitionen, die der Steigerung der betrieblichen Kapazität dienten. Währungskurseffekte in Höhe von 1,9 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro reduzierten den Buchwert. Darüber hinaus wirkten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 8,3 Mrd. €, Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie Abgänge von 1,0 Mrd. € buchwertmindernd. Von den Abgängen entfielen 0,7 Mrd. € auf durch Kunden im Rahmen von „JUMP! On Demand“ zurückgegebene Endgeräte.

In den übrigen langfristigen Vermögenswerten waren zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Jahresende 2016 folgende wesentliche Effekte enthalten: Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 2,2 Mrd. € auf 5,7 Mrd. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den in 2017 in Höhe von 1,5 Mrd. € erfolgswirksam erfassten Wertminderungen auf die börsengehandelten Anteile an BT sowie aus der Ausübung und Bewertung der in von T-Mobile US emittierten Anleihen eingebetteten Optionen auf vorzeitige Tilgung. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mrd. €. Grund war u. a. die infolge der Absenkung des ab dem Jahr 2018 anzuwendenden Steuersatzes für US-Bundessteuern vorzunehmende Neubewertung der latenten Steuern.

Unsere kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2016 um 7,1 Mrd. € auf insgesamt 57,5 Mrd. € verringert. Dies ist im Wesentlichen durch die vorzeitige Rückzahlung von Schuldtiteln der T-Mobile US in Höhe von umgerechnet 9,5 Mrd. € sowie durch reguläre Tilgungen von Anleiheverbindlichkeiten in Höhe von 3,3 Mrd. € begründet. Neue Anleihen wurden in Höhe von umgerechnet 10,2 Mrd. € begeben. In unserem operativen Segment USA erfolgte im Dezember 2017 die obligatorische Umwandlung von im Dezember 2014 von T-Mobile US emittierten Vorzugsaktien (Mandatory Convertible Preferred Stock) in Stammaktien der T-Mobile US. In diesem Zusammenhang wurden 0,8 Mrd. € aus den finanziellen Verbindlichkeiten in die Kapitalrücklagen umgebucht. Damit einhergehend erfolgte die Umbuchung von in diesen Vorzugsaktien eingebetteten Wandlungsrechten aus den finanziellen Verbindlichkeiten in die Kapitalrücklagen in Höhe von weiteren 0,9 Mrd. €. Für weitere Informationen zur Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Erläuterungen in Angabe 10 „Finanzielle Verbindlichkeiten“ im Konzern-Anhang.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2016 um 0,5 Mrd. € auf 11,0 Mrd. €. Grund dafür sind insbesondere höhere Bestände an Endgeräten (v. a. neu eingeführte, höherpreisige Smartphone-Modelle) in unseren operativen Segmenten USA und Deutschland. Gegenläufig wirkten sich Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro aus.

Unsere kurz- und langfristigen Rückstellungen lagen mit 14,9 Mrd. € um 0,1 Mrd. € leicht über Vorjahresniveau. Davon entfielen 8,4 Mrd. € (31. Dezember 2016: 8,5 Mrd. €) auf Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen. Der geringe Rückgang der Pensionsrückstellungen ist im Wesentlichen durch die positive Renditeentwicklung bei den ausgegliederten Vermögenswerten, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster versicherungsmathematischer Gewinn in Höhe von 0,1 Mrd. € resultierte, begründet. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 6,5 Mrd. € leicht über dem Vorjahresniveau.

Die übrigen langfristigen Schulden reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Mrd. € auf 10,8 Mrd. €. Darin enthalten sind u. a. passive latente Steuern, die sich gegenüber dem Jahresende 2016 um 3,0 Mrd. € auf 7,0 Mrd. € reduzierten. Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA und steht im Zusammenhang mit der Absenkung des ab dem Jahr 2018 anzuwendenden Steuersatzes für US-Bundessteuern von 35 auf 21 % und der daraus folgenden Neubewertung des Passivüberhangs latenter Steuern. Weiterhin verringerten sich die übrigen Schulden aufgrund des Rückgangs der Verbindlichkeiten aus Vorruhestand gegenüber der Bundesanstalt für Post- und Telekommunikation sowie durch Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. Dezember 2016 von 38,8 Mrd. € auf 42,5 Mrd. € an. Erhöhend wirkte dabei der Überschuss in Höhe von 5,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit der in unserem operativen Segment USA im Dezember 2017 durchgeführten Umwandlung von emittierten Vorzugsaktien (Mandatory Convertible Preferred Stock) in Stammaktien der
T-Mobile US, einschließlich der Umbuchung von in diesen Vorzugsaktien eingebetteten Wandlungsrechten, erhöhte sich das Eigenkapital insgesamt um 1,7 Mrd. €. Zudem wurde im Zusammenhang mit der unseren Aktionären gewährten Möglichkeit, ihre Dividendenansprüche 2016 in Aktien zu tauschen, eine Kapitalerhöhung unter Einbringung der Dividendenansprüche von 1,4 Mrd. € durchgeführt. Dem entgegen standen Dividendenausschüttungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 2,8 Mrd. € und an Minderheiten in Beteiligungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Aus dem Anfang Dezember 2017 von T-Mobile US angekündigten Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum 31. Dezember 2017 Stammaktien im Wert von 0,4 Mrd. US-$ (rund 0,4 Mrd. €) erworben; bis Ende 2018 kann T-Mobile US Stammaktien der Gesellschaft im Wert von insgesamt bis zu 1,5 Mrd. US-$ zurückerwerben. Ergebnisneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung reduzierten das Eigenkapital um 2,2 Mrd. €.

