Deutschland

Für Informationen zu Änderungen in der Organisationsstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel „Konzernstruktur, -strategie und -steuerung“, sowie die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss. Die Vorjahresvergleichswerte wurden rückwirkend angepasst.

Kundenentwicklung

in Tsd.
  31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
31.03.2017/
31.12.2016
in %
31.03.2016 Veränderung
31.03.2017/
31.03.2016
in %
Gesamt          
Mobilfunk-Kunden a 42 114 41 849 0,6 % 40 643 3,6 %
Vertragskunden 25 270 25 219 0,2 % 23 940 5,6 %
Prepaid-Kunden 16 844 16 630 1,3 % 16 703 0,8 %
Festnetz-Anschlüsse 19 648 19 786 (0,7) % 20 093 (2,2) %
davon: IP-basiert Retail 9 801 9 042 8,4 % 7 470 31,2 %
Breitband-Anschlüsse 12 989 12 922 0,5 % 12 706 2,2 %
davon: Glasfaser 4 693 4 250 10,4 % 3 286 42,8 %
TV (IPTV, Sat) 2 955 2 879 2,6 % 2 736 8,0 %
Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 6 952 7 195 (3,4) % 7 867 (11,6) %
Wholesale entbündelte Anschlüsse 4 554 4 212 8,1 % 3 319 37,2 %
davon: Glasfaser 2 887 2 555 13,0 % 1 741 65,8 %
Wholesale gebündelte Anschlüsse 148 165 (10,3) % 206 (28,2) %
davon: Privatkunden          
Mobilfunk-Kunden 28 937 29 225 (1,0) % 28 856 0,3 %
Vertragskunden 18 474 18 476 0,0 % 17 453 5,8 %
Prepaid-Kunden 10 463 10 749 (2,7) % 11 403 (8,2) %
Festnetz-Anschlüsse 15 466 15 550 (0,5) % 15 790 (2,1) %
davon: IP-basiert Retail 8 320 7 722 7,7 % 6 521 27,6 %
Breitband-Anschlüsse 10 497 10 438 0,6 % 10 257 2,3 %
davon: Glasfaser 4 023 3 657 10,0 % 2 841 41,6 %
TV (IPTV, Sat) 2 756 2 686 2,6 % 2 546 8,2 %
davon: Geschäftskunden          
Mobilfunk-Kunden a 13 177 12 624 4,4 % 11 787 11,8 %
Vertragskunden 6 796 6 744 0,8 % 6 487 4,8 %
Prepaid-Kunden (M2M) 6 381 5 880 8,5 % 5 300 20,4 %
Festnetz-Anschlüsse 3 210 3 255 (1,4) % 3 311 (3,1) %
davon: IP-basiert Retail 1 381 1 234 11,9 % 897 54,0 %
Breitband-Anschlüsse 2 105 2 101 0,2 % 2 093 0,6 %
davon: Glasfaser 648 575 12,7 % 435 49,0 %
TV (IPTV, Sat) 199 192 3,6 % 189 5,3 %
 
a Zum 1. Januar 2017 erfolgt der Ausweis bei den Vertragskunden im Geschäftskundenbereich ohne Testkarten (minus 41 Tsd.). Zudem gab es im Geschäftskundenbereich einen Einmaleffekt aus einem geänderten Systemausweis bei den Prepaid-Kunden (plus 180 Tsd.). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Für unser integriertes Produkt „MagentaEins“, bestehend aus Festnetz- und Mobilfunk-Komponenten, konnten wir bisher 3,2 Mio. Kunden gewinnen.

Im Mobilfunk gewannen wir im ersten Quartal 2017 insgesamt 126 Tsd. Kunden hinzu. Davon verzeichneten wir den überwiegenden Zuwachs im Bereich der Prepaid-Kunden. Dank der hohen Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen konnte auch das Vertragskundengeschäft leicht gesteigert werden.

Zum Ende des ersten Quartals 2017 konnten wir bereits 14,0 Mio. Retail- und Wholesale-Anschlüsse auf IP migrieren; dies entspricht einer Quote von 57 %.

Nach wie vor verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach unseren Glasfaser-Produkten: Die Anzahl der Anschlüsse stieg zum Ende des ersten Quartals 2017 auf insgesamt 7,6 Mio. In den letzten drei Monaten haben wir somit in Deutschland 775 Tsd. Haushalte an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der innovativen Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben. Mit unserem Kontingent-Modell setzen wir Anreize für eine Migration aus den klassischen Vorleistungsprodukten – wie gebündelte Wholesale-Anschlüsse oder die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) – hin zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen.

