5 Immaterielle Vermögenswerte

in Mio. €
  Selbsterstellte
immaterielle
Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte Goodwill Geleistete Anzahlungen
 und immaterielle
Vermögenswerte
in Entwicklung
 
    Gesamt Erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte LTE-
Lizenzen
  UMTS-
Lizenzen
GSM-
Lizenzen
FCC-
Lizenzen
(T-Mobile US)
Übrige erworbene immaterielle Vermögenswerte     Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten                        
Stand 31. Dezember 2015 5 416 66 139 1 177 5 101   9 933 1 548 32 013 16 367 30 290 2 037 103  882
Währungsumrechnung 102 1 306 5 3   (7) (6) 1 194 117 396 40 1 844
Veränderung Konsolidierungskreis (14) (20) (10) 16   0 0 0 (26) 1 (1) (34)
Zugänge 130 4 918 103 964   0 0 3 108 743 0 2 491 7 539
Abgänge 493 1 592 27 0   0 0 21 1 544 0 26 2 111
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (20) (640) (24) 0   0 0 (522) (94) 0 (4) (664)
Umbuchungen 813 1 233 (153) 19   24 2 0 1 341 0 (2 009) 37
Stand 31. Dezember 2016 5 934 71 344 1 071 6 103   9 950 1 544 35 772 16 904 30 687 2 528 110 493
Währungsumrechnung (450) (5 441) (36) 60   19 13 (4 931) (566) (1 466) (111) (7 468)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (32) 3 0   0 0 0 (35) 21 0 (11)
Zugänge 236 8 841 245 0   0 0 7 819 777 0 2 543 11 620
Abgänge 560 1 242 3 5   0 163 0 1 071 0 57 1 859
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 0 (393) 0 0   0 0 (392) (1) 0 (5) (398)
Umbuchungen 1 554 1 304 2 9   0 0 0 1 293 0 (2 812) 46
Stand 31. Dezember 2017 6714 74 381 1 282 6 167   9 969 1 394 38 268 17 301 29 242 2 086 112 423
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen                        
Stand 31. Dezember 2015 3 727 27 613 717 792   6 925 692 6 343 12 144 15 517 0 46 857
Währungsumrechnung 79 285 1 1   (4) (4) 205 86 389 0 753
Veränderung Konsolidierungskreis (8) (38) (11) 1   0 0 0 (28) 0 0 (46)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 955 3 175 120 318   585 46 0 2 106 0 0 4 130
Zugänge (Wertminderungen) 0 1 0 0   0 0 0 1 471 0 472
Abgänge 491 1 572 21 0   0 0 10 1 541 0 0 2 063
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (11) (198) (10) 0   0 0 (95) (93) 0 0 (209)
Umbuchungen (36) 36 (157) 0   0 0 0 193 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0   0 0 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 4 215 29 302 639 1 112   7 506 734 6 443 12 868 16 377 0 49 894
Währungsumrechnung (345) (1 172) (21) 5   12 9 (755) (422) (1 456) 0 (2 973)
Veränderung Konsolidierungskreis 0 (46) 0 0   0 0 0 (46) 0 0 (46)
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 938 3 178 150 384   584 70 0 1 990 0 0 4 116
Zugänge (Wertminderungen) 0 6 2 0   0 0 4 0 2 071 0 2 077
Abgänge 554 1 235 2 5   0 163 0 1 065 0 0 1 789
Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 0 (82) 0 0   0 0 (81) (1) 0 0 (82)
Umbuchungen 9 3 (1) 0   1 0 0 3 0 0 12
Zuschreibungen 0 (1 651) 0 0   0 0 (1 651) 0 0 0 (1 651)
Stand 31. Dezember 2017 4 263 28 303 767 1 496   8 103 650 3 960 13 327 16 992 0 49 558
Buchwerte                        
Stand 31. Dezember 2016 1 719 42 042 432 4 991   2 444 810 29 329 4 036 14 310 2 528 60 599
Stand 31. Dezember 2017 2 451 46 078 515 4 671   1 866 744 34 308 3 974 12 250 2 086 62 865

Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 0,5 Mrd. € (31. Dezember 2016: 0,5 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der wesentliche Anteil entfällt auf von T-Mobile US eingegangenen Verpflichtungen.

