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Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung.1

Konjunkturerwartungen.
Für das Jahr 2011 wird eine Fortsetzung der positiven weltwirtschaftlichen Entwicklung erwartet, wenn auch die Dynamik leicht abnehmen sollte. Frühindikatoren, wie z.B. die Composite Leading Indicators der OECD oder die internationalen Einkaufsmanagerindizes, deuten auf einen weiterhin intakten und nachhaltigen Aufwärtstrend. Hierbei sind es weiterhin die Schwellenländer, welche überdurchschnittlich stark wachsen werden, flankiert von einer weiterhin robusten Entwicklung in Deutschland sowie einem sich langsam, aber stetig verbessernden Wachstum in den USA.
Für unsere Kernmärkte fällt der konjunkturelle Ausblick unterschiedlich aus: In Deutschland – so die derzeitige Annahme – wird sich die Konjunktur im Vergleich zu anderen europäischen Volkswirtschaften weiterhin als robust erweisen und sich auch in 2011 positiv entwickeln. Während der Aufschwung in 2010 maßgeblich vom Export gestützt wurde, wird für 2011 eine zunehmende Stützung durch die Binnennachfrage erwartet. Die „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ prognostizierte in ihrem Herbstgutachten 2010 für Deutschland, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 um 2,0 % zunehmen wird. In der aktuellen Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums wird für 2011 ein Wachstum von 2,3 % erwartet.
Für die USA wird in aktuellen Schätzungen für das Jahr 2011 von einer Wachstumsrate um die 3 % bis 3,5 % ausgegangen. Die jüngste Verbesserung des Ausblicks ist dabei speziell auf die zum Ende 2010 beschlossenen Steuererleichterungen zurückzuführen, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Privatkonsum. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in den USA mit einem erhöhten Maß an Unsicherheit verbunden, insbesondere im Hinblick auf die relativ hohe Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung.
Eine moderate und sich in Teilen auch zunehmend verbessernde wirtschaftliche Entwicklung in 2011 wird aktuell für unsere Kernmärkte: Polen, Österreich, Tschechien, Ungarn, Niederlande und Slowakei erwartet. Die jährlichen Wachstumsraten werden hierbei um die 2 % bis 4 % erwartet. Eine unverändert schwierige wirtschaftliche Entwicklung für 2011 wird für die Kernmärkte Griechenland, Rumänien und Kroatien erwartet, wobei Kroatien Ende 2010 erstmalig seit der Krise wieder zu marginal positiven Wachstumsraten kam. Für Rumänien wird eine Rückkehr zu positivem Wachstum im Laufe von 2011 erwartet. Für Griechenland prognostiziert die Gemeinschaftsdiagnose ein Minus von 2,1 %.
Aufgrund des in einzelnen Ländern weiterhin hohen Drucks zur Konsolidierung der Staatsfinanzen ist nicht auszuschließen, dass es in 2011 vereinzelt zu weiteren Sparprogrammen und/oder Steuererhöhungen kommen kann, mit entsprechend negativen Effekten auf den Konsum und einzelne Unternehmen.
Markterwartungen.
Der deutsche Mobilfunk-Markt kehrte in 2010, getrieben durch eine steigende Penetration von Smartphones und starkes Wachstum im mobilen Datenverkehr, zu einem gesunden Wachstum zurück. Dieser positive Trend der verstärkten mobilen Daten- und Internetnutzung wird sich auch in 2011 fortsetzen! Allerdings wird sich der massive regulatorische Eingriff in Form der Absenkung der Terminierungsentgelte um nahezu 50 % für die gesamte Industrie negativ auf dieses positive unterliegende Wachstum auswirken. Im Festnetz-Bereich schätzen wir, dass die Zahl der Breitbandanschlüsse nur noch leicht zunimmt. Die klassischen Sprachumsätze gehen nach wie vor zurück. Die Nachfrage der kleinen und mittleren Geschäftskunden nach Telekommunikationsprodukten steigt voraussichtlich weiter, insbesondere in den Bereichen der mobilen Datenübertragung und des automatisierten Datenaustauschs zwischen Maschinen.
In den europäischen Märkten ohne Deutschland, in denen wir vertreten sind, wird der Preisverfall in der Sprachtelefonie – bedingt durch Regulierung und Wettbewerb – insgesamt zu stagnierenden Marktumsätzen führen. Der Umsatzzuwachs aus mobiler Datennutzung und aus Angeboten neuer Produkte in der Telekommunikation wird den Umsatzrückgang in der Sprachtelefonie nur zum Teil ausgleichen. Die süd- und osteuropäischen Märkte, in denen wir agieren, werden auch 2011 von der Wirtschaftskrise gekennzeichnet sein. In einigen Ländern werden die Regierungen versuchen, durch fiskalpolitische Eingriffe ihre Finanzsituation zu verbessern. Diese Maßnahmen können den privaten Konsum und damit das Marktvolumen negativ beeinflussen. Für Griechenland gehen wir von einer nach wie vor angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage aus.
Der Mobilfunk-Markt in den USA wird voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren bei verbessertem Konsumklima und relativ hoher Arbeitslosigkeit immer noch wachsen und gleichzeitig von einem intensiven Wettbewerb zwischen den großen Mobilfunk-Anbietern geprägt sein. Das Wachstum wird voraussichtlich vor allem auf dem immer erfolgreicheren Vertrieb von Datendiensten basieren. Dieser zusätzliche Umsatz dürfte den sinkenden Umsatz in den Bereichen Telefonie und Kurznachrichten ausgleichen. Flatrate-Produkte sorgen für weiteren Preisdruck. Prepaid wird voraussichtlich weiterhin an Stärke gewinnen. Postpaid sollte das moderate Wachstum durch mobile Breitbandverbindungen aufrechterhalten können.
Die konjunkturelle Erholung sollte sich in den relevanten in- und ausländischen Märkten positiv auf das Geschäft mit Groß- und Geschäftskunden in der Telekommunikation und Informationstechnologie auswirken. Was das Großkundengeschäft angeht, erwarten wir durch die kontinuierliche wirtschaftliche Erholung und durch die stark steigende Nachfrage nach Cloud Computing in den nächsten Jahren ein nachhaltiges Wachstum.

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