Netto-Finanzverbindlichkeiten
in Mio. €
  31.12.2017 Veränderung 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 8 358 (6 064) 14 422 14 439 10 558 7 891
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 49 171 (1 057) 50 228 47 941 44 669 43 708
Finanzielle Verbindlichkeiten 57 529 (7 121) 64 650 62 380 55 227 51 599
             
Zinsabgrenzungen (692) 263 (955) (1 014) (1 097) (1 091)
Sonstige (781) 248 (1 029) (857) (1 038) (881)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 56 056 (6 610) 62 666 60 509 53 092 49 627
             
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 312 (4 435) 7 747 6 897 7 523 7 970
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 7 (3) 10 2 877 289 310
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 317 (1 062) 2 379 2 686 1 343 771
Andere finanzielle Vermögenswerte 629 (1 942) 2 571 479 1 437 1 483
Netto-Finanzverbindlichkeiten 50 791 832 49 959 47 570 42 500 39 093
Grafik: Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mrd. € auf 50,8 Mrd. €. Die dafür ursächlichen Effekte haben wir in der vorstehenden Grafik dargestellt. Die sonstigen Effekte in Höhe von 1,3 Mrd. € enthalten u. a. Verbindlichkeiten für den Erwerb von Medienübertragungsrechten sowie Finanzierungsformen, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Einbeziehung von Bankgeschäften später fällig werden. Darüber hinaus ist hier der zuvor beschriebene Erwerb von Stammaktien der T-Mobile US im Zusammenhang mit dem Aktienrückkaufprogramm enthalten.

Nicht-bilanziertes Vermögen und sonstige Finanzierungsformen. Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht-bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich v. a. um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in Angabe 33 „Leasing-Verhältnisse“  und auf Angabe 34 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Konzern-Anhang.

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2017 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 4,7 Mrd. € (31. Dezember 2016: 4,9 Mrd. €). Dies beinhaltet im Wesentlichen Factoring-Vereinbarungen in den operativen Segmenten USA und Deutschland. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungsmanagement genutzt.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Höhe von 0,3 Mrd. € (2016: 0,2 Mrd. €) Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden und bei Zahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. In der Folge weisen wir diese in der Bilanz unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus.

2017 haben wir in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € (2016: 0,9 Mrd. €), im Wesentlichen im operativen Segment USA Netzwerkausstattung angemietet, die als Finanzierungs-Leasing-Verhältnis abgebildet wird. In der Bilanz weisen wir dies folglich ebenfalls unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus, die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Finanz-Management. Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury.

Rating der Deutschen Telekom AG
  Standard &
 Poor’s
Moody’s Fitch
Langfrist-Rating      
31.12.2013 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2014 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2015 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2016 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2017 BBB+ Baa1 BBB+
Ausblick stabil stabil stabil
Kurzfrist-Rating A-2 P-2 F2
Finanzielle Flexibilität
    2017 2016 2015 2014 2013
Relative Verschuldung            
             
Netto-Finanzverbindlichkeiten   2,3 x 2,3 x 2,4 x 2,4 x 2,2 x
EBITDA (bereinigt um
 Sondereinflüsse)
           
Eigenkapitalquote  % 30,0 26,2 26,5 26,3 27,1

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl Relative Verschuldung ein. Sie ist zentraler Bestandteil unserer Finanzstrategie und gilt als wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating-Agenturen.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
in Mio. €
  2017 2016 2015
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17 196 15 533 14 997
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (Cash Capex) (12 099) (10 958) (10 818)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 400 364 367
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 5 497 4 939 4 546
       
Cashflow aus Investitionstätigkeit (16 814) (13 608) (15 015)
       
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (4 594) (1 322) (876)
Auswirkungen von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (226) 250 267
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 3 (3) 1
Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel (4 435) 850 (626)
       
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 312 7 747 6 897

Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,9 Mrd. € auf 5,5 Mrd. €. Dabei erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 1,7 Mrd. € auf 17,2 Mrd. €. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen stiegen um 1,1 Mrd. €.