Buchwerterhöhend auf die immateriellen Vermögenswerte wirkte die teilweise Wertaufholung in Höhe von 1,7 Mrd. € vor Berücksichtigung latenter Steuern bei von T-Mobile US in der Vergangenheit erworbenen FCC-Lizenzen. Diese FCC-Lizenzen wurden im Rahmen eines anlassbezogenen Impairment Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA zum 30. September 2012 wertgemindert. Da die Wertminderung der FCC-Lizenzen insgesamt dem Bestand der PCS-Lizenzen zugeordnet war – aufgrund der Feststellung, dass die AWS-Lizenzen unter ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst waren – ist es nur dieser Bestand an PCS-Lizenzen unter allen FCC-Lizenzen, der der Wertaufholung unterliegt. In den Folgeperioden war regelmäßig zu prüfen, ob die Wertminderungsgründe weiterhin – ganz oder teilweise – bestanden. Der Wert der – seit Mai 2013 börsennotierten – zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA hat sich in den letzten Jahren durch den Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US, Inc. deutlich erhöht und lag über ihrem Buchwert. Die maximal mögliche Wertaufholung wird jedoch durch den niedrigeren Betrag einerseits aus dem erzielbaren Betrag der wertgeminderten Spektrumlizenzen, ermittelt aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, und andererseits aus deren Anschaffungskosten begrenzt. Da der erzielbare Betrag der wertgeminderten FCC-Lizenzen in den vergangenen Geschäftsjahren unter deren Buchwert lag, waren die Voraussetzungen für eine Wertaufholung nicht erfüllt.

Im dritten Quartal 2017 wurde durch die Ergebnisse der in 2017 abgeschlossenen 600 MHz-Spektrum-Auktion der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eine positive Wertentwicklung der bis dahin wertgeminderten Lizenzen indiziert. Daraufhin wurde mittels eines Discounted Cashflow-Verfahrens (Greenfield-Methode) eine Neubewertung vorgenommen. Die Wertermittlung entspricht Level 3 der „Fair Value Hierarchie” gemäß IFRS 13. Bei der Greenfield-Methode wird von einem hypothetischen Cashflow-Szenario zum Aufbau eines Geschäftsbetriebs für eine Gesellschaft ausgegangen, die zu Anfang nur einen einzigen Vermögenswert besitzt – in diesem Fall FCC-Lizenzen. Für die Greenfield-Methode muss ermittelt werden, wie viel Zeit und Investitionen erforderlich wären, um angesichts der aktuellen Marktbedingungen das Geschäft wachsen zu lassen. Die prognostizierten Zahlungsströme bilden die erforderlichen Ressourcen für den Ausbau des Geschäftsbetriebs und die Kundengewinnung sowie die sich letztlich aus diesen Aktivitäten ergebenden Renditen ab. Diesem Ansatz liegt die Theorie zugrunde, dass durch das Entstehen theoretischer Anlaufkosten und Investitionen, die die Schaffung aller anderen Vermögenswerte abbilden, der Wert der Lizenzen isoliert wird. Die zur Neugründung des Geschäfts erforderlichen Aufwendungen und Investitionen wären höher als die Aufwendungen und Investitionen, die einem bereits etablierten Unternehmen entstehen würden. Darüber hinaus bedingt die für die Neugründung erforderliche Zeitdauer (Anlaufperiode) die Höhe der Investitionen (d. h. zur Verkürzung der Anlaufperiode wären höhere Investitionen erforderlich). Somit sind wesentliche Eingangsparameter für die Greenfield-Methode:

  • Die Dauer und die erforderlichen Aufwendungen der Anlaufperiode. Der Ausbau erfolgt in Stufen über einen gewissen Zeitraum, um die Planung von der Gründung bis hin zu einem voll funktionsfähigen Mobilfunknetz abzubilden. Der geschätzte Zeitaufwand für den Bau des bestehenden Netzes, mit dem die nach dem aktuellen Businessplan langfristig zu erwartenden Kundenzahlen am ehesten bedient werden können, beträgt rund acht Jahre.
  • Die langfristig zu erwartenden Umsatzerlöse und der langfristig zu erwartende operative Cashflow basieren auf einer sog. normalisierten Geschäftstätigkeit (also der eines normalen Marktteilnehmers). Angesichts der Langfristigkeit der Investition wurde der anfängliche Planungshorizont von zehn Jahren um weitere zehn Jahre verlängert, damit die Gewinnmargen, Investitionen und entsprechende Abschreibungen jeweils ein normalisiertes Niveau erreichen können.
  • Für die zehn zusätzlichen Jahre wurde auf die prognostizierten Umsatzerlöse eine langfristige Wachstumsrate angewandt, die der langfristigen Wachstumsrate von 2 % für die Ableitung der ewigen Rente entspricht. Die langfristige Wachstumsrate wurde unter Berücksichtigung von branchenspezifischen und volkswirtschaftlichen Analysen ermittelt.
  • Die von einem Marktteilnehmer geforderte Rendite für die Investition in ein solches Unternehmen stellt den Diskontierungszinssatz dar, für den 7,5 % angesetzt wurden.

