12 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

LEISTUNGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (LEISTUNGSZUSAGEN)

Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz.

Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio. €
  31.12.2017 31.12.2016
Pensionsrückstellungen 8 375 8 451
Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen (15) (14)
Pensionsrückstellungen (netto) 8 360 8 437
davon: Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen 7 968 7 944
davon: Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen 392 493

Die Pensionsrückstellungen werden in der Konzern-Bilanz unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst.

Herleitung der Pensionsrückstellungen:

in Mio. €
  31.12.2017 31.12.2016
Barwert der Verpflichtung, die über einen ausgegliederten Vermögenswert ganz oder teilweise finanziert ist 8 026 8 175
Ausgegliederte Vermögenswerte (Planvermögen) (3 102) (2 990)
Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 4 924 5 185
Barwert der Verpflichtung, die nicht über einen ausgegliederten Vermögenswert finanziert ist 3 436 3 252
Pensionsrückstellungen (gemäß IAS 19.63) 8 360 8 437
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) 0 0
Pensionsrückstellungen (netto) 8 360 8 437
in Mio. €
  2017 2016
Pensionsrückstellungen (netto) zum 1. Januar 8 437 8 014
Dienstzeitaufwand 266 230
Nettozinsaufwand/-ertrag auf die Pensionsrückstellung (netto) 136 166
Effekte aus der Neubewertung (116) 660
Versorgungsleistungen vom Arbeitgeber direkt gezahlt (347) (343)
Beiträge des Arbeitgebers zum Planvermögen (10) (264)
Veränderungen durch Unternehmens- zusammenschlüsse/Betriebsübergänge/ Zu- und Verkäufe (1) (25)
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) 0 0
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung (5) (1)
Pensionsrückstellungen (netto) zum 31. Dezember 8 360 8 437

Die wesentlichen Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind der Rechnungszins, der Gehaltstrend, der Rententrend sowie die Langlebigkeit. Die nachfolgende Tabelle enthält die Annahmen, die jeweils für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres zugrunde gelegt wurden. Für die Ermittlung des Pensionsaufwands eines Geschäftsjahres wurden jeweils die Annahmen zum 31. Dezember des Vorjahres verwendet.

Nachfolgende Angaben für die Pläne in der Schweiz beziehen sich ab 2014 auf die T-Systems Schweiz AG und die T-Systems Data Migration Consulting AG (vorher nur T-Systems Schweiz AG).

Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember des Jahres:

in %
    2017 2016 2015
Rechnungszins Inland 1,61 1,62 2,11
  Schweiz 0,64 0,62 0,83
  Griechenland
(OTE S.A.)
1,66 a / 0,92 b 1,62 a/0,92 b 2,13 a/1,39 b
Gehaltstrend Inland 2,40 2,40 2,50
  Schweiz 1,00 1,00 1,25
  Griechenland
(OTE S.A.)
1,00 c 1,00 d 1,00 e
Rententrend Inland (allgemein) 1,50 1,50 1,50
  Inland (satzungsgemäß) 1,00 1,00 1,00
  Schweiz 0,10 0,10 0,10
  Griechenland
(OTE S.A.)
n. a. n. a. n. a.
         
a Der Rechnungszins bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und bis 2015 Phone Credits (siehe Planbeschreibung).
b
Der Rechnungszins bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).
c
Die Annahmen des Jahres 2017 für den Gehaltstrend betragen 2018: 0,00 %, 2019: 0,00 %. Für die Jahre ab 2020 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
d
Die Annahmen des Jahres 2016 für den Gehaltstrend betragen für die nachfolgenden Jahre: 2017: 0,00 %, 2018: 0,00 %, 2019: 0,00 %, 2020: 0,00 %. Für die Jahre ab 2021 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
e
Die Annahmen des Jahres 2015 für den Gehaltstrend betragen für die nachfolgenden Jahre: 2016: 0,00 %, 2017: 0,00 %, 2018: 5,50 %. Für die Jahre ab 2019 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen.
in Jahren
    31.12.2017 31.12.2016
Duration Inland 13,6 14,0
  Schweiz 16,7 16,8
  Griechenland (OTE S.A.) 14,2/6,1 14,4 a/6,4 b
       
a Die Duration bezieht sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities (siehe Planbeschreibung).
b
Die Duration bezieht sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung).

