Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden von der Deutschen Telekom die nachfolgend beschriebenen Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere – hier nicht dargestellte – Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom.

Verkauf der Strato AG

Im Dezember 2016 hat die Deutsche Telekom mit der United Internet AG eine Vereinbarung zum Verkauf des Hosting-Dienstleisters Strato getroffen. Die Veräußerung steht im Einklang mit der Strategie, für Geschäftsfelder, die im Konzern Deutsche Telekom nicht angemessen weiterentwickelt werden können, Möglichkeiten zur Wertsteigerung mit Partnern oder durch Verkauf zu erarbeiten. Die Verkaufstransaktion wurde nach Zustimmung des Bundeskartellamtes zu einem Kaufpreis von 0,6 Mrd. € mit Ablauf des 31. März 2017 vollzogen. Aus der Veräußerung ergab sich ein Entkonsolidierungsertrag von 0,5 Mrd. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist.

Verkauf der DeTeMedien GmbH

Die Deutsche Telekom hat am 14. Juni 2017 den Verkauf sämtlicher Anteile an der DeTeMedien GmbH an ein Konsortium mittelständischer Verlage vollzogen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Er umfasst neben einer Barkomponente auch weitere Elemente. Dazu gehört die Streitbeilegung mit den Käufern, die seit mehreren Jahren Gerichtsverfahren über die Höhe der Kosten der Teilnehmerdaten führten. Zudem haben die Verlage die Pflicht übernommen, Teilnehmerverzeichnisse herauszugeben.

Verkauf der Anteile an der Scout24 AG

Die Deutsche Telekom hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 23. Juni 2017 sämtliche direkten Anteile an der Scout24 AG von 9,26 % zu einem Preis von 32,20 € je Aktie am Markt platziert. Der Verkaufserlös betrug 0,3 Mrd. €. Aus der Veräußerung ergab sich ein Entkonsolidierungsertrag von 0,2 Mrd. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist.

Freiwillige Darstellung der quantitativen Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis

Die Deutsche Telekom erwarb bzw. veräußerte in diesem und im vorhergehenden Geschäftsjahr Gesellschaften. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses und der Angaben in der Segmentberichterstattung ist daher zum Teil eingeschränkt.

Die dargestellten Effekte im operativen Segment Group Development resultieren aus dem am 16. Dezember 2016 vollzogenen Erwerb des Privatkunden-Festnetz-Geschäfts von Vodafone in den Niederlanden sowie dem zuvor beschriebenen
Verkauf der Strato AG.

In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung dargestellt.

in Mio. €
          2016            
  Gesamt 2017 Gesamt Deutschland USA Europa Systemgeschäft Group Development Group Headquarters
& Group Services
Überleitung Pro-forma a Organische Veränderung
2017
Umsatzerlöse 74 947 73 095         (7) (118)   72 970 1 977
Sonstige betriebliche Erträge 3 819 4 180         (2) (3)   4 175 (356)
Bestandsveränderungen 21 (12)         0 0   (12) 33
Aktivierte Eigenleistungen 2 292 2 112         2 (1)   2 113 179
Materialaufwand (38 161) (37 084)         (47) 96   (37 035) (1 126)
Personalaufwand (15 504) (16 463)         22 5   (16 436) 932
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3 444) (3 284)         (13) 1   (3 296) (148)
Abschreibungen (14 586) (13 380)         8 4   (13 368) (1 218)
Betriebsergebnis (EBIT) 9 383 9 164 0 0 0   (37) (16) 0 9 111 273
Zinsergebnis (2 197) (2 492)         0 0   (2 492) 295
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 76 (53)         0 0   (53) 129
Sonstiges Finanzergebnis (2 269) (2 072)         0 0   (2 072) (197)
Finanzergebnis (4 390) (4 617) 0 0 0   0 0 0 (4 617) 227
Ergebnis vor Ertragsteuern 4 994 4 547 0 0 0   (37) (16) 0 4 494 500
Ertragsteuern 558 (1 443)         0 0   (1 443) 2 001
Überschuss/(Fehlbetrag) 5 551 3 104 0 0 0   (37) (16) 0 3 051 2 501
                       
a Auf Basis des Konsolidierungskreises der aktuellen Berichtsperiode.      

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:

 
  Inland Ausland Gesamt
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen      
1. Januar 2017 61 188 249
Zugänge 4 5 9
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 5 7 12
31. Dezember 2017 60 186 246
Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen      
1. Januar 2017 6 7 13
Zugänge
Abgänge 4 4
31. Dezember 2017 2 7 9
Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen      
1. Januar 2017 3 4 7
Zugänge 1 1
Abgänge 1 1
31. Dezember 2017 3 4 7
Insgesamt      
1. Januar 2017 70 199 269
Zugänge 4 6 10
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 9 8 17
31. Dezember 2017 65 197 262

Folgende Transaktionen werden in Zukunft den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:

Vereinbarter Erwerb der Layer3 TV Inc.
Am 9. November 2017 unterzeichnete T-Mobile US eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 % der Anteile an dem Online-TV-Anbieter Layer3 TV Inc. Die Vereinbarung sieht einen Kaufpreis in Höhe von ca. 325 Mio. US-$ in bar vor. Die Transaktion wurde am 22. Januar 2018 vollzogen. T-Mobile US erwartet durch die Akquisition eine weitere Stärkung ihrer TV- und Videoangebote und plant u. a. die Einführung eines eigenen TV-Dienstes in 2018. Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden sind noch nicht abgeschlossen.

Vereinbarter Erwerb der Tele2 Netherlands Holding N. V.
Am 15. Dezember 2017 hat die Deutsche Telekom mit der Tele2 Group eine Vereinbarung über den Erwerb des Telekommunikationsanbieters Tele2 Netherlands Holding N. V. durch die T-Mobile Netherlands geschlossen. Der Erwerb ist Teil der langfristig ausgerichteten Strategie; durch diesen entsteht auf dem niederländischen Markt ein starker und nachhaltig ausgerichteter Anbieter von konvergenten Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk. Als Kaufpreis erhält die Tele2 Group eine 25,0 % Beteiligung an der T-Mobile Netherlands sowie eine Barkomponente in Höhe von 190 Mio. €. Der Vollzug der Transaktion wird, unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörde, im zweiten Halbjahr 2018 erwartet.

Vereinbarter Erwerb der UPC Austria GmbH
T-Mobile Austria Holding GmbH hat am 22. Dezember 2017 mit Liberty Global Holdco 2 B. V. eine Vereinbarung über den Erwerb des führenden Kabelanbieters in Österreich, die UPC Austria GmbH, geschlossen. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt ca. 1,9 Mrd. € in bar abzüglich von NettoFinanzverbindlichkeiten. Mit der Übernahme wird die Strategie verfolgt, Kunden der Deutschen Telekom auf dem europäischen Markt konvergente Produktbündel anzubieten. Der Vollzug der Transaktion wird, unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörde sowie der Stadt Wien, im zweiten Halbjahr 2018 erwartet.