Anschließend wurde der auf diese Weise ermittelte Gesamtwert des Lizenzportfolios von 53 Mrd. US-$ auf die Spektrumarten (PCS, AWS, 700 MHz und 600 MHz) nach einem relativen Marktpreismodell basierend auf Auktionsdaten allokiert. Für die bisher wertgeminderten FCC-Lizenzen wurde ein erzielbarer Betrag in Höhe von 13,6 Mrd. € ermittelt. Unter Berücksichtigung des Buchwerts von 11,9 Mrd. € ergab sich eine teilweise Wertaufholung in Höhe von 1,7 Mrd. € für das operative Segment USA, die innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst wurde.

Im Geschäftsjahr 2017 haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte des Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben:

USA. Der Rückgang des Goodwills um 144 Mio. € im Vergleich zum 31. Dezember 2016 resultiert aus Wechselkurseffekten.

Europa, Deutschland, Systemgeschäft und Group Development. Seit dem 1. Januar 2017 wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit Niederlande, die zuvor organisatorisch dem operativen Segment Europa zugeordnet war, im operativen Segment Group Development ausgewiesen. Gleiches gilt für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Deutsche Funkturm, die zuvor organisatorisch der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Deutschland im operativen Segment Deutschland zugeordnet war. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit Deutsche Telekom IT (DT IT), – der interne IT-Dienstleister – die zuvor organisatorisch der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft dem operativen Segment Systemgeschäft zugeordnet war, wird dem Segment Group Headquarters & Group Services zugeordnet. Die Zuordnungen der Goodwills zu den entsprechenden Segmenten wurden angepasst, sodass sich in diesem Zusammenhang die Höhe des Goodwills des operativen Segments Europa im Vorjahresvergleich um 897 Mio. €, des operativen Segments Deutschland um 259 Mio. € und des operativen Segments Systemgeschäft um 590 Mio. € reduzierte. Im gleichen Umfang erhöhte sich der Goodwill in den aufnehmenden Segmenten. Darüber hinaus trugen Wechselkurseffekte zum Anstieg des Goodwills im Vergleich zum Vorjahr bei.

Nach der Herauslösung des auf die DT IT entfallenden Goodwills aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft wurde der verbliebene Goodwill infolge einer geänderten Steuerungslogik auf die beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Market Unit – den externen IT-Dienstleister – und T-Sec – den IT-Sicherheitsdienstleister der Deutschen Telekom – anteilig entsprechend dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert aufgeteilt.

Infolge einer geänderten Steuerungslogik des Konzerns für die Länder Griechenland und Rumänien wurden in 2017 die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Mobilfunk und Festnetz) sowie die zugehörigen Goodwills erstmals zu jeweils einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zusammengefasst.

Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests. Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2017 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills durch. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen der künftigen Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergeben sich zum 31. Dezember 2017 im operativen Segment Europa bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Polen, Rumänien und Albanien anteilige Wertminderungsbedarfe der Goodwills in Höhe von insgesamt 829 Mio. €. Die Wertminderungen der Goodwills bei diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten waren v. a. auf verschärften Wettbewerb und eine insgesamt schwierige Marktlage sowie ein gestiegenes Zinsniveau zurückzuführen. Zusätzlich wurde bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Market Unit im operativen Segment Systemgeschäft zum 30. September 2017 ein unterjähriger Werthaltigkeitstest durchgeführt, der durch einen unerwarteten Rückgang des Auftragseingangs ausgelöst wurde und zu einer Wertminderung in Höhe von 1 242 Mio. € führte. Der Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2016 führte zu einem Wertminderungsbedarf bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Niederlande, Rumänien-Mobilfunk und Montenegro im operativen Segment Europa in Höhe von insgesamt 471 Mio. €.