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden im Wesentlichen die folgenden biometrischen Rechnungsgrundlagen verwendet: Inland: Heubeck 2005G, Schweiz: BVG 2015 Generational, Griechenland (OTE S.A.): EVK2000.

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum
31. Dezember 2017 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt.

In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Um die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz ebenfalls näherungsweise an diese Systematik anzugleichen, wurde mit Wirkung zum 31. August 2015 eine Verfeinerung der bisherigen Methodik vorgenommen. Anstelle der bislang verwendeten Swap-Renditen (für Bonds mit AAA-Rating) bilden anschließend Schweizer Staatsanleihen (Government Bonds) die Basis für die Ableitung der Zinsstrukturkurve. Da die aus den Government Bonds abgeleitete Zinsstrukturkurve für Zwecke der Rechnungslegung ein zu geringes Ausfallrisiko repräsentiert, wird eine weitere Anpassung in Form eines Risikozuschlags (Credit Spread) auf Basis qualitativ hochwertiger Schweizer Unternehmensanleihen vorgenommen. Dieser Risikozuschlag, welcher bislang für alle Durationen als konstant angesetzt wurde, wurde ab August 2015 getrennt für drei Laufzeitintervalle ermittelt und zur Zinsfestlegung herangezogen. Mit einer weiteren Verfeinerung im Mai 2016 werden nun Risikozuschläge für alle Laufzeiten kalkuliert und Rechnungszinsen entsprechend der Eurozone auf Basis von Spot Rates ermittelt.

Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr:

in Mio. €
  2017 2016
Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 11 427 10 753
Laufender Dienstzeitaufwand 265 259
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche 184 223
Effekte aus der Neubewertung (11) 698
davon: Erfahrungsbedingte Anpassungen (12) (15)
davon: Veränderungen der finanziellen Annahmen 18 721
davon: Veränderungen der demografischen Annahmen (17) (8)
Versorgungszahlungen im Geschäftsjahr (378) (375)
Beiträge von Planteilnehmern 4 5
Veränderungen durch Unternehmens- zusammenschlüsse/Betriebsübergänge/ Zu- und Verkäufe (1) (25)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen 2 (27)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen (9) (4)
Planabgeltungen 8 (56)
Im Rahmen von Pensionen anfallende Steuern
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung (29) (24)
Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 11 462 11 427
davon: Aktive Planteilnehmer 5 350 5 245
davon: Unverfallbar ausgeschiedene Planteilnehmer 2 130 2 144
davon: Leistungsempfänger 3 982 4 038

Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen.

Verteilung der Verpflichtungen der wesentlichen Pläne der Deutschen Telekom
zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016:

in Mio. €
  31.12.2017 31.12.2016
  Inland Schweiz Griechenland (OTE S.A.) Restliche Pläne Inland Schweiz Griechenland (OTE S.A.) Restliche Pläne
Barwert der Pensionsverpflichtungen 10 688 221 239 314 10 608 251 248 320
Ausgegliederte Vermögenswerte (2 677) (208) (217) (2 576) (205) (209)
Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze
Pensionsrückstellungen (netto) 8 011 13 239 97 8 032 46 248 111

Die nachfolgenden Auswertungen bezüglich der Altersstruktur und der Sensitivitätsanalyse sowie die Planbeschreibungen und deren Risiken beziehen sich auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen (Inland, Schweiz und Griechenland (OTE S.A.)).

Altersstruktur:

Für die wesentlichen Pläne bei der Deutschen Telekom liegt die folgende statusabhängige Altersstruktur vor.

Grafik: Altersstruktur der Planteilnehmer für wesentliche Pensionspläne

Sensitivitätsanalyse für die Pensionsverpflichtungen:

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von möglichen Veränderungen der als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen auf den zum Stichtag 31. Dezember 2017 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt. Eine Veränderung der Bewertungsannahmen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2017 bei sonst unveränderten Annahmen nachfolgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung.

in Mio. €
  Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen
zum 31.12.2017
  Inland Schweiz Griechenland
(OTE S.A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (1 219) (25) (26)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 1 490 42 31
       
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 3 9
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (3) (9)
       
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 5 6 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (5) (2) 0
       
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 270 6 0
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (269) (6) 0
in Mio. €
  Erhöhung/(Rückgang) des Barwerts der Pensionsverpflichtungen
zum 31.12.2016
       