Zum Anstieg des Cashflows aus Geschäftstätigkeit trug in erster Linie die positive Geschäftsentwicklung unseres operativen Segments USA bei. Im Berichtsjahr wurden Factoring-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen in den operativen Segmenten USA und Deutschland abgeschlossen. Der Effekt auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit beträgt 0,3 Mrd. € und liegt damit um 0,5 Mrd. € unter dem Wert des Vorjahres. In 2016 erhaltene Einzahlungen aus der Auflösung bzw. Konditionenänderung von Zinsderivaten wirkten im Vorjahresvergleich mit 0,3 Mrd. € negativ. Negativ wirkte auch eine im Vorjahresvergleich um 0,1 Mrd.  € höhere Auszahlung für Ertragsteuern. Den erhaltenen Dividendenzahlungen der BT in Höhe von 0,2 Mrd. € standen im Vorjahr Dividendenzahlungen der BT in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie des ehemaligen Joint Ventures EE in Höhe von 0,2 Mrd. € gegenüber. Dagegen wirkten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. € niedrigere Nettozinszahlungen positiv auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit aus.

Der gegenüber 2016 um 1,1 Mrd. € gestiegene Cash Capex resultierte v. a. aus den operativen Segmenten USA, Deutschland und Europa. Die Auszahlungen stehen im Zusammenhang mit der Netzmodernisierung und dem weiteren Netzausbau, einschließlich des Ausbaus des 4G/LTE-Netzwerks, sowie dem Breitband/Glasfaserausbau. Zusätzliche Informationen sind Angabe 30 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Überleitung zu den in 2017 durchgeführten Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresperiode
in Mio. €
  Gesamt-
umsatz
Betriebs-
ergebnis (EBIT)
EBITDA EBITDA
bereinigt
Planmäßige Abschrei-
bungen
Wertmin-
derungen
Segment-
vermögen
Segment-
schulden
FY 2016/31. DEZEMBER 2016
Darstellung zum 31. Dezember 2016 ‒ wie berichtet
               
Deutschland 22 041 4 081 7 890 8 800 (3 796) (13) 33 353 26 423
USA 33 738 3 685 8 967 8 561 (5 282) 68 349 49 791
Europa 12 747 717 3 963 4 094 (2 594) (652) 30 778 12 519
Systemgeschäft 7 907 (330) 245 582 (575) 9 031 6 073
Group Headquarters & Group Services 2 212 1 001 1 522 (576) (493) (28) 42 628 50 502
Summe 78 645 9 154 22 587 21 461 (12 740) (693) 184 139 145 308
Überleitung (5 550) 10 (43) (41) 53 (35 654) (35 668)
Konzern 73 095 9 164 22 544 21 420 (12 687) (693) 148 485 109 640
FY 2016/31. DEZEMBER 2016
+/– Ausweisänderungen Vorstandsbereich Technologie und Innovation sowie operatives Segment Group Development
               
Deutschland (267) (457) (563) (563) 106 (1 336) (829)
USA
Europa (1 293) 467 (190) (228) 242 415 (4 178) (1 528)
Systemgeschäft (914) 180 33 (52) 147 (1 569) (830)
Group Development 2 347 2 730 3 490 943 (345) (415) 11 221 2 417
Group Headquarters & Group Services 1 255 (2 920) (2 765) (94) (155) (4 926) (19)
Summe 1 128 5 6 (5) (788) (789)
Überleitung (1 128) (5) (6) 5 788 789
Konzern
FY 2016/31. DEZEMBER 2016
= Darstellung zum 31. Dezember 2017
               
Deutschland 21 774 3 624 7 327 8 237 (3 690) (13) 32 017 25 594
USA 33 738 3 685 8 967 8 561 (5 282) 68 349 49 791
Europa 11 454 1 184 3 773 3 866 (2 352) (237) 26 600 10 991
Systemgeschäft 6 993 (150) 278 530 (428) 7 462 5 243
Group Development 2 347 2 730 3 490 943 (345) (415) 11 221 2 417
Group Headquarters & Group Services 3 467 (1 919) (1 243) (670) (648) (28) 37 702 50 483
Summe 79 773 9 154 22 592 21 467 (12 745) (693) 183 351 144 519
Überleitung (6 678) 10 (48) (47) 58 (34 866) (34 879)
Konzern 73 095 9 164 22 544 21 420 (12 687) (693) 148 485 109 640