Deutschland

Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“ sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss. Die Vorjahresvergleichswerte wurden rückwirkend angepasst.

Kundenentwicklung

in Tsd.
  30.06.2017 31.03.2017 Veränderung
30.06.2017/
31.03.2017
in %
31.12.2016 Veränderung
30.06.2017/
31.12.2016
in %
30.06.2016 Veränderung
30.06.2017/
30.06.2016
in %
Gesamt              
Mobilfunk-Kunden a 42 011 42 114 (0,2) % 41 849 0,4 % 41 138 2,1 %
Vertragskunden 25 084 25 270 (0,7) % 25 219 (0,5) % 24 096 4,1 %
Prepaid-Kunden 16 927 16 844 0,5 % 16 630 1,8 % 17 042 (0,7) %
Festnetz-Anschlüsse 19 477 19 648 (0,9) % 19 786 (1,6) % 19 971 (2,5) %
davon: IP-basiert Retail 10 351 9 801 5,6 % 9 042 14,5 % 7 958 30,1 %
Breitband-Anschlüsse 13 035 12 989 0,4 % 12 922 0,9 % 12 770 2,1 %
davon: Glasfaser 5 033 4 693 7,2 % 4 250 18,4 % 3 577 40,7 %
TV (IPTV, Sat) 3 024 2 955 2,3 % 2 879 5,0 % 2 777 8,9 %
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 6 723 6 952 (3,3) % 7 195 (6,6) % 7 648 (12,1) %
Wholesale entbündelte Anschlüsse 4 855 4 554 6,6 % 4 212 15,3 % 3 621 34,1 %
davon: Glasfaser 3 169 2 887 9,8 % 2 555 24,0 % 2 028 56,3 %
Wholesale gebündelte Anschlüsse 125 148 (15,5) % 165 (24,2) % 192 (34,9) %
     
a Zum 1. Januar 2017 erfolgt der Ausweis bei den Vertragskunden im Geschäftskundenbereich ohne Testkarten (minus 41 Tsd.). Zudem gab es im Geschäftskundenbereich einen Einmaleffekt aus einem geänderten Systemausweis bei den Prepaid-Kunden (plus 180 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. So begeistern wir unsere Kunden mit mehrfach ausgezeichneter Netzqualität – im Festnetz und im Mobilfunk – sowie einem breiten Produkt-Portfolio. Für unser integriertes Produkt „MagentaEins“, bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, konnten wir bisher 3,4 Mio. Kunden gewinnen.

Insgesamt lag die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden im ersten Halbjahr 2017 auf einem nahezu gleichen Niveau wie zum Jahresende 2016. Trotz des sinkenden Vertragskundengeschäfts konnte die Anzahl der Vertragskunden unter der Marke „Telekom“ und „congstar“ aufgrund der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen gesteigert werden. Auch im Bereich der Prepaid-Kunden konnten wir einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 konnten wir bereits 14,9 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 61 %.

Nach wie vor verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten: Die Anzahl der Anschlüsse stieg zum Ende des ersten Halbjahres 2017 auf insgesamt 8,2 Mio. In den letzten sechs Monaten haben wir somit in Deutschland 1,4 Mio. Anschlüsse an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben. Mit unserem Kontingent-Modell setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten – wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) – hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Seit dem Jahresende 2016 gewannen wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“, „congstar“ und unserer „Deutschland Telekom Multibrand GmbH“ insgesamt 357 Tsd. Kunden hinzu. Bei dem Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) verloren wir 452 Tsd. Kunden. Die Zahl der Prepaid-Kunden ist um 117 Tsd. Kunden angestiegen.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So legte die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Jahresende 2016 um 113 Tsd. und die Zahl der TV-Kunden um 145 Tsd. zu. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 309 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produktportfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir bislang 339 Tsd. Kunden gewinnen – vorwiegend im ländlichen Raum.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir insgesamt 188 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Wholesale

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 27,1 % um 5,0 Prozentpunkte über dem Wert zum Jahresende. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 643 Tsd. bzw. 15,3 % gegenüber dem Jahresende 2016 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Dagegen sank die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse geringfügig um 40 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 472 Tsd. bzw. 6,6 %. Dies resultiert zum einen aus der Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen und zum anderen aus dem Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt ist der Anschlussbestand im Bereich Wholesale bis Ende Juni 2017 auf 11,7 Mio. angestiegen.

Operative Entwicklung

in Mio. €
    Q1 2017 Q2 2017 Q2 2016 Veränderung in % H1 2017 H1 2016 Veränderung in % Gesamtjahr 2016
Gesamtumsatz   5 397 5 371 5 338 0,6 % 10 768 10 723 0,4 % 21 774
Privatkunden   2 918 2 878 2 863 0,5 % 5 796 5 785 0,2 % 11 739
Geschäftskunden   1 465 1 473 1 451 1,5 % 2 937 2 898 1,3 % 5 923
Wholesale   926 928 941 (1,4) % 1 854 1 871 (0,9) % 3 742
Sonstiges   88 92 83 10,8 % 181 169 7,1 % 370
Betriebsergebnis                  
(EBIT)   1 086 1 042 765 36,2 % 2 129 1 738 22,5 % 3 624
EBIT-Marge   20.1 19.4 14.3   19.8 16.2   16.6
Abschreibungen   (935) (953) (934) (2,0) % (1 888) (1 854) (1,8) % (3 703)
EBITDA   2 021 1 995 1 699 17,4 % 4 016 3 592 11,8 % 7 327
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (49) (105) (379) 72,3 % (154) (537) 71,3 % (910)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   2 070 2 100 2 078 1,1 % 4 170 4 129 1,0 % 8 237
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse)   38,4 39,1 38,9   38,7 38,5   37,8
Cash Capex   (1 005) (1 052) (885) (18,9) % (2 057) (1 758) (17,0) % (4 031)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz entwickelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht positiv. Dazu trugen die gestiegenen Umsätze im Mobilfunk-Geschäft von 2,5 % und v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung mit einem Zuwachs von 17,4 % bei. Positiv auf den Umsatz im Festnetz wirkten sich die gestiegenen IT-Umsätze und Breitband-Umsätze aus. Diese konnten die um 1,1 % rückläufigen Umsätze im Festnetz-Geschäft gegenüber dem Vorjahreshalbjahr nicht vollständig kompensieren.

Im Privatkundenbereich ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr stabil. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetzgeschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 1,3 %. Im Mobilfunk-Bereich stieg der Umsatz um 1,6 % v. a. durch eine erfolgreiche Endgerätevermarktung.

Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 1,3 %. Der Mobilfunk-Bereich legte um 4,4 % gegenüber dem Vojahreshalbjahr zu. Die IT-Umsätze konnten um 13,6 % gesteigert werden. Im Gegensatz dazu ging im Festnetz die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen leichten Rückgang um 0,9 %, bzw. ohne Berücksichtigung von regulatorischen Preiseffekten (ab dem 1. Dezember 2016) eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist v. a. auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen zurückzuführen, insbesondere durch das Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das EBITDA belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf 4,0 Mrd. €, dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 11,8 %. Hauptgrund waren geringere Sondereinflüsse für Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA konnte im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % gesteigert werden und betrug 4,2 Mrd. €. Haupttreiber waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Funktionen bei einer gleichzeitig leicht positiven Umsatzentwicklung. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist auf 38,7 % gestiegen (Vorjahreswert 38,5 %).

EBIT

Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 22,5 % auf 2,1 Mrd. € an. Die leicht höheren Abschreibungen wurden durch das höhere EBITDA-Niveau kompensiert.

Cash Capex

Der Cash Capex ist im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 17,0 % angestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.