  Inland Schweiz Griechenland
(OTE S.A.)
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte (1 251) (29) (27)
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 1 536 47 32
       
Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 7 3 16
Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte (6) (4) (15)
       
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 6 6 0
Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte (5) (2) 0
       
Zunahme Lebenserwartung um 1 Jahr 275 7 0
Abnahme Lebenserwartung um 1 Jahr (276) (7) 0

Die Sensitivitätsbetrachtung wurde für den Rechnungszins, Bezügetrend und Rententrend jeweils isoliert vorgenommen. Hierzu wurden sowohl für den Anstieg als auch den Rückgang der Annahme weitere versicherungsmathematische Bewertungen durchgeführt. Die angesetzten Variationsbreiten der Bewertungsannahmen wurden so gewählt, dass sich die jeweilige Annahme innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 90 % nicht außerhalb der Bandbreite bewegt, dabei wird ein abnehmender Rententrend üblicherweise auf 0 % begrenzt. Bei der Lebenserwartung der Planberechtigten ist nicht davon auszugehen, dass sie sich innerhalb eines Jahres wesentlich ändern wird. Aus Risikogesichtspunkten wurde dennoch zusätzlich die Wirkung einer Änderung der Lebenserwartung auf die Verpflichtungen ermittelt. Hierzu wurden Bewertungen unter der Annahme durchgeführt, dass die Lebenserwartung der Planberechtigten im 65. Lebensjahr mittels Altersverschiebung um ein Jahr erhöht bzw. reduziert wäre. Für die anderen Planberechtigten wurde die Altersverschiebung analog angesetzt. Bei einer Variation des Bewertungsendalters oder der Fluktuation würden sich insbesondere im Inland nur unwesentliche Effekte ergeben.

Global Pension Policy und Planbeschreibungen:

Mithilfe der Global Pension Policy – einer konzernweiten Richtlinie – steuert die Deutsche Telekom ihre Pensionszusagen. Sie stellt weltweit sicher, dass bezüglich der Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und deren Management konzernweite Mindeststandards eingehalten, Pläne harmonisiert sowie finanzielle und andere Risiken für das Kerngeschäft vermieden bzw. verringert werden. Weiterhin stellt sie Leitlinien zur Durchführung und Steuerung von Pensionszusagen zur Verfügung und definiert Anforderungen an die Einführung, Anpassung oder Schließung entsprechender Pläne. Die Regelungen und Vorgaben dieser Konzern-Richtlinie berücksichtigen die nationalen Unterschiede im Bereich der staatlichen oder anderen verpflichtenden Zusagen beim Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht sowie der gewöhnlichen Geschäftspraktiken in Bezug auf Pensionszusagen.

Zur Risikobegrenzung wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Leistungszusagen abgelöst. In Deutschland wird zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem ein konzerninternes CTA (Deutsche Telekom Trust e. V.) verwendet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen.

Im Inland bestehen für einen Großteil der Mitarbeiter Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung wurde bereits im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend der Kapitalkontenplan eingeführt. Zudem wurden in den Folgejahren durch Unternehmenskäufe erworbene Zusagen ebenfalls auf den Kapitalkontenplan überführt. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsbasierte Leistungszusage. Die jährlich gewährten gehaltsabhängigen Beiträge werden im jeweiligen Jahr der Bereitstellung mit altersabhängigen Zinsfaktoren bis Alter 60 vorab verzinst und in eine garantierte Versicherungssumme umgerechnet. Die Vorabverzinsung beträgt derzeit 3,50 % p. a. (Richtzins Kapitalkontenplan).

Die Deutsche Telekom hat im Rahmen der tarifvertraglichen Regelungen im Geschäftsjahr 2016 die Verzinsung der künftigen Beiträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung im Inland mittels Planänderung als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand von 3,75 % p. a. auf derzeit 3,50 % p. a. reduziert. Die Möglichkeit zur Änderung des Richtzinses dient dazu, eine kapitalmarktnahe Verzinsung der Beiträge zum Kapitalkonto zu erreichen.

Der Zeitraum für die Bereitstellung von Beiträgen ist zunächst auf zehn künftige Beitragsjahre begrenzt und verlängert sich ohne Kündigung jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Die im Laufe der aktiven Dienstzeit angesammelten Versicherungssummen werden im Versorgungsfall primär in Form von Einmalkapital ausbezahlt. Daher besteht für diese Zusagen lediglich ein geringes Langlebigkeitsrisiko. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien und der Planstruktur des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken.

