Anlage: Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

Die Deutsche Telekom gehört zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen und ist in mehr als 50 Ländern vertreten.

Wir leben Vielfalt! Als global ausgerichtetes Unternehmen vereint unser Konzern eine große Vielfalt an Kulturen, Erfahrungen und Talenten. Dafür setzen wir uns aktiv ein. Schließlich ist es unser Ziel, Vielfalt als Quelle von Kreativität und Innovation zu fördern und zu nutzen. Bereits 1992 hatte unser damaliger Vorstand ein Frauenförderprogramm beschlossen. Dieses haben wir umgesetzt mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die auch heute noch zum Tragen kommen, so z. B. den Anteil an Frauen in Führungspositionen und in technischen Berufen zu erhöhen und flexiblere Arbeitszeiten für Frauen und Männer zu schaffen.

Seit 2010 verfolgen wir das Ziel, unsere Führungspositionen (oberes und mittleres Management) konzernweit zu einem Anteil von 30,0 % mit Frauen zu besetzen. 2010 lag der Wert konzernweit bereits bei erfreulichen 22,7 %, bis zum Jahr 2016 konnten wir ihn auf 25,4 % steigern. Auch in unseren deutschen Gesellschaften haben sich die Werte sehr gut entwickelt: von 12,5 % im Jahr 2010 auf 21,2 % im Jahr 2016. Betrachtet man unsere Beschäftigten weltweit, so betrug zum Jahresende 2016 der Anteil an Frauen in unserem Konzern 35,3 %. Bei der Deutschen Telekom AG lag die Frauenquote 2016 bei durchschnittlich 42,5 %. Von diesen Frauen arbeiteten im Durchschnitt 62,5 % in Vollzeit und 37,5 % in Teilzeit.

2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Über diese gesetzliche Verpflichtung zu einem Frauenanteil in Aufsichtsräten von 30,0 % hinaus, haben wir es uns zum Ziel gemacht, auch die Ebenen Vorstand/Geschäftsführungen sowie die Führungslevel 1 und 2 zu einem Anteil von 30,0 % mit Frauen zu besetzen. Mit einem Frauenanteil im Aufsichtsrat von 40,0 % hat die Deutsche Telekom AG dieses Ziel bereits zum Jahresende 2016 erreicht. Erfreulich waren zum gleichen Zeitpunkt auch die Werte bei den Führungsebenen 1 und 2 mit 29,6 % bzw. 25,5 %. Einzig auf Vorstandsebene lag der Frauenanteil mit 14,3 % noch nicht nahe dem angestrebten Niveau. Wir arbeiten weiter daran, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern. Es gilt, dies bei den Prozessen im Personalbereich weiter zu thematisieren, beispielsweise durch:

  • regelmäßige Berichterstattung, um die Entwicklung der Fair Share Quota zu erfassen;
  • Events und Kooperationen wie „women@work“, „FEMTEC“ und „MINT Award“;
  • Kooperationen mit auf die Vermittlung von Frauen in Führungspositionen spezialisierten Personalberatungen;
  • strategische Nachfolgeplanung mit Fokus auf Besetzungsregeln (mindestens eine Frau auf der Liste der aussichtsreichsten Nachfolger);
  • flexible Arbeitsbedingungen und -welten wie Gleitzeit, Teilzeit und Rückkehrgarantie zur Vollzeit, Altersteilzeit, Familienpflegezeit, Auszeiten, Lebensarbeitszeitkonten, Urlaub ohne Entgelt, Elternzeit, Pflegezeit, Bildungsauszeit, Tandemmodelle, Arbeiten von zu Hause und unterwegs.

Die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu verbessern, steht bei uns ganz oben auf der Agenda. Darum bieten wir an vielen Standorten eine betriebliche Kinderbetreuung oder Eltern-Kind-Büros an. Außerdem haben wir mit der AWO Lifebalance GmbH einen kompetenten Partner an unserer Seite, der unsere Beschäftigten kostenfrei in allen Fragen der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen informiert, berät sowie bedarfsgerechte Angebote vermittelt. Dazu zählen neben den klassischen Betreuungs- und Pflegeangeboten auch haushaltsnahe Dienstleistungen.

Um die Basis für Vielfalt bei unseren Nachwuchskräften zu schaffen, setzen wir auf ein talentorientiertes Auswahlverfahren: weg von einer Auswahl nach Notendurchschnitten – hin zu einer Auswahl nach Talenten, Stärken und Interessen der Bewerber/-innen, die für den jeweiligen Ausbildungs-/Studiengang und die berufliche Perspektive in unserem Konzern erforderlich sind. So können wir Talente gewinnen und bisher ungenutzte Bewerberreservoire anzapfen. Ein weiteres Projekt, in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, ist die Ausbildung und das duale Studium in Teilzeit. Seit 2011 bieten wir alleinerziehenden Müttern und Vätern eine Ausbildung oder ein duales Studium an – bei reduzierter Arbeitszeit. Um es den jungen Menschen zu ermöglichen, neben ihrem „Vollzeit-Job“ als Eltern eine berufliche Erstausbildung zu absolvieren, kann die Arbeitszeit auf 25 Stunden verringert werden – Berufsschul- bzw. Hochschulzeiten sind vollständig zu erbringen.

Seit 2015 thematisieren wir „Unbewusste Denkmuster“. Allein im Jahr 2016 fanden dazu mehr als 130 präsenz- und Online-basierte Workshops statt, seit Juli 2017 laufen diese Workshops weltweit. Unbewusste Denkmuster werden als ein Bündel vorauseilender Annahmen beschrieben, die sich auf Fähigkeiten, Kompetenzen und Tendenzen unterschiedlicher Gruppen beziehen und unter dem Einfluss zahlreicher, häufig physikalischer Faktoren stehen. Es geht um all jene Denkprozesse, die unbewusst in kürzester Zeit ablaufen, ohne dass sie hinreichend hinterfragt werden. Häufig wählen wir Bewerberinnen und Bewerber aus, die uns oder unserer Unternehmenskultur sehr ähnlich sind und lassen dadurch innovative und kreative Potenzialträger-/innen außer Acht.

Um Frauen auf Mandate in Aufsichtsratsgremien vorzubereiten, gab es 2015 und 2016 ein „Supervisory Board Readiness Programm“ für Frauen in Führungspositionen. Im November 2017 hat unter dem Motto „Update your Readiness“ eine neue Runde dieses Programms stattgefunden. Bei einer reibungslosen Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit helfen wir mit unserem Mentoring-Programm „Karriere mit Kind“: Hier geht es darum, Karrierebrüche zu vermeiden und den Kulturwandel für eine bessere Vereinbarkeit von Karriere und aktiven Familienpflichten voranzutreiben.

Die Entlohnung richtet sich in unserem Unternehmen nach Art und Umfang der ausgeübten Tätigkeit und nicht nach dem Geschlecht der Beschäftigten. Eine transparente und geschlechtsneutrale Entgeltgestaltung stellen wir mit unseren Tarifverträgen und weiteren Kollektivvereinbarungen mit unseren Sozialpartnern sicher. So sorgen wir dafür, dass wir unabhängig von Geschlecht, Alter und Nationalität entlohnen.