Mobilfunk

Seit dem Jahresende 2016 gewannen wir insgesamt 92 Tsd. Vertragskunden hinzu. Dabei verzeichneten wir bei unserem eigenen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ ein Plus von 148 Tsd. Kunden. Bei der Telekom Deutschland Multibrand GmbH und dem Vertragskundengeschäft der Wiederverkäufer (Service Provider) wurde ein Rückgang von insgesamt 57 Tsd. Kunden verzeichnet. Die Zahl der Prepaid-Kunden ist um 34 Tsd. Kunden angestiegen.

Festnetz

Wegen der nach wie vor herausfordernden Marktentwicklung im Festnetz – v. a. durch aggressive Preisangebote von Wettbewerbern – gehen wir neue Wege in der Vermarktung. Unser Fokus liegt auf integrierten Angeboten sowie TV- und Glasfaser-Anschlüssen. So legte die Zahl unserer Breitband-Anschlüsse im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Jahresende 2016 um 67 Tsd. und die Zahl der TV-Kunden um 76 Tsd. zu. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse um 138 Tsd.

Mit unseren „MagentaZuhause“ Tarifen bieten wir ein umfassendes Produktportfolio für den Festnetz-Bereich auf Basis von IP-Technologie und tarifabhängigen Bandbreiten an. „MagentaZuhause Hybrid“ bündelt Festnetz- und Mobilfunk-Technologie in einem Router. Für dieses innovative Produkt konnten wir bislang 320 Tsd. Kunden gewinnen – vorwiegend im ländlichen Raum.

Im Rahmen unserer Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft haben wir insgesamt 183 Tsd. Wohnungen an unser Netz angeschlossen.

Privatkunden

Die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden lag zum Ende des ersten Quartals 2017bei 28,9 Mio.; ein Rückgang um 1,0 % gegenüber dem Jahresende 2016. Treiber war die um 2,7 % rückläufige Anzahl der Prepaid-Kunden, da einige Kunden in unsere Mobilfunk-Verträge wechselten, z. B. in günstige „congstar“ Tarife. Im Gegenzug haben wir einen Kundenzuwachs von 4,4 % unter der Marke „congstar“ bei einer gleichzeitig stabilen Entwicklung unserer eigenen Vertragskunden verzeichnet.

Im Festnetz agieren wir weiterhin in einem wettbewerbsintensiven Markt. Im ersten Quartal 2017 stellten wir im Festnetz 0,6 Mio. Kunden auf IP-basierte Anschlüsse um und konnten 70 Tsd. TV-Kunden hinzugewinnen. Von 10,5 Mio. Breitband-Anschlüssen entsprechen 4,0 Mio. Glasfaser-Anschlüssen, ein Zuwachs von 10 % allein im ersten Quartal.

Geschäftskunden

Der positive Trend im Geschäftskundensegment setzt sich fort: Seit Jahresbeginn 2017 haben wir 414 Tsd. neue Mobilfunk-Kunden gewonnen; davon321 Tsd. im M2M-Bereich aufgrund des vermehrten Einsatzes von SIM-Karten, v. a. in der Automobil- und in der Logistikbranche. Beim mobilen Internetwächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit mehr Bandbreite in Verbindung mit höherwertigen Endgeräten, sodass wir einen Zuwachs von 93 Tsd. werthaltigen Vertragskunden verzeichnen konnten. Gegenüber dem Jahresende 2016 reduzierte sich der Kundenbestand bei den Festnetz-Anschlüssen um 1,4 %. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse lag mit 2,1 Mio. auf einem stabilen Niveau und die Zahl der Glasfaser-Anschlüsse steigerten wir um 12,7 % gegenüber dem Jahresende 2016.

Positiv entwickelte sich auch die Nachfrage nach Cloud-Produkten, bei denen wir gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 12,5 % erwirtschafteten. Die Zuwächse erzielten wir insbesondere durch IT-basierte Cloudlösungen bei einer gleichzeitig stabilen Entwicklung der „DeutschlandLAN“ Produktfamilie.