Darüber hinaus bestehen in Deutschland verschiedene geschlossene Altzusagen, die in der Regel Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen in Form lebenslänglicher Renten vorsehen. Die vorherrschenden Zusagen bilden hierbei die Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) mit einer Anrechnung der gesetzlichen Rente. Im Wesentlichen werden hiervon nur noch ausgeschiedene Mitarbeiter und Leistungsempfänger begünstigt, bei denen die Leistungen betragsmäßig feststehen. Das Gesamtversorgungssystem der VAP wirkt somit nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbar ausgeschiedenen Anwärterbestand nach.

Sofern Leistungszusagen im Inland Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen.

Da eine Veränderung der Lebenserwartung hauptsächlich Auswirkungen auf die Verpflichtungen aus den Altbeständen mit Rentenzusagen hat und seit 1997 Zusagen in Form von Kapital gewährt werden, ist in den Folgejahren mit einer abnehmenden Bedeutung des Risikos aus der Veränderung der Lebenserwartung für den Konzern zu rechnen.

Zur langfristigen Deckung der Pensionsverpflichtungen hat die Deutsche Telekom Vermögen in ein unternehmenseigenes CTA und eine unternehmenseigene Unterstützungskasse ausgelagert.

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung besteht in der Schweiz für die T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan. Dieser wird über die rechtlich selbstständige T-Systems Pensionskasse abgewickelt. Nach einer Umstrukturierung der Schweizer Gesellschaften und Harmonisierung der Pensionskassenzusagen zum 1. Januar 2014 ist seither auch die T-Systems Data Migration Consulting AG an die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG angeschlossen. Wie in der Schweiz üblich gewähren beide Gesellschaften höhere Leistungen als gesetzlich gefordert. Im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind Mindestvorschriften für das zu versichernde Gehalt, altersabhängige Beiträge sowie ein Mindestverrentungsfaktor für den obligatorischen Teil des Altersguthabens festgelegt. Zudem legt der Schweizer Bundesrat jedes Jahr eine Mindestverzinsung für das obligatorische Altersguthaben fest (2017: 1,00 %, 2018: 1,00 %).

Der Pensionskasse steht der Stiftungsrat vor. Dieser stellt den täglichen Betrieb der Pensionskasse sicher und entscheidet über grundlegende Aspekte wie die Höhe und die Struktur der Pensionsleistungen und die Vermögensanlage-Strategie. Der Stiftungsrat setzt sich paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Laut Angaben der Pensionskasse liegt die bisherige durchschnittliche jährliche Verzinsung der Altersguthaben bei ca. 1,25 %.

Aufgrund der bestehenden Mindestverzinsung der obligatorischen Altersguthaben besteht für die Pläne in der Schweiz bei einer möglichen Unterfinanzierung der Pensionskasse ein Nachdotierungsrisiko. Die Pensionskasse bietet die Wahlmöglichkeit einer lebenslangen Rente anstelle einer Einmalzahlung für Versicherte. In diesem Fall bestehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken, da zum Zeitpunkt der Verrentung Annahmen bezüglich der Lebenserwartung bzw. der Vermögensrendite einfließen. Die Pensionskasse der T-Systems Schweiz AG hatte in 2016 die Reduzierung der Umwandlungssätze ab 2017 bekannt gegeben, was zu einer Reduzierung der künftigen jährlichen Altersrenten und folglich zu geringeren Pensionsrückstellungen in 2016 führte (nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen).

In Griechenland (OTE S.A.) werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber – sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand – obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden als Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens (mit Höchstbegrenzung) betragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung im Jahr 2012 werden Kapitalzahlungen auf maximal zwölf Monatsgehälter beschränkt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Im Rahmen gesetzlicher Änderungen wurde die Mindestanforderung von 35 Dienstjahren als Anspruchsvoraussetzung für vorzeitige Altersleistungen gestrichen.

Darüber hinaus bestehen bei der OTE S.A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und davon abhängenden, begrenzten Ergänzungsbeträgen (Matching-Beiträge) des Arbeitgebers finanziert.