Die für den Werthaltigkeitstest zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden überwiegend auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden – mit Ausnahme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA – mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Die erzielbaren Beträge (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten betrugen zum 31. Dezember 2017 bei der Market Unit 2 447 Mio € (2 246 Mio. € zum Zeitpunkt des unterjährigen Werthaltigkeitstests zum 30. September 2017), bei Polen 2 932 Mio. €, bei Rumänien 701 Mio. € und bei Albanien 47 Mio. €. Die Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mit Hilfe von Level 3-Eingangsparametern (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die erzielbaren Beträge (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Rumänien–Mobilfunk und Montenegro 422 Mio. € bzw. 169 Mio. €. Die Werte wurden im Einklang mit IFRS 13 mit Hilfe von Level 3-Eingangsparametern (nicht beobachtbare Eingangsparameter) berechnet. Der erzielbare Betrag (vor Abzug der Netto-Finanzverbindlichkeiten) für Niederlande betrug zum 31. Dezember 2016 2 402 Mio. €. Der Wert wurde als Nutzungswert berechnet.

Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Kroatien, Montenegro und EJR Mazedonien wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Niederlande wurde der erzielbare Betrag wieder entsprechend der für die Deutsche Telekom üblichen Vorgehensweise anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T-Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen Prognosen mit einem zehnjährigen Prognosezeitraum zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese Wachstumsraten werden dabei für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit einzeln festgelegt. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum und an der langfristigen Inflationserwartung der Länder, in denen die jeweilige Einheit ihre Geschäftstätigkeit ausübt. Zur Erzielung der für den Zeitraum der ewigen Rente angesetzten nachhaltigen Wachstumsraten werden zusätzliche, für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit spezifisch abgeleitete, nachhaltige Investitionen berücksichtigt. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelten Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Markt- und Länderrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch künftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken.

Die nachfolgenden Tabellen geben eine Übersicht über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bewertung, die Einordnung der den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparameter (Level) nach IFRS 13 sowie die Sensitivitätsberechnungen für den Wertminderungsbedarf infolge einer Änderung der wesentlichen Parameter Diskontierungszinssatz, Netto-Zahlungsstrom und Wachstumsrate. Enthalten sind die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist.

in Mio. €
               
    Buchwert Goodwill in Mio. € Wert-minderung in Mio € Detailplanungs-zeitraum in Jahren Diskontierungs-zinssätze a in % Nachhaltige Wachstums-rate p.a. Ø in % Level-zuordnung der Eingangs-parameter b
Deutschland 2017 3 719   10 4,93 0,0 Level 3
  2016 3 978   10 4,89 0,0 Level 3
USA 2017 1 041   n. a. n. a. n. a. Level 1
  2016 1 185   n. a. n. a. n. a. Level 1
Europa              
Polen 2017 835 787 10 6,85 2,0 Level 3
  2016 1 530   10 6,45 2,0 Level 3
Ungarn 2017 1 070   10 7,47 2,0 Level 3
  2016 1 069   10 7,83 2,0 Level 3
Tschechische Republik 2017 781   10 6,37 2,0 Level 3
  2016 739   10 5,33 2,0 Level 3
Kroatien 2017 519   10 7,13 2,0 Nutzungswert
  2016 500   10 6,74 2,0 Nutzungswert
Slowakei 2017 428   10 5,79 2,0 Level 3
  2016 428   10 5,61 2,0 Level 3
Griechenland c 2017 422   10 7,93 2,0 Level 3
  2016 422   10 7,91 2,0 Level 3
Österreich 2017 324   10 5,47 2,0 Level 3
  2016 324   10 5,24 2,0 Level 3
Rumänien c 2017 41 34 10 7,67 2,0 Level 3
  2016 76 44 10 7,96 2,0 Level 3
International Carrier
Sales & Solutions
2017 102   10 5,05 2,0 Level 3
  2016 101   10 4,64 2,0 Level 3
Übrige d 2017 79 8 10 8,39 ‒ 10,29 2,0 Level 3 und Nutzungswerte
  2016 87 12 10 8,06 ‒ 9,93 2,0 Level 3 und Nutzungswerte
Systemgeschäft              
Market Unit 2017 1 063 1 242 10 6,60 1,5 Level 3
  2016            
Telekom Security 2017 80   10 6,50 1,5 Level 3
  2016            
Systemgeschäft e 2017            
  2016 2 974   10 6,15 1,5 Level 3
Group Development              
Niederlande 2017 897   10 5,29 0,5 Level 3
  2016 897 415 10 4,99 0,5 Nutzungswert
Deutsche Funkturm 2017 259   10 5,35 1,0 Level 3
  2016            
Group Headquarters &
Group Services
             
Deutsche Telekom IT 2017 590   10 8,00 1,5 Level 3
  2016            
Gesamt Deutsche Telekom 2017 12 250 2 071        
  2016 14 310 471        
               
a Diskontierungszinssatz einheitlich nach Steuern. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern für die Berechnung des Nutzungswerts beträgt für Kroatien 8,59 % (2016: 8,31 %) und für Übrige 9,27 % bis 9,34 % (2016: 8,73 % bis 8,99 %).
b Levelangabe der Eingangsparameter im Fall beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.
c In 2016 waren die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten noch aufgeteilt auf jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten Festnetz und Mobilfunk. Die Goodwills waren dabei vollständig der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Mobilfunk zugeordnet.
d Die Wertminderungen in den Übrigen entfallen in 2017 ausschließlich auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Albanien. Der zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz beträgt 10,29 % (2016: 9,93 %). In 2016 entfielen diese ausschließlich auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Montenegro. Der zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz betrug 8,07 % (2017: 8,42 %).
e Der verbleibende Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft wurde nach dem Herauslösen der Deutschen Telekom IT auf die beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Market Unit und Telekom Security anteilig entsprechend dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert aufgeteilt. In Folge besteht die zahlungsmittelgenerierende Einheit Systemgeschäft im Geschäftsjahr nicht mehr.
Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen
in Mio € a
  Erhöhung/(Rückgang) der Wertminderungen im Jahr 2017
             
  Abnahme Diskontierungs-zinssatz um 50 Basispunkte Abnahme Netto-Zahlungsströme um 5,0% Abnahme nachhaltige Wachstumsrate um 50 Basispunkte Zunahme Diskontierungs-zinssatz um 50 Basispunkte Zunahme Netto-Zahlungsströme um 5,0% Zunahme nachhaltige Wachstumsrate um 50 Basispunkte
Europa            
Polen ‒334 (‒787/
6,85%/5,81%)
147(‒787/
100%/ 126,84%)
172 (‒787/
2,0%/ 3,47%)
273(‒787/
6,85%/5,81%)
‒147(‒787/
100%/126,84%)
‒211(‒787/
2,0%/3,47%)
Rumänien ‒34 (‒93/
7,67%/7,21%)
12 (‒93/100% / 113,23%) 19 (‒93/
2,0%/ 2,69%)
29 (‒93/
7,67%/ 7,21%)
‒12 (‒93/
100%/ 113,23%)
‒22 (‒93/
2,0%/ 2,69%)
Kroatien       33 (122/
7,13%/ 7,45%)
   
EJR Mazedonien   2 (10/
100%/97,05%)
1 (10/
2,0%/1,65%)
5 (10/
8,39%/8,58%)
   
Albanien b ‒2 (‒57/
10,29%/6,45%)
1 (‒57/
100%/217,17%)
1 (‒57/
2,0%/7,21%)
1 (‒57/
10,29%/6,45%)
‒1 (‒57/
100%/217,17%)
‒1 (‒57/
2,0%/7,21%)
Systemgeschäft            
Market Unit   55 (67/
100%/97,25%)
125 (67/
1,50%/1,34%)
238 (67/
6,60%/6,70%)
   
Group Development            
Niederlande   120 (5/
100%/99,82%)
118 (5/
0,50%/0,48%)
203 (5/
5,29%/5,30%)
   
             
a In Klammern sind im Falle einer aus der Änderung der Einflussfaktoren resultierenden Wertminderung der gegenwärtige Betrag, mit dem der erzielbare Betrag der Einheit ihren Buchwert übersteigt, der tatsächlich den Annahmen zugewiesene Wert sowie der Wert des Einflussfaktors, bei dem der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich deren Buchwert ist, benannt.
b Weitere Informationen für die bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Albanien vorgenommenen Wertminderungen der Vermögenswerte sind Angabe 6 „Sachanlagen“, zu entnehmen.

Innerhalb der Sensitivitätsanalyse der Wertminderungen werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeführt, bei denen die Sensitivitätsanalyse zu einer Wertminderung oder einer Änderung der Wertminderung führt. Die Sensitivitätsanalyse wurde für alle wesentlichen Einflussfaktoren isoliert vorgenommen, d. h. eine Änderung der Wertminderung wird bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit nur durch die Reduktion oder Erhöhung des jeweiligen Einflussfaktors bedingt.