USA

KUNDENENTWICKLUNG

in Tsd.
  31.12.2017 31.12.2016 Veränderung Veränderung in % 31.12.2015
           
Mobilfunk-Kunden 72 585 71 455 1 130 1,6 63 282
Eigene Kunden (unter eigener Marke) a 58 715 54 240 4 475 8,3 49 326
Eigene Postpaid-Kunden a 38 047 34 427 3 620 10,5 31 695
Eigene Prepaid-Kunden a 20 668 19 813 855 4,3 17 631
Wholesale-Kunden a,b 13 870 17 215 (3 345) (19,4) 13 956
 
a Am 1. September 2016 hat T-Mobile US seine Marketing- und Vertriebsrechte an bestimmten bestehenden Co-Branding-Kunden an einen aktuellen Wholesale-Partner zum Nominalwert der Gegenleistung verkauft (die MVNO-Transaktion). Durch den Verkauf wurden infolge der Transaktion 1 365 Tsd. eigene Postpaid-Kunden und 326 Tsd. eigene Prepaid-Kunden zu Wholesale-Kunden. Prospektiv ab 1. September 2016 wird der Nettozuwachs für diese Kunden zu den Wholesale-Kunden gerechnet.
 
b
T-Mobile US ist der Auffassung, dass aufgrund aktueller und zukünftiger regulatorischer Änderungen das von den Wholesale-Partnern angebotene Lifeline-Programm unwirtschaftlich geworden ist. T-Mobile US wird auch weiterhin diese Lifeline-Anbieter unterstützen, hat aber die Lifeline-Kunden aus der ausgewiesenen Wholesale-Kundenbasis ausgenommen. Dadurch reduziert sich die Zahl der ausgewiesenen Wholesale-Kunden ab dem zweiten Quartal 2017 um 4 528 Tsd. Für künftige Perioden ist von keinen weiteren Lifeline-Anpassungen auszugehen.

Zum 31. Dezember 2017 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 72,6 Mio. Kunden gegenüber einem Kundenbestand von 71,5 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2016. Der Nettozuwachs lag – unter Berücksichtigung der Herausnahme der Aktivitäten der Lifeline-Kunden ab dem zweiten Quartal 2017 – im Geschäftsjahr 2017 bei 5,7 Mio. Kunden gegenüber 8,2 Mio. im Vorjahr. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Eigene Kunden (unter eigener Marke). Der Anstieg bei den eigenen Postpaid-Kunden betrug 2017 netto 3 620 Tsd. gegenüber netto 4 097 Tsd. im Vorjahr. Ursache für den rückläufigen Nettokundenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr waren hauptsächlich eine höhere Zahl an Deaktivierungen aufgrund einer größeren Kundenbasis, die geringere Zahl eigener Prepaid-Kunden, die auf eigene Postpaid-Tarife umgestiegen sind, sowie der gesunkene Bruttokundenzuwachs aufgrund der höheren Wettbewerbsintensität im Markt.

Die Zahl der eigenen Prepaid-Kunden stieg 2017 um netto 855 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 2 508 Tsd. im Vorjahr. Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus einer höheren Anzahl Deaktivierungen von MetroPCS-Kunden aufgrund einer größeren Kundenbasis und einer höheren Wettbewerbsintensität im Markt. Eine Optimierung der indirekten Vertriebskanäle trug ebenfalls zu dem Rückgang bei.

Wholesale-Kunden. T-Mobile US ist der Auffassung, dass aufgrund aktueller und zukünftiger regulatorischer Änderungen das von den Wholesale-Partnern angebotene Lifeline-Programm unwirtschaftlich geworden ist. T-Mobile US wird auch weiterhin diese Lifeline-Anbieter unterstützen, hat aber die Lifeline-Kunden aus der ausgewiesenen Wholesale-Kundenbasis ausgenommen. Dadurch reduziert sich die Zahl der ausgewiesenen Wholesale-Kunden ab dem zweiten Quartal 2017 um 4 528 Tsd. Für künftige Perioden ist von keinen weiteren Lifeline-Anpassungen auszugehen. Unter Berücksichtigung dieser Änderung erhöhte sich die Zahl der Wholesale-Kunden im Jahr 2017 um netto 1 183 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 1 568 Tsd. im Vorjahr. Ursache für diese rückläufige Entwicklung waren insbesondere niedrigere Bruttokundenzuwächse, die teilweise durch weniger Deaktivierungen ausgeglichen wurden. Seit Anfang des zweiten Quartals 2017 sind auch die Nettoeffekte der Aktivitäten von Lifeline-Kunden nicht mehr enthalten.

Operative Entwicklung

in Mio. €
    2017 2016 Veränderung Veränderung in % 2015
Gesamtumsatz   35 736 33 738 1 998 5,9 28 925
Betriebsergebnis   5 930 3 685 2 245 60,9 2 454
EBIT-Marge % 16,6 10,9     8,5
Abschreibungen   (5 019) (5 282) 263 5,0 (3 775)
EBITDA   10 949 8 967 1 982 22,1 6 229
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   1 633 406 1 227 n. a. (425)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   9 316 8 561 755 8,8 6 654
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 26,1 25,4     23,0
Cash Capex   (11 932) (5 855) (6 077) n. a. (6 381)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg in 2017 gegenüber dem Vorjahr von 33,7 Mrd. € um 5,9 % auf 35,7 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz um 8,1 %. Hauptgrund dafür waren höhere Service-Umsätze, die wiederum zurückzuführen sind auf den Anstieg des durchschnittlichen Bestands eigener Kunden durch die positive Resonanz auf die „Un-carrier“-Initiativen von T-Mobile US und den Erfolg der Marke MetroPCS. Darüber hinaus stiegen die Endgeräteumsätze, insbesondere aufgrund eines höheren durchschnittlichen Umsatzes je verkauftem Gerät, der verstärkten kundenseitigen Ausübung von Optionen zum Kauf vermieteter Endgeräte am Ende des Mietzeitraums sowie höhere Erlöse aus der Veräußerung von zurückgenommenen Endgeräten. Dieser Anstieg wurde teilweise durch einen Rückgang der Umsätze aus der Vermietung von Endgeräten gemindert, da T-Mobile US weiterhin schwerpunktmäßig Endgeräte vermarktet, die von den Kunden durch Ratenzahlung finanziert werden.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA stieg um 8,8 % von 8,6 Mrd. € im Vorjahr auf 9,3 Mrd. € in 2017. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Positiven Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten in erster Linie die starke Kundenresonanz auf die „Un-carrier“-Initiativen der T-Mobile US, der anhaltende Erfolg der Werbeaktionen und die anhaltende Stärke der Marke MetroPCS. Dies wiederum führte zu höheren Service-Umsätzen, sowohl mit eigenen Postpaid- als auch mit eigenen Prepaid-Kunden. Diesen positiven Einflüssen standen höhere Provisionen, personalbezogene Kosten, Werbekosten, höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Netzausbau und die negativen Auswirkungen der Hurrikane in Texas, Florida und Puerto Rico gegenüber. Die Belastungen in 2017 aus entgangenen Umsatzerlösen, zerstörten oder beschädigten Vermögenswerten und sonstigen im Zusammenhang mit den Hurrikanen entstandenen Kosten betrugen rund 250 Mio. €. Zum 31. Dezember 2017 ging T-Mobile US für das erste Quartal 2018 von zusätzlichen Aufwänden und Auswirkungen auf das Kundenverhalten, insbesondere in Puerto Rico, aus. T-Mobile US hat keine möglichen Erstattungen seitens der Versicherungen in Bezug auf die Hurrikanschäden erfasst, da die Schadensermittlung noch nicht abgeschlossen ist und die Gespräche mit den Versicherungsträgern noch laufen. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen erhöhte sich die bereinigte EBITDA-Marge von 25,4 % im Jahr 2016 auf 26,1 % im Berichtsjahr.

Im EBITDA für 2017 sind Sondereinflüsse in Höhe von 1,6 Mrd. € enthalten, während im Vorjahr Sondereinflüsse in Höhe von 0,4 Mrd. € wirksam waren. Dieser Anstieg ist auf eine Wertaufholung von zuvor wertgeminderten Spektrumlizenzen im Berichtszeitraum zurückzuführen. Insgesamt stieg das EBITDA aufgrund der zuvor beschriebenen Sachverhalte, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen, von 9,0 Mrd. € auf 10,9 Mrd. € im Geschäftsjahr.

EBIT

Das EBIT stieg von 3,7 Mrd. € in 2016 auf 5,9 Mrd. € im Berichtsjahr. Gründe hierfür waren das höhere EBITDA sowie niedrigeren Abschreibungen. Dieser Rückgang bei den Abschreibungen resultierte aus den, im Rahmen des „JUMP! On Demand“-Programms, vermieteten Endgeräten, wobei dieser Effekt teilweise durch einen Anstieg aus dem weiteren Ausbau des 4G/LTE-Netzes ausgeglichen wurde.

Cash Capex

Der Cash Capex stieg 2017 von 5,9 Mrd. € im Vorjahr auf 11,9 Mrd. €, v. a. aufgrund des Erwerbs von Spektrumlizenzen für 7,3 Mrd. € im Berichtsjahr. Im Gegensatz dazu wurden 2016 nur für 1,7 Mrd. € Spektrumlizenzen erworben. Ohne Berücksichtigung der Spektrumerwerbe stieg der Cash Capex 2017 im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. €, insbesondere durch den weiteren Einsatz von Low-Band-Frequenzen und den erstmaligen Einsatz des 600 MHz-Spektrums im Rahmen des verstärkten Netzausbaus.