Die Versorgungsleistungen der beiden Pläne Staff Retirement Indemnities und Youth Accounts werden in Kapitalform ausgezahlt. Daher besteht kein Langlebigkeitsrisiko. Bis 2015 hatten Arbeitnehmer und Rentner Anspruch auf ein Guthaben für Telefoneinheiten (Phone Credits). Die Zahlungsverpflichtung der OTE S.A. hängt vom Preis der Telefoneinheit und dem Grad der Inanspruchnahme durch die Berechtigten ab. Das Verpflichtungsvolumen (Guthaben) ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Der Umfang dieser Verpflichtung ist – gemessen an den gesamten Versorgungsleistungen der OTE S.A. – vergleichsweise gering. OTE S.A. hat den Plan Phone Credits zu Beginn des Jahres 2016 geschlossen und gewährt keine Guthaben für Telefoneinheiten mehr.

Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr:

in Mio. €
  2017 2016
Ausgegliederte Vermögenswerte zum 1. Januar 2 990 2 744
Veränderung durch Unternehmens- zusammenschlüsse/Betriebsübergänge/ Zu- und Verkäufe 0 0
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag des Planvermögens (erwarteter Vermögensertrag) 48 57
Betrag, um den die tatsächlichen Erträge den erwarteten Vermögensertrag übersteigen/(unterschreiten) (Neubewertung) 105 33
Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger 10 264
Beiträge von Planteilnehmern 4 5
Versorgungszahlungen externer Versorgungsträger im Geschäftsjahr (31) (32)
Planabgeltungen 0 (58)
Verwaltungskosten 0 0
Steuerzahlungen
Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung (24) (23)
Ausgegliederte Vermögenswerte zum 31. Dezember 3 102 2 990

In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger ist zum 31.  Dezember 2017 aufgrund der beabsichtigen Dotierung in 2018 keine Dotierung an ein konzerneigenes CTA im Inland enthalten (31. Dezember 2016: 250 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine deutlich positivere Entwicklung der tatsächlichen Erträge der ausgegliederten Vermögenswerte.

Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien:

in Mio. €
  31.12.2017 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 1 312 1 312 0
Schuldpapiere 1 244 1 244 0
Immobilien 56 56 0
Derivate 0 0 0
Investmentfonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 350 350 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 2 0
Sonstiges 138 101 37
Ausgegliederte Vermögenswerte 3 102 3 065 37
in Mio. €
  31.12.2016 davon: Preis an einem aktiven Markt davon: Preis ohne aktiven Markt
Eigenkapitalpapiere 795 795 0
Schuldpapiere 1 870 1 870 0
Immobilien 56 56 0
Derivate 1 1 0
Investmentfonds 0 0 0
Durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) 0 0 0
Strukturierte Schuldtitel 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 135 135 0
Sonstiges 133 96 37
Ausgegliederte Vermögenswerte 2 990 2 953 37

Die Ausrichtung der Anlagepolitik und die Risikosteuerung werden direkt auf die Risiko- und Entwicklungscharakteristika der Versorgungsverpflichtungen abgestimmt. Auf Basis einer systematischen integrierten Asset Liability Management (ALM)-Analyse werden mögliche Ergebnisse von Kapitalanlage-Portfolios, die eine Vielzahl von Anlageklassen umfassen können, den stochastisch simulierten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen gegenübergestellt und so die relative Entwicklung der Planvermögen zu den Pensionsverpflichtungen explizit betrachtet. Die Kapitalanlage-Philosophie ist wesentlich durch die Zielsetzung geprägt, dass durch den systematischen Aufbau und das professionelle Management eines geeigneten Portfolios für das Planvermögen zukünftige Verpflichtungen aus gegebenen Pensionszusagen zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können. Die Kapitalanlage-Strategie zielt auf ein breit diversifiziertes Anlage-Portfolio ab, das über entsprechende Risikofaktoren und Diversifikation ein zur Gesamtzielsetzung passendes Risikoprofil generiert. Das Management der Kapitalanlagen zur aktiven Steuerung von Risiken unterliegt einem fortlaufenden Monitoring. Eine kosteneffiziente Umsetzung des Kapitalanlage-Managements wird durch ein professionelles Portfolio-Management unter Einbezug von externen Dienstleistern vorgenommen.

Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 3 349 Tsd. € in Aktien (31. Dezember 2016: 1 364 Tsd. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten.

