KUNDENENTWICKLUNG

in Tsd.
  31.12.2017 31.12.2016 Veränderung Veränderung in % 31.12.2015
Gesamt          
Mobilfunk-Kunden a 43 125 41 849 1 276 3,0 40 373
Vertragskunden 25 887 25 219 668 2,6 23 709
Prepaid-Kunden 17 238 16 630 608 3,7 16 665
Festnetz-Anschlüsse 19 239 19 786 (547) (2,8) 20 227
davon: IP-basiert Retail 11 996 9 042 2 954 32,7 6 887
Breitband-Anschlüsse 13 209 12 922 287 2,2 12 644
davon: Glasfaser 5 803 4 250 1 553 36,5 2 923
TV (IPTV, Sat) 3 139 2 879 260 9,0 2 683
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 6 138 7 195 (1 057) (14,7) 8 050
Wholesale entbündelte Anschlüsse 5 539 4 212 1 327 31,5 3 015
davon: Glasfaser 3 783 2 555 1 228 48,1 1 444
Wholesale gebündelte Anschlüsse 100 165 (65) (39,4) 227
 
a Zum 1. Januar 2017 erfolgt der Ausweis bei den Vertragskunden im Geschäftskundenbereich ohne Testkarten (minus 41 Tsd.). Zudem gab es im Geschäftskundenbereich einen Einmaleffekt aus einem geänderten Systemausweis bei den Prepaid-Kunden (plus 180 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität – in Festnetz und Mobilfunk – sowie einem breiten Produkt-Portfolio. Für unser integriertes Produkt „MagentaEins“ konnten wir bisher 3,6 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir in 2017 insgesamt 1,1 Mio. Kunden hinzu. Dank der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen stieg die Anzahl der Vertragskunden unter unseren Marken „Telekom“ und „congstar“. Auch bei den Prepaid-Kunden verzeichneten wir einen deutlichen Zuwachs.

Zum Jahresende 2017 hatten wir bereits 17,3 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migriert; dies entspricht einer Quote von 69 %.

Nach wie vor gab es eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten. Die Anzahl der Anschlüsse stieg bis Ende 2017 auf insgesamt 9,6 Mio. Im Verlauf des Berichtsjahres haben wir somit in Deutschland 2,8 Mio. Anschlüsse an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben. Mit unserem Kontingentmodell setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten – wie den gebündelten Wholesale-Anschlüssen oder der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) – hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

2017 gewannen wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ sowie bei unserer Telekom Deutschland Multibrand GmbH insgesamt 676 Tsd. Kunden hinzu. Das Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) blieb auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Prepaid-Kunden stieg um 428 Tsd. Kunden.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So wuchs die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse 2017 gegenüber dem Vorjahr um 287 Tsd. sowie die Zahl unserer TV-Kunden um 260 Tsd. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 547 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produkt-Portfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir, vorwiegend im ländlichen Raum, bislang 370 Tsd. Kunden gewinnen.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir bis Ende 2017 insgesamt 218 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Wholesale

Zum 31. Dezember 2017 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 32,1 % um 10,0 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 1,3 Mio. bzw. 31,5 % gegenüber 2016 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Dagegen sank die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse um 65 Tsd. Dieser Trend hält wohl in den kommenden Jahren an, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 1,1 Mio. bzw. 14,7 %. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt wuchs der Anschlussbestand im Bereich Wholesale gegenüber 2016 auf 11,8 Mio.

Operative Entwicklung

in Mio. €
    2017 2016 Veränderung Veränderung in % 2015
Gesamtumsatz   21 931 21 774 157 0,7 22 185
Privatkunden   11 797 11 739 58 0,5 12 146
Geschäftskunden a   6 017 5 923 94 1,6 5 943
Wholesale   3 747 3 742 5 0,1 3 677
Sonstiges a   370 370 0 0,0 419
Betriebsergebnis   4 334 3 624 710 19,6 4 081
EBIT-Marge % 19,8 16,6     18,4
Abschreibungen   (3 828) (3 703) (125) (3,4) (3 646)
EBITDA   8 162 7 327 835 11,4 7 728
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (306) (910) 604 66,4 (545)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   8 468 8 237 231 2,8 8 273
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,6 37,8     37,3
Cash Capex   (4 214) (4 031) (183) (4,5) (5 459)
             
a Aufgrund einer Reorganisation wird zum 1. Juli 2017 ein bisher unter „Sonstiges“ ausgewiesener Umsatzanteil dem Geschäftskundenbereich zugeordnet. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz stieg in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 %. Dazu beigetragen haben v. a. die um 2,5 % gestiegenen Umsätze im Mobilfunk-Geschäft und die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung, die um 10,8 % wuchsen. Einen positiven Effekt auf den Umsatz im Festnetz hatten auch die höheren IT- und Breitband-Umsätze. Diese konnten die gegenüber 2016 um 0,9 % geringeren Umsätze im Festnetz-Geschäft nicht vollständig kompensieren.

Im Privatkundenbereich nahm der Umsatz verglichen mit dem Vorjahr, um 0,5 % zu. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetzgeschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 1,1 %, im Mobilfunk-Bereich um 2,3 %, v. a. getrieben durch eine erfolgreiche Endgerätevermarktung.

Im Geschäftskundenbereich wuchs der Umsatz um 1,6 %. Gegenüber 2016 legte der Mobilfunk-Bereich um 2,7 % zu, die IT-Umsätze um 19,5 %. Im Gegensatz dazu ging im Festnetz die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich blieb 2017 auf Vorjahresniveau; lässt man die regulatorischen Preiseffekte (ab dem
1. Dezember 2016) außer Acht, entwickelte er sich positiv. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen, insbesondere bei unserem Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das EBITDA belief sich 2017 auf 8,2 Mrd. €, ein Plus von 11,4 % gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf geringere Sondereinflüsse durch Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA wuchs im Berichtsjahr im Vergleich zu 2016 um 2,8 % und betrug 8,5 Mrd. €. Haupttreiber waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Funktionen bei einem gleichzeitig leichten Umsatzzuwachs. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist auf 38,6 % gestiegen (Vorjahr 37,8 %).

EBIT

Das Betriebsergebnis legte im Vergleich zu 2016 um 19,6 % auf 4,3 Mrd. € zu. Das gestiegene EBITDA-Niveau kompensierte die leicht höheren Abschreibungen deutlich.

Cash Capex

Der Cash Capex ist verglichen mit dem Vorjahr um 4,5 % gewachsen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.