Wholesale

Zum Ende des ersten Quartals 2017 lag der Anteil der Glasfaser-Anschlüsse am Gesamtbestand mit 24,8 % um 2,7 Prozentpunkte über dem Wert zum Jahresende. Ursache für das verstärkte Wachstum bei unseren entbündelten Wholesale-Anschlüssen um 342 Tsd. bzw. 8,1 % gegenüber dem Jahresende 2016 war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Dagegen sank die Zahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse geringfügig um 17 Tsd. Dieser Trend wird wohl in den kommenden Jahren anhalten, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten mit mehr Bandbreite oder auf eigene Infrastrukturen wechseln. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 243 Tsd. bzw. 3,4 %. Dies resultiert zum einen aus der Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-Wholesale-Anschlüssen und zum anderen aus dem Wechsel von Endkunden zu Kabelanbietern. Dazu kommt, dass Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-Anschlüsse migrieren. Insgesamt ist der Anschlussbestand im Bereich Wholesale bis Ende März 2017 auf 11,7 Mio. angestiegen.

Operative Entwicklung

in Mio. €  
    Q1 2017 Q1 2016 Veränderung Veränderung in % Gesamtjahr 2016
Gesamtumsatz   5 397 5 385 12 0,2 % 21 774
Privatkunden   2 918 2 922 (4) (0,1) % 11 739
Geschäftskunden   1 465 1 447 18 1,2 % 5 923
Wholesale   926 930 (4) (0,4) % 3 742
Sonstiges   88 86 2 2,3 % 370
Betriebsergebnis            
(EBIT)   1 086 973 113 11,6 % 3 624
EBIT-Marge % 20,1 18,1     16,6
Abschreibungen   (935) (921) (14) (1,5) % (3 703)
EBITDA   2 021 1 894 127 6,7 % 7 327
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse   (49) (158) 109 69,0 % (910)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)   2 070 2 052 18 0,9 % 8 237
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,4 38,1     37,8
Cash Capex   (1 005) (873) (132) (15,1) % (4 031)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz entwickelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Dazu trugen v. a. die Endgeräteumsätze ohne Vertragsbeziehung aus dem Mobilfunk-Geschäft mit einem Zuwachs von 15,4 % bei. Positiv auf den Umsatz im Festnetz wirkten sich die gestiegenen IT-Umsätze und Breitband-Umsätze aus. Diese konnten die um 0,8 % rückläufigen Umsätze im Festnetz-Geschäft gegenüber dem Vorjahresquartal nicht vollständig kompensieren.

Im Privatkundenbereich ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal stabil. Mengenbedingte Umsatzrückgänge prägten weiterhin das klassische Festnetzgeschäft. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 1,7 %. Im Mobilfunk-Bereich stieg der Umsatz um 0,6 % v. a. durch eine erfolgreiche Endgerätevermarktung. Die mobilen Service-Umsätze lagen um 2,6 % unter dem Vorjahresniveau; dabei konnten die gestiegenen Service-Umsätze unter der Marke „congstar“ die rückläufigen Umsätze im Prepaid-Geschäft sowie bei unseren eigenen Vertragskunden, maßgeblich auch durch regulatorische Effekte, nicht vollständig ausgleichen.

Im Geschäftskundenbereich stieg der Umsatz um 1,2 %. Dabei legte der Mobilfunk-Bereich um 3,7 % und die Service-Umsätze um 2,7 % gegenüber der Vergleichsperiode zu. Im Festnetz ging die klassische Sprachtelefonie zurück, v. a. weil Kunden vermehrt auf Flatrate-Tarife wechselten. Im Gegensatz dazu konnten die IT-Umsätze um 14,0 % gesteigert werden.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich verzeichnete im ersten Quartal 2017 eine stabile, bzw. ohne Berücksichtigung von regulatorischen Preiseffekten (ab dem 1. Dezember 2016) positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist v. a. auf die gestiegenen Umsätze mit entbündelten Anschlüssen zurückzuführen, insbesondere durch das Kontingentmodell.

EBITDA, bereinigtes EBITDA

Das EBITDA belief sich im ersten Berichtsquartal auf 2,0 Mrd. €, dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,7 %. Hauptgrund waren geringere Sondereinflüsse für Aufwendungen für unseren Personalumbau. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA konnte im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,9 % leicht gesteigert werden und betrug 2,1 Mrd. €. Haupttreiber waren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Funktionen bei einer gleichzeitig stabilen Umsatzentwicklung. Unsere bereinigte EBITDA-Marge ist auf 38,4 % gestiegen (Vorjahresquartal 38,1 %).

EBIT

Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,6 % auf 1,1 Mrd. € an. Die leicht höheren Abschreibungen wurden durch das höhere EBITDA-Niveau kompensiert.

Cash Capex

Der Cash Capex ist zum Vorjahresquartal um 15,1 % angestiegen. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie investierten wir weiterhin verstärkt in den Breitband- und Glasfaser-Ausbau, in unsere IP-Transformation und in unsere Mobilfunk-Infrastruktur.