Entwicklung der Auswirkung aus der Vermögensobergrenze:

in Mio. €
  2017 2016
Im Eigenkapital erfasste Vermögensobergrenze zum 1. Januar 0 5
Zinsaufwand auf die erfasste Vermögensobergrenze (in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst) 0 0
Veränderungen der Vermögensobergrenze
(im Eigenkapital erfasste Gewinne (-)/Verluste (+))
0 (5)
Wechselkursänderungen 0 0
Im Eigenkapital erfasste Vermögensobergrenze zum 31. Dezember 0 0

Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen:

in Mio. €
  GuV-Ausweis 2017 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand Personalaufwand 265 259 287
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen Personalaufwand 2 (27) (3)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Plankürzungen Personalaufwand (9) (4) (3)
Planabgeltungen Personalaufwand 8 2 4
Dienstzeitaufwand   266 230 285
Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche Sonstiges Finanzergebnis 184 223 207
Mit dem Rechnungszins kalkulierter Ertrag aus Planvermögen (erwarteter Vermögensertrag) Sonstiges Finanzergebnis (48) (57) (50)
Zinsaufwand auf den Effekt der Vermögensobergrenze Sonstiges Finanzergebnis 0 0 0
Nettozinsaufwand/-ertrag auf die Pensionsrückstellungen (netto)   136 166 157
Pensionsaufwendungen   402 396 442
Tatsächlich angefallene Verwaltungskosten (Zahlung aus Planvermögen) Personalaufwand 0 0 0
Gesamtaufwendungen   402 396 442

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge:

in Mio. €
  2017 2016 2015
Im Geschäftsjahr erfasste Neubewertungen
(Gewinne (-)/Verluste (+)) im Eigenkapital
(116) 660 (230)
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der Verpflichtung (11) 698 (312)
davon: Neubewertungen aufgrund Änderung der ausgegliederten Vermögenswerte (105) (33) 82
davon: Neubewertungen aus der Anpassung der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.64) (5) 0

Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen:

in Mio. €
  2018 2019 2020 2021 2022
Versorgungszahlungen aus Pensionsrückstellungen 353 392 414 457 433
Versorgungszahlungen aus den ausgegliederten Vermögenswerten 30 31 31 36 33
Summe der erwarteten Versorgungszahlungen 383 423 445 493 466

Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. Die Deutsche Telekom praktiziert aktuell noch keine solchen Erstattungen, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken.

Zum Aufbau von ausgegliedertem Vermögen beabsichtigt die Deutsche Telekom in Deutschland in 2018 die Dotierung ihrer Anteile an der britischen BT zum zu diesem Zeitpunkt beizulegenden Zeitwert in das CTA. Im Ausland beabsichtigt die Deutsche Telekom für 2018 eine Dotierung in Höhe von mindestens 11 Mio. €.

Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensions- verpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen:

in Mio. €
  31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
Pensionsverpflichtungen (Barwert der Pensionsverpflichtungen) 11 462 11 427 10 753 10 940 8 965
Ausgegliederte Vermögenswerte (3 102) (2 990) (2 744) (2 498) (1 973)
Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 8 360 8 437 8 009 8 442 6 992
in %
           
Anpassungen 2017 2016 2015 2014 2013
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/ Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtung (0,1) (0,1) 0,0 (0,1) 0,3
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/ Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte 3,4 1,1 (3,0) 8,3 0,7

BEITRAGSORIENTIERTE VERSORGUNGSZUSAGEN (BEITRAGSZUSAGEN)

Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr 2017 0,3 Mrd. € (2016: 0,3 Mrd. €; 2015: 0,3 Mrd. €). Im Jahr 2017 wurden aus laufenden Beitragszahlungen konzernweit für zusätzliche beitragsorientierte Versorgungszusagen 131 Mio. € (2016: 109 Mio. €; 2015: 94 Mio. €) in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst.

PENSIONSREGELUNGEN FÜR BEAMTE DER DEUTSCHEN TELEKOM

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 458 Mio. € (2016: 516 Mio. €; 2015: 538 Mio. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von grundsätzlich 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Postbeamtenversorgungskasse erfasst. Der Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen beträgt zum Abschluss-Stichtag 3,1 Mrd. € (31. Dezember 2016: 3,6 Mrd. €; 31. Dezember 2015: 4,2 Mrd. €) und wird in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (vgl. Angabe 34 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“).