Ertragslage der Deutschen Telekom AG

HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren)
in Mio. €
  2017 2016 Veränderung Veränderung in % 2015
Umsatzerlöse 3 603 3 927 (324) (8,3) 3 313
Andere aktivierte Eigenleistungen 4 4 0 7
Gesamtleistung 3 607 3 931 (324) (8,2) 3 320
Sonstige betriebliche Erträge 2 769 2 120 649 30,6 4 065
Materialaufwand (1 060) (1 151) 91 7,9 (1 165)
Personalaufwand a (2 732) (3 516) 784 22,3 (2 949)
Abschreibungen (341) (338) (3) (0,9) (387)
Sonstige betriebliche Aufwendungen a (4 251) (3 570) (681) (19,1) (4 186)
Betriebsergebnis (2 008) (2 524) 516 20,4 (1 302)
Finanzergebnis 7 151 4 717 2 434 51,6 3 492
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (198) (154) (44) (28,6) (282)
Ergebnis nach Steuern 4 945 2 039 2 906 n. a. 1 908
Sonstige Steuern (18) (19) 1 5,3 (19)
Jahresüberschuss 4 927 2 020 2 907 n. a. 1 889
 
a Die Aufwendungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen werden nach den Regelungen des im Dezember 2016 verabschiedeten IDW RS HFA 30 n. F. unter den Personalaufwendungen ausgewiesen; im Jahr 2015 waren sie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Werte des Jahres 2015 wurden entsprechend angepasst.

Das negative Betriebsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,5 Mrd. €. Diese Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus im Vorjahresvergleich um 0,8 Mrd. € verminderten Personalaufwendungen und um 0,6 Mrd. € gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen. Gegenläufig auf das negative Betriebsergebnis wirkten sich um 0,7 Mrd. € gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen und um 0,3 Mrd. € niedrigere Umsatzerlöse aus.

Der Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf verminderte Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung zurückzuführen.

Die im Vorjahresvergleich um insgesamt 0,6 Mrd. € angestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge waren im Wesentlichen durch um 0,4 Mrd. € höhere Währungskursgewinne und Erträge aus Derivaten beeinflusst. Die Währungskursgewinne im laufenden Jahr resultieren insbesondere aus realisierten Währungskurseffekten aus der Rückzahlung ausgereichter bzw. aufgenommener US-Dollar-Darlehen. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Darüber hinaus wirkte sich im Berichtsjahr insbesondere der Verkauf der restlichen Anteile an der Scout24 AG, München, mit 0,3 Mrd. € positiv auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus.

Die im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mrd. € höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten im Wesentlichen mit 0,7 Mrd. € aus dem Anstieg der Währungskursverluste und der Aufwendungen aus Derivaten, der insbesondere durch die im laufenden Jahr erfolgte Rückzahlung ausgereichter bzw. aufgenommener US-Dollar-Darlehen sowie durch realisierte Effekte aus Marktwertentwicklungen von US-Dollar-Devisenderivaten bedingt war. Gegenläufige Ergebniseffekte aus den Sicherungszusammenhängen wirkten sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus.

Der Rückgang der Personalaufwendungen um 0,8 Mrd. € ist im Wesentlichen auf niedrigere Aufwendungen aus dem Vorruhestandsprogramm für Beamte zurückzuführen.

Das Finanzergebnis stieg um 2,4 Mrd. € auf 7,2 Mrd. € an. Wesentlichen Einfluss darauf hatte ein um 3,2 Mrd. € höheres Beteiligungsergebnis. Gegenläufig wirkte sich mit 1,0 Mrd. € der Anstieg der Abschreibungen auf Finanzanlagen aus, der im Wesentlichen durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, bedingt war.

Das im Vorjahresvergleich um 3,2 Mrd. € höhere Beteiligungsergebnis ist im Berichtsjahr insbesondere durch die Ergebnisabführung der DFMG Holding GmbH, Bonn, der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, und der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, positiv geprägt. Gegenläufig wirkte sich die Verlustübernahme von der Deutschen Telekom IT GmbH, Bonn, und von der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, aus.

Das positive Beteiligungsergebnis resultierte neben dem operativen Geschäft der einbezogenen Tochtergesellschaften aus Effekten im Rahmen von Reorganisationsmaßnahmen sowie einer Zuschreibung auf die ursprünglichen Anschaffungskosten bei einer Tochtergesellschaft. Gegenläufig wirkte sich eine außerplanmäßige Abschreibung bei der T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, auf die dort indirekt gehaltene Beteiligung an der britischen BT Group plc, London, aus.

Das gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mrd. € verbesserte negative Zinsergebnis resultierte im Wesentlichen mit 0,3 Mrd. € aus höheren Zinserträgen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber der T-Mobile USA, Inc., Bellevue. Gegenläufig erhöhten sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen um 0,2 Mrd. €.

Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis nach Steuern verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mrd. €.

Bei einem sonstigen Steueraufwand von 18 Mio. € ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2017 ein Jahresüberschuss von 4 927 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 1 001 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 5 928